Die Gesinnungsüberprüfungsbranche boomt

Facebook will Mitarbeiterzahl im Bereich der Zensur verdoppeln

Das soziale Netzwerk Facebook ist auf Erfolgskurs. Zumindest in dem Bereich, der sich mit der Schnüffelei, Überprüfung und Zensur von Beiträgen beschäftigt. Die Gesinnungsüberprüfungsbranche boomt: 10.000 neue Stellen werden geschaffen.

Quelle: pixabay.com
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Wer hätte das gedacht: das Maassche Zensurgesetz, offiziell Netzwerkdurchsetzungsgesetz genannt, kurz NetzDG geschrieben, hat einen ungeahnten Nebeneffekt und stellt sich als Beschäftigungsmotor heraus. Bereits jetzt beschäftigt das sozialen Netzwerk 10.000 Gesinnungsüberprüfer, deren einzige Aufgabe darin besteht, Beiträge auf Übereinstimmung mit den von Maas vorgegebenen Richtlinien zu prüfen. Besteht auch nur der geringste Zweifel an der Konformität eines Beitrags mit den entsprechenden Vorgaben, wird er erbarmungslos zensiert; das Grundrecht auf Meinungsfreiheit wird in diesem Augenblick gebrochen, vernichtet, zerstört.

Noch einmal zur Verdeutlichung dieses Vorgangs: nicht etwa hochgebildete Juristen beschneiden dieses Menschenrecht. Es liegt weder eine richterliche Anordnung noch ein Antrag eines Staatsanwaltes vor. Rudimentär gebildete Hilfskräfte, mitunter kaum der deutschen Sprache ausreichend mächtig, entscheiden darüber, welcher Beitrag der Zensur zum Opfer fällt. 10.000 Menschen sind bereits in diesem Betätigungsfeld beschäftigt, bis zum Jahresende soll die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich verdoppelt werden, sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg am Dienstag in Brüssel.

Doch auch für Sandberg gestalte sich der Umgang mit dem Löschen von Beiträgen sehr problematisch. Der Grund sei, dass es »keine universelle Definition« der zu löschenden Inhalte gebe. Insbesondere das NetzDG sei viel zu schwammig und unklar in seinen Bestimmungen, hatte jüngst auch wieder Facebook-Politikchef Elliot Schräge seine Kritik an dem Gesetz bekräftigt. Vor allem aber »macht uns das Gesetz zu Richtern, Geschworenen und Vollstreckern, und ich denke, das ist eine schlechte Idee«, so Schräge weiter.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Armin Helm

Es ist gar nicht so abwegig, dass es beim NetzDG gar nicht um "Zensur" geht, sondern um das, was allen Politikern am Herzen liegt: Geld! Zumindest hat der YouTuber "White Flag" eine interessante Alternative recherchiert:
https://www.youtube.com/watch?v=FUFRNIpcSR4

Gravatar: Ulli P.

Eigentlich ganz einfach: Wem die eigene Meinungsfreiheit und die Meinungsfreiheit anderer mehr gilt, als Mitglied in einem vermeintlich "hippen" Netzwerk zu sein, der sollte sich bei Facebook abmelden. Wenn genügend Leute diesen Schritt getan haben, wird vielleicht FB, welches doch auf Werbeeinnahmen angewiesen ist, merken, auf welche fragwürdigen Praktiken es sich eingelassen hat.

Übrigens, nicht in FB zu sein, spart eine Menge Zeit...

Gravatar: karlheinz gampe

Der Antidemokrat Maas und seine Unterstützer müssen vor Gericht gestellt werden. Keine Freiheit für diese Freiheit unserer Freiheit. Wer Gesetze gegen die Bürger macht, der soll sein Recht auf Alimentierung durch die Bürger für alle Zukunft verwirkt.haben. Also keinerlei Altersversorgung für solche Politiker die Freiheiten und Bürgerrechte beschneiden oder dabei geholfen haben.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Wer braucht Facebook? Ich meide die Seiten von Facebook, habe mich noch nie dort angemeldet. Es gibt genügend andere Möglichkeiten, sich im Internet zu informieren und seine Meinung zu verbreiten.

Gravatar: Karin Weber

Das ist ungefähr vergleichbar mit dem Personalbestand des Ministerium für Staatssicherheit von 1953.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit#/media/File:MfS-Personalentwicklung.svg

Wobei man die Schadwirkung nicht direkt miteinander vergleichen kann. Diese neuen 10.000 höhlen die Demokratie weit effizienter und wirksamer aus, als die damaligen Aktenträger.

Irgendwann ist dann auch Facebook beim 90.000 Hauptamtlichen. Das geht dann alles relativ schnell.

Gravatar: Tom

Was ist denn das nun wieder ? " Facebook ? Ist es das wo die Leute freiwillig ihre persönlichen Sachen breit labern ? Kenne ich nicht, ich kenne höchstens vk.com - und da beißen sich die kleinen Blockwarte die Zähnchen aus.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Wer braucht facebook

wer vertraut einem amerikanischen Konzern, der im Auftrag der jeweiligen Regierung unkontrolliert Zensur ausübt ?

Wer etwas von Demokratie und Menschenrechte, frei Meinungsäusserung hält wird seinen facebook-Account schnell abmeldung, und alle anderen bekommen, was sie bestellt haben.
Wenn bei facebook die Umsätze erste einmal wegbrechen werden sie natürlich sofort feststellen, das etwas falsch gelaufen ist, ist doch immer die gleiche Leier.

Wer bezahle eigentlich die 10000 Gehälter, die prodizieren doch nichts, muss man zukünftig auch noch facebook ( mehr ) bezahlen, um dann ordentlich zensiert zu werden ?
So ein krankes System !
Also nochmal für alle: facebook-Account kündigen und facebook ignorieren.

Gravatar: Tom Müller

Wer nutzt facebook ...laut alexa com ist vk com einer mit den meistbesuchten Seiten in Deutschland...kein NetzDG , meinungsfrei da es von Russland und nicht Amerika kommt...Trotzdem deutsch....jeder geht jetzt dort hin.....vk com ist besser als facebook com

Gravatar: Candide

Es scheint lichterloh zu brennen, deshal brauchen sie mehr "Löschzüge"!

Gravatar: JohnSheridan

Ich melde permanent nur noch linke Hetzseiten. Sind diese nach 14 Tagen noch am Netz, stelle ich Strafanzeige, und zwar immer gegen den kleinen Goebbels aus dem Saarland. Irgendwann ändern sich die Zeiten, und dann wird da einiges vorliegen ;-)

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