Einigung mit den Geldgebern auf neues Sparpaket

Griechenland bekommt weitere Milliardenhilfen

Griechenland und seine Gläubiger einigten sich in der Nacht auf neue Sparmaßnahmen und Reformen, so unter anderem eine Kürzung der Renten um neun Prozent. Damit fließen weitere Milliarden in das hochverschuldete Land.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Griechenland, Athen, Euklid Tsakalotos, Rezession, Finanzhilfen, Rettungspaket, EZB, EU-Kommission, IWF, ESM, Renten, Poul Thomsen
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Die Geldgeber einigten sich nach monatelangem Tauziehen mit der griechischen Regierung  auf neuerliche Milliardenhilfen. Dafür müssen die Griechen im siebten Jahr ihrer Rezession weitere Einschnitte im Form eines neuen Pakets von Spar- und Reformschritten vornehmen. Die sind Voraussetzung dafür, dass die Finanzminister der Eurogruppe bei ihrer nächsten planmäßigen Sitzung am 22. Mai eine Freigabe weiterer Kreditraten für Athen beschließen.

Diesmal geht es um sieben Milliarden Euro aus dem im Sommer 2015 geschnürten dritten Rettungspaket, welches Hilfen von insgesamt bis zu 86 Milliarden Euro umfasst. Die Finanzspritze würde gerade noch rechtzeitig kommen, bevor der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos im Juni und Juli knapp 8,4 Milliarden Euro für Zinsen und die Tilgung fälliger Staatsanleihen aufbringen muss.

Von den Hilfsgeldern wird bei den Menschen oder in der griechischen Wirtschaft nichts ankommen. Die Gelder fließen direkt an die Gläubiger, vor allem die Europäische Zentralbank (EZB). Die aktuelle Einigung wurde erzielt nach einer rund zehnstündigen Nachtsitzung der griechischen Delegation unter dem Finanzminister sowie den Vertretern der Gläubigerinstitutionen – der EU-Kommission, des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der EZB und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die Auszahlung der Mittel hatte sich immer wieder verzögert, weil die griechische Seite mit der Umsetzung zugesagter Reformen hinterher hinkte. Darüber hinaus sorgten für Verzögerungen Meinungsverschiedenheiten unter den Gläubigern über die künftige Rolle des IWF im Griechenland-Rettungsprogramm.

Das hochverschuldete Griechenland muss in den Jahren 2019 und 2020 seinen Haushalt um rund 3,6 Milliarden Euro entlasten, je zur Hälfte durch Einsparungen bei den Ausgaben und Steuererhöhungen. Als eine Maßnahme werden die Renten ab 1.1.2019 um durchschnittlich neun Prozent gekürzt, nachdem diese schon seit Beginn der Krise um durchschnittlich ein Viertel beschnitten wurden.

Der IWF begrüße die vorläufige Einigung Athens mit seinen Geldgebern auf zusätzliche Reformen, wie IWF-Europadirektor Poul Thomsen mitteilte. Jedoch seien spezifische Maßnahmen zur Schuldenerleichterung notwendig, damit das IWF-Direktorium eine finanzielle Teilnahme am Hilfsprogramm erwäge, heißt es weiter.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Alfred

"----Die Geldgeber einigten sich nach monatelangem Tauziehen mit der griechischen Regierung auf neuerliche Milliardenhilfen. Dafür müssen die Griechen im siebten Jahr ihrer Rezession weitere Einschnitte im Form eines neuen Pakets von Spar- und Reformschritten vornehmen. .."
Nichts als Phrasen.. Griechenland, die Erfinder der manipulierten demokratischen Diktatur in Europa.
Ohne Griechenland würde das europäische Kartenhaus zusammenfallen. Das wissen die Eurokraten. Deshalb wird gezahlt, bis der Arzt kommt..

Gravatar: H.Roth

Ach, ist irgendwer jetzt überrascht? Diese Meldung wird es solange geben, solange die EU existiert. Ich habe es schon jetzt aufgegeben, die Zahl der Rettungspakete für Griechenland mit zu zählen. Müßte so ungefähr zwischen 5 und 10 sein, oder?

Gravatar: die Vernunft

Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit

Die strafrechtliche Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit folgt den Regeln des Insolvenzrechts. Danach liegt Zahlungsunfähigkeit in der Regel vor bei 10 % Unterdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Maßgebliche Beurteilungsgrundlage für die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit im Strafrecht ist die Liquiditätsanalyse.

Zahlungsverbindlichkeiten und laufende Verpflichtungen mit immer neuen Geschenken der ungefragten Sparer und Rentensparer Deutschlands zu bezahlen, ist zutiefst pervers! Unsere Rentner zählen schon zu den ärmsten Europas, obwohl in Deutschland am wenigsten gestreikt wird. Unsere Regierung vernichtet Deutschland gründlichst und von innen, wie ein Schädling, der seinen Wirt von innen auffrißt, bis er verstirbt! So handelt eine Regierung der Lobbyisten, die nur an ihren kurzfristigen Vorteil denkt. Eine Regierung der Demokratiefeinde und Demagogen!

