Fall Schavan: Uni eröffnet Verfahren

23. Januar 2013, 08:27 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Sascha Schuermann/dapd
Redaktion (oe)

Die Universität Düsseldorf hat beschlossen, dass sie ein förmliches Verfahren zur Untersuchung der Plagiatsvorwürfe gegen die Doktorarbeit von Wissenschaftsministerin Annette Schavan einleitet, die vor rund 30 Jahren verfasst wurde. Der Entscheidung vorausgegangen waren ein dubioses methodisches Vorgehen der Universität und die Veröffentlichung vertraulicher Informationen.

Der Vorsitzende des Fakultätsrats, der die Entscheidung getroffen hat, Bruno Bleckmann, sagte: »Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass das Verfahren ergebnisoffen ist.« Das heißt, dass Schavan vom Vorwurf des Plagiats bzw. der vorsätzlichen Täuschung freigesprochen werden kann.

Schavans Fall spaltet die Wissenschaftsgemeinde. Für Irritationen hat die Ehrenerklärung führender Wissenschaftsorganisationen gesorgt.

Im Zentrum des Verfahrens dürfte die Frage stehen, ob Schavans Fehler, die unumstritten sind, die Aberkennung des Doktortitels rechtfertigen oder ob sie lediglich als Mangel einzustufen sind, der der wissenschaftlichen Leistung der Autorin nichts nimmt. Es ist in jedem Fall davon auszugehen, dass die Prüfung offenlegt, welche Kriterien von Wissenschaftlichkeit an Doktorarbeiten und andere Qualifikationsschriften gelegt werden.

 

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