Flüchtlingsstreit zwischen Italien und Tunesien

14. Februar 2011, 08:15 | Kategorien: Lebenswelt, Politik | Schlagworte: | von
Bild: Bettina Bartzen/ddp
Redaktion

Der nicht abreißende Strom tunesischer Bootsflüchtlinge nach Italien sorgt für Streit zwischen den beiden Ländern. Die tunesische Regierung wies am Sonntag den italienischen Vorschlag zurück, eigene Polizisten in das nordafrikanische Land zu entsenden, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen, berichtet die "FAZ". Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton will das Thema bei einem Besuch in Tunesien am Montag ansprechen.

Der Sprecher der tunesischen Regierung, Taïeb Baccouche, bezeichnte gegenüber dem Fernsehsender El Arabija, den italienischen Vorschlag als „inakzeptabel“. „Das tunesische Volk lehnt die Stationierung ausländischer Soldaten auf seinem Gebiet ab“, sagte er und fügte außerdem hinzu, die Kontrolle der eigenen Küsten liege bei den tunesischen Behörden.

Angesichts tausender Bootsflüchtlinge mit Ziel Europa stockte Tunesien seine Küstenwache personell auf. „Verstärkung wurde geschickt“, hieß es am Sonntagabend aus Regierungskreisen in der Hauptstadt Tunis.

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