»Sinn Europas ist nicht, Haushaltskriterien einzuhalten«

Frankreichs Finanzminister Le Maire will Ende der EU-Sparpolitik

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire plädiert innerhalb der Europäischen Union für ein Ende von Haushaltskriterien und Sparmaßnahmen. »Die Austerität kann nicht Europas Zukunft sein«, sagte der frühere Republikaner.

Foto: SmartGov/ Wikimedia Commons/ CC BY 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Frankreich, Bruno Le Maire, Austerität, Sparpolitik, Haushaltskriterien, Defizitgrenze
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Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire fordert in einem Interview der »Welt« ein Ende der europäischen Sparpolitik. »Die Austerität kann nicht Europas Zukunft sein. Das ist eine Sackgasse. Spanien, Italien, Portugal haben alle mit mutigen Reformen ihre Wirtschaft neu aufgestellt«, erklärte Le Maire.

»Der Sinn Europas ist nicht, Haushaltskriterien einzuhalten und Sparmaßnahmen durchzuziehen«, fügte der Minister an. Man könne mit den Kriterien von Buchhaltern niemanden zum Träumen bringen. Der 48-jährige sagte: »Leider ist das europäische Projekt zu einem von Technokraten geworden«.

Der frühere Agrarminister Sarkozys, der unterdessen die Republikaner verlassen hat, um sich voll auf die Seite von Macron zu schlagen, sicherte allerdings zu, dass Frankreich noch in diesem Jahr unter der Defizitgrenze von drei Prozent bleiben werde. Er gehe fest davon aus, dass man aus dem Strafverfahren für zu hohes Defizit entlassen werden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Jomenk

Darum soll Herr Schäuble auch jetzt ***********. Bundestagspräsident? Schäuble, der neue Frühstückskaiser.

Man muss die Politik von Herrn Schäuble nicht unbedingt teilen. Doch irgendwie war er noch ein konstanter Faktor in diesem ganzen EU-Wahnsinn. Unsere Gottkanzlerin scheint dies nicht mehr zu passen. Herrn Schäuble traue ich noch zu, sich gegen den Willen von Frau Merkel zu stellen. Deshalb muss er weg und Platz machen für eine der Hofschranzen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… »Die Austerität kann nicht Europas Zukunft sein«, sagte der frühere Republikaner.« …

Scheinbar kennt der Le Maire Bruno die Lage seines Chefs nicht so richtig, der scheinbar auch von seiner Göttin und französischen Präsidentin zugleich diktiert wird http://www.huffingtonpost.de/2017/05/01/le-pen-macron-merkel_n_16368562.html - was als Traumpaar allerdings wohl kein Problem sein sollte
https://www.swr.de/swraktuell/merkel-und-macron-werden-sie-europas-neues-traumpaar/-/id=396/did=19513408/nid=396/1i3h8i4/index.html - wenn es die ´richtigen` Schlüsse zieht!!!
http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-frankreich/macron-merkel-und-die-partnerschaft-15012897.html

Das eine Diktatur aber nur funktioniert, wenn möglichst nur einer das Sagen hat, beweist der Untergang der Diktatur des Volkes der DDR - wobei sich erneut das Sprichwort bewahrheitete: Viele Köche verderben den Brei!?

Wenn ich mir allerdings die dies bzgl. Geschichte Deutschlands ab 1914 betrachte https://www.deutschland.de/de/topic/politik/deutschland-europa/diktatur-und-demokratie-im-zeitalter-der-extreme:

Hatten die Diktatoren nicht auch hierzulande schon immer kleinere(?) Schwierigkeiten?

Ist dieses Vorhaben letztlich nicht selbst für ein Merkel - auch mit Unterstützung der Nato gegen Präsident Trump - mindestens drei Nummern zu groß???

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