Bruttoinlandsprodukt nochmals um 0,2 Prozent gesunken

Griechische Wirtschaft schwächelt weiter

Erst wurde ein Wachstum prognostiziert, dann zumindest eine Stagnation, doch die Zahlen des EU-Statistikamts Elstat sprechen eine andere Sprache. Das griechische Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vergangenen Jahr weiter um 0,2 Prozent.

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Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Athen, Bruttoinlandsprodukt, Elstat, EU-Kommission, Griechenland, IWF, Konjunkur, Rezession, Tourismus, Wachstum, Wirtschaftswachstum
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Die griechische Wirtschaft rutschte im vergangenen Jahr weiter in die Rezession. Nach neuesten Berechnungen des europäischen Statistikamts Elstat sank das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Krisenlands nochmals um 0,2 Prozent herunter.

Bisher ging die Behörde lediglich von einer Stagnation aus, doch aufgrund der geringer als erwartet ausgefallene Verbraucherausgaben mussten die Zahlen jetzt erneut korrigiert werden. Geschätzt wurde ursprünglich ein Wachstum von 0,6 Prozent.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Kommission hingegen für 2016 von einem Wachstum von 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent in Griechenland aus.

Die Zahlen der Wirtschaftsleistung in Griechenland liegen deutlich unter dem Bruttoinlandsprodukt aller 28 EU-Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent.

Für 2017 erwartet Athen ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, da man man einen zusätzlichen Touristenansturm erwartet. In der Branche werden Einnahmen von rund 14,5 Milliarden Euro erwartet, was fast eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr wäre.

Voraussetzung für eine konjunkturelle Erholung sei aber ein Abbau der Arbeitslosigkeit bei den Griechen, die mit einer Quote von 21 Prozent so hoch ist wie in keinem anderen Euro-Land.

Griechenland rutschte nach der globalen Finanzkrise 2008/2009 in die Schuldenfalle und wird seither mit internationalen Hilfskrediten in Milliardenhöhe vor der Pleite bewahrt. Die Griechen verloren aufgrund harter Sparmaßnahmen rund 25 Prozent ihres Einkommens.

Dem ersten Hilfsprogramm 2010 folgten zwei weitere. Das im Sommer 2015 mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro begonnende läuft bis August 2018.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: ASK

Hallo zusammen,
ein guter Beitrag, vor allem, da man so mal wieder eine Übersicht hat, was eigentlich mit Griechenland los ist. Ich finde es interessant, dass die Schätzungen immer wieder korrigiert werden müssen, irgendwann braucht man mal genauere Zahlen um besser planen zu können wie es weiter geht. Als Steuerberater kenne ich es, dass man Zahlen regelmäßig anpassen muss, aber ich hoffe sie bekommen das bald hin.
Grüße aus Hannover
Michael

Gravatar: karlheinz gampe

Die öffentlichen Lügenmedien (Fake News) haben wieder einmal mit falschen Nachrichten den Bürger verschaukelt. Es braucht keine Nachrichtenfälscher für die der Bürger zwangsweise auch noch zur Kasse gebeten wird !

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