Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseGute Chancen für Stronachs neue Partei in Österreich

Die Erfolgsaussichten von Frank Stronach mit einer neuen Partei in Österreich werden als positiv eingeschätzt. Der Gründer des österreichisch-kanadischen Automobilzulieferers Magna International ist kürzlich mit der Ankündigung an die Öffentlichkeit getreten, ab September um Wählerstimmen zu werben. Sein Hauptziel ist es, gegen den ESM zu kämpfen.
Über das Personal ist noch nichts bekannt. Aber das Revier, in dem Stronach auf Stimmenfang gehen will, ist dasselbe, in dem sich die konservativen Parteien FPÖ und BZÖ tummeln. Beobachter vermuten, dass Stronachs Partei bei der Nationalratswahl 2013 die Vierprozenthürde nehmen und ins Parlament einziehen wird. Er selbst will zehn Prozent der Stimmen holen.
Für die Süddeutsche Zeitung ist der politische Newcomer, der selbst schon über 80 Jahre alt ist, naturgemäß schwer einzuschätzen: Selbstverständlich will SZ-Autor Oliver Das Gupta ihn als rechtsextrem diffamieren, nur erweist sich das als schwierig. Denn »von ihm, dem Weltbürger, kommen keine Anti-Islam-Parolen, keine Angstmacherei vor Zuwanderung und bislang kein Personal mit bräunlichen Anwandlungen. Frank Stronach ist eine populistische Alternative ohne Ruch.« Man wird von ihm vermutlich noch öfter zu hören bekommen.
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(oe)
























Auch hier wieder nach dem bekannten Muster: Divide et impera!
Sinnvoll wäre es, wenn der Herr Stronach die schon bestehende rechtsdemokratische Partei von Herrn Strache unterstützen würde. Das würde die „etablierten“ Parteien in arge Schwierigkeiten bringen. So, wie es jetzt zu laufen scheint, werden der bisher aussichtsreichsten Wahlalternative die Stimmen entzogen. Die rechtsdemokratische Wählerschaft wird wieder einmal gespalten und bleibt damit in der politischen „Ohnmacht“. So einfach ist das.