Finanzministerium: Bargeld ist »intransparentes Zahlungsmittel«

13. August 2012, 05:45 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Kirsten Neumann/ddp
Redaktion

Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Geldwäsche bahnt sich ein nie dagewesener Eingriff in die bürgerlichen Freiheiten und der Weg in die unbegrenzte Überwachung der Bürger an. In einem internen Papier aus Schäubles Bundesfinanzministerium werden vordergründig Online-Spielcasinos in den Blick genommen, weil dort »Schwarzgeld gewaschen« werde. 

In diesem Zusammenhang werden Bargeld und Prepaid Cards als “intransparentes Zahlungsmittel” bezeichnet. Sollen diese also nun Schritt für Schritt abgeschafft werden? Sollen Zahlungen nur noch bargeldlos und also elekronisch jederzeit nachprüfbar erlaubt sein? Um das »Weißwaschen« von illegal erworbenem Vermögen zu verhindern, sollten »intransparente Zahlungsformen”, wie es in der Wirtschaftswocheheißt, nicht mehr verwendet werden dürfen.

Ziel ist es, die Geldflüsse zwischen den Online-Casinos und den Spielern rückverfolgen zu können. Doch angesichts des deutlich zu beobachtenden Trends, den Bargeldumlauf einzudämmen, wächst die Skepsis. Handelt es sich um den Versuch, Bargeld letztlich abzuschaffen? Andere europäischen Staaten machen es vor. Wird bald jeder, der bar bezahlt, zum Verdächtigen? So viel steht fest: Der Kampf gegen Kriminalität ist in der Vergangenheit allzu oft missbraucht worden, um andere Ziele zu erreichen.

 

Mehr dazu auf wiwo.de, welt.de und mmnews.de

(oe)

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