Gravatar: Gerd Müller

Und das wird immer so weiter gehen.
Die einen dürfen allmorgendlich zeitig aufstehen und malochen gehen, damit man ihnen die Hälfte ihres Geldes stehlen kann und der Rest, nämlich Bankgangster, Mafia, Zocker und Spekulanten dürfen dann das dummen Michel gestohlene verbraten.......
solange bis dieser ganze korrupte und antidemokratische Lügenhaufen in Brüssel, der sich EU nennt, in sich zusammenfällt !

Ich sage nur noch:
https://www.youtube.com/watch?v=VIzkdf10IsM

Gravatar: Rolo

Das einst so stolze Griechenland ist seit Jahrzehnten pleite. Stolz sind die Griechen immer noch, manche vielleicht darauf, dass man sich den Beitritt zur Eurozone 1999 mit gefälschten Zahlen erschwindelte. Auf einer Wahlkampfveranstaltung zum Bundestagswahlkampf 2013 in Rendsburg, sagte die Kanzlerin, man hätte "Griechenland gar nicht aufnehmen dürfen". Trotzdem wurde im Sommer 1015 dann das dritte Hilfspaket für Griechenland mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung und Zustimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages geschnürt. Auf die Nachfrage von Journalisten, die dazu mehrere Abgeordnete des Deutschen Bundestages befragten, konnte keiner von den befragten Abgeordneten Auskunft über die Summe (86 Milliarden €) des von ihnen genehmigten Hilfspaketes für Griechenland geben! Diese sogenannten Volksvertreter stimmten also aus Parteiräson mit Ja, ohne sich über die Kosten und Folgen, die dem deutschen - europäischen Steuerzahler, mit ihrer abgegebenen Ja Stimme entstehen, im klaren zu sein, sich die Folgen bewusst zu machen, oder sich trotz Warnungen aus den eigenen Reihen (Wolfgang Bosbach) entsprechend zu informieren! Wer von den wahlberechtigten Bürgern kann sich von solchen Volksvertretern würdig vertreten fühlen? Sie vertreten nicht das Volk, sondern das Diktat, dass aus Brüssel in Hinterzimmern mit Lobbyisten beschlossen und an die Regierungsbank im Deutschen Bundestag vorgegeben von dieser unterstützt und von den Parteispitzen der Altparteien CDU/CSU, SPD, FDP und den Grünen an die Abgeordneten weiter diktiert wird! Was hat das noch mit Demokratie zu tun? Ich habe Mitleid, mit den armen Griechen, bei denen von all den Milliarden an Hilfspaketen nichts ankommt. Mit diesen Hilfspaketen, werden nur Banken subventioniert und deren faule Papiere, Kredite, Bad Banks sozialisiert. Die "reichen" Griechen, deren Familien über Jahrzehnte den eigenen Staat und das eigene Volk um Steuern und sozialer Verantwortung betrogen und geschröpft haben haben ihre Vermögen längst in Sicherheit gebracht. Man hat ihnen auch mehr als genug Zeit dazu gelassen! Inzwischen leben sie in London, New York, ihre Vermögen sind sicher in Steueroasen untergebracht. Wahre Patrioten! Für die Folgen und die Lasten soll nun der europäische Steuerzahler aufkommen, während sie in ihren Luxusunterkünften weiterhin Champagner trinken, ihre Kinder in Eliteschulen ausbilden lassen während das eigene Volk in bitterer Armut lebt und keinerlei Perspektive hat! Das einzige, was man den armen Griechen vorwerfen kann ist. " Ihr habt sie über Jahrzehnte immer wiedergewählt". Ihr habt leeren Worten geglaubt, Wahlversprechen nicht hinterfragt und damit ein Leben auf Pump gewählt. Ihr habt nicht daran gedacht, was das für die Zukunft Eurer Kinder und Enkel bedeutet! Irgendwann, muss jeder Kredit zurückbezahlt werden und es bringt nichts, nur immer weitere Kredite zur Tilgung aufzunehmen! Wenn man lange genug nur Schulden macht, kommt einmal ein "rien ne va plus"! Nichts geht mehr, tröstet Euch ihr armen Griechen, es geht Euch nicht alleine so, auch viele der anderen europäischen Bürger, sind auch heute noch bereit leeren Wahlversprechen zu folgen. In Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, in Österreich, in Italien fast überall in der EU glauben die Wähler an das Prinzip Hoffnung die sie dahin treibt wo die Griechen heute stehen! An den Abgrund! Warum haben wir nicht den Mut das bestehende politische Establishment abzuwählen? Schlimmer kann es doch kaum noch werden, mit solchen Volksvertretern wie wir sie heute haben!

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