Welcome, Beatrix!

Grußwort von Nigel Farage, Vorsitzender der UKIP und der EFDD

Mit ihrem Wechsel zur Fraktion »Europa der Freiheit und der direkten Demokratie« (EFDD) im europäischen Parlament hat die stellvertretende Vorsitzende der AfD Beatrix von Storch ein klares Zeichen gesetzt.

Foto: Euro Realist Newsletter / flickr.com / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt)
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Das Grußwort im Video: Nigel Farage grüßt die AfD

In seinem Grußwort, welches nachfolgend in voller Länge veröffentlicht wird, geht Nigel Farage auf diesen Wechsel, die Fraktion der EFDD und die Herausforderungen, die auf die Menschen in der EU und in Europa warten, ein.

Hier die Übersetzung seines Grußwortes:

 

Welcome, Beatrix!

Europas Glanz und Gloria sind die Vielfalt seiner Völker, Kulturen und Sprachen. Lassen Sie uns nicht so tun, als ob die Menschen überall gleich sind, oder die Menschen gar zum Gleichsein zu zwingen. Ich bin Ko-Vorsitzender der Fraktion des Europas der Freiheit und der Direkten Demokratie (EFDD) im EU-Parlament. Wir stehen für die Vielfalt und für die direkte Demokratie der Völker Europas.

Europa ist ein Kontinent; die EU ist hingegen eine politische Vereinigung mit einigen  Staaten Europas als Mitgliedern. In dieser EU haben nur solche, die nicht gewählt wurden, das Recht Gesetze vorzuschlagen. Niemand in der EU-Kommission wurde direkt und frei von den Völkern Europas gewählt. Auch kann ein einzelner Kommissar nicht entlassen werden. Deshalb ist das Regierungssystem der EU nicht nur undemokratisch: es ist antidemokratisch. Das EU-Parlament ist lediglich ein Gesprächskreis um eine Problemkerze, denn es kann EU-Gesetze weder einbringen noch aufheben. Doch seine Mitglieder können das EU-Parlament als Plattform nutzen, um einen Fuß in die öffentliche Debatte und den politischen Diskurs zu bekommen.

Deswegen bin ich wirklich sehr froh, dass die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende, Beatrix von Storch. als Mitglied des EU-Parlaments meiner Fraktion des Europas der Freiheit und der Direkten Demokratie beigetreten ist. Von nun an können wir noch enger zusammen für die gemeinsame Sache arbeiten. Möge Beatrix von Storchs Schritt weitere AfD-Mitglieder ermutigen, gemeinsam eine Euro-kritische Bewegung auf den Weg zu bringen, um wirkliche Veränderungen zu bewirken. Ich freue mich auch darüber, dass die AfD ihre EU-Politik nicht nur nach finanziellen Überlegungen  ausrichtet, sondern dass es ihr um den Schutz der europäischen Kultur von Familie und Nationen geht. Beatrix von Storch und die AfD beweisen Kraft und Mut, um gegen den Strom einer  Medienlandschaft zu schwimmen, die pausenlos und unüberlegt die Agenda einer immer tieferen politischen Integration vorantreibt. Beatrix von Storch und die AfD gehen prinzipientreu einen politischen Weg zum Schutz der höchsten Ideale der deutschen Demokratie.

Die derzeitige Situation in der Europäischen Union ist einfach zu beschreiben: die EU entscheidet und Deutschland zahlt ("the EU plays, Germany pays"). Die Deutschen dürfen mit Recht dagegen protestieren, unvorstellbare Geldbeträge zu verbrennen, um eine Pleite-Währung künstlich am Leben zu erhalten. Bis heute sind die Deutschen die Trottel Europas. Sie haben viel zu viel gezahlt. Die EU ist wie ein nach Blut lechzender Vampir, der sich zu lange am Hals der Deutschen gelabt hat. Deutschlands Interessen wird nicht durch eine Währungsunion gedient, deren Mitgliedstaaten ganz andere Nöte und Ziele haben. Um ein wirtschaftliches Desaster zu verhindern, muss Deutschland die D-Mark wieder einführen und die Kontrolle über sein Schicksal zurückgewinnen. Die Deutschen haben die demokratische Kontrolle über die Gesetze verloren, die ihren Alltag regeln. Das ist ziemlich gefährlich für die Demokratie, deren Theorie und Wirklichkeit die Deutschen mitentwickelt und geschützt haben. Ich hoffe ehrlich, dass die AfD-Mitglieder ihren gerechten Kampf für die Rückholung der demokratischen Rechte weiterführen.

Die EFDD-Fraktion im EU-Parlament, deren Ko-Vorsitzender ich bin, stellt sich gegen diese schädliche Zentralisierung politischer Macht in den Händen von nicht-legitimierten Entscheidern in Brüssel. Wir schlagen stattdessen etwas ganz anderes vor: Wir ermutigen die Völker Europas zur direkten Mitsprache bei den Gesetzen, die ihr Land betreffen. Wir glauben, dass wichtige Entscheidungen durch freie und faire Bürgerentscheide legitimiert werden können und müssen. Und zwar nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in den Ländern und Kommunen. Wir wollen alle Barrieren beseitigen, welche die Bürger daran hindern zu erfahren, was in den EU-Institutionen vor sich geht, wer welche Entscheidungen trifft, wer dafür bezahlt und wer regiert, ohne dafür vom Volk gewählt worden zu sein.

Ich hoffe, dass weitere Mitstreiter in der AfD sich Beatrix von Storch und mir anschießen, um ein Europa der Kulturen, der Demokratien und des Wohlstands aufzubauen.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: besorgter Bürger

Großartig!
...und wo bleibt Herr Prezell von der AfD?
doch wohlnicht bei dem letzten "Haufen"?

Gravatar: p.feldmann

DAS ist eine würdige Stimme der Vernunft!
Wenn ich dagegen Figuren wie Merkel u.Schulz reden höre, dann weiß ich, daß sie am anderen Ufer siedeln.

Gravatar: Heidemarie

Toll der Mann, leider haben wir nicht so einen humorvollen und brillanten Redner, macht immer klare Ansagen, ich kann Ihm nur zustimmen

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