Oft bringt der Taumel der Gesellschaft jene zu schwerem Absturz, die er aufregend emporhob.
Julie Jeanne De LespinasseExperten: Frontalunterricht am effektivsten

Diese Nachricht wird Legionen von Bildungsreformern nicht gefallen: Das klassische Konzept des Frontalunterrichts an Schulen ist allen anderen Formen überlegen; so genannter problemorientierter oder freier Unterricht sorgt dafür, dass die Schüler weniger lernen. Insbesondere die durch ihre Herkunft benachteiligten Schüler leiden, weil ihre Fortschritte nicht gemessen werden können.
Bildungsexperte Götz Bieber: »Wäre der alte Unterricht wirklich effizient, hätten die deutschen Schüler in den internationalen Leistungsvergleichsstudien wohl deutlich besser abgeschnitten.«
Empirische Forschungen in den USA haben bei einer sehr guten Datenbasis diesen Befund bestätigt. Auch in Finnland, wo immer wieder sehr gute PISA-Ergebnisse erzielt werden, ist der Frontalunterricht die dominierende Form.
Dass die Person des Lehrers zurückzutreten habe hinter die Interessen der Schüler, wird peu à peu als Irrweg erkannt. Anders als viele Reformpädagogen glauben, ist es der Lehrer, der zählt – gerade für die schwächeren Schüler. Insofern fällt das Urteil über die Schulpolitik der vergangenen Jahrzehnte vernichtend aus: »Man könnte die Schule seit Jahren als ein großes Menschenexperiment entlang des Zeitgeistes bezeichnen«, sagt Michael Felten, ein anderer Experte.
Sogar Hilbert Meyer, der Nestor der »progressiven« Didaktik, hat erkannt, dass das von ihm propagierte Modell falsch ist. Jetzt rudert er zurück und fordert die Kombination von selbstbestimmtem Lernen und lehrerzentriertem Frontalunterricht. Darin könnte die Zukunft liegen.
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(oe)
























Endlich mal eine Nachricht aus dem Bereich der pädagogischen Erkenntnisse, bei der sich bei mir nicht die Haare sträuben.
Mit Gruppenunterricht und Formen des selbsterkennenden Lernens habe ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Meine Schüler lernten bei diesen Methoden wenig bis gar nichts.
Ich habe sie darum zwar ausprobiert, aber selten weiter angewendet.
Wenn das „richtige System“ jetzt gefunden ist, sollte man sich vielleicht um die Details kümmern:
Dem Schüler sollten Lernziele mitgeteilt werden und dann sollte er frei wählen dürfen, bei welchem Lehrer er diese Ziele am ehesten erreichen kann.
Die Abhängigkeit vom Gutdünken der Lehrer hätte ein Ende und die Gängelung von Schülern durch unfähige Lehrer ebenso. Wenn dann noch Leistungsnachweise “namenlos” beurteilt werden würden, wäre dieses sicherlich ein riesiger Fortschritt in Richtung angstfreies und “gerechtes” Lernen. Und gerade bei der Benotung von Deutsch-Aufsätzen, wäre es interessant, mindestens zwei Beurteilungen zu haben.
Dann würde sich auch ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen, denn schlechte Lehrer würden „durch mangelnde Schülerzahlen überführt”.
Frontalunterricht hat der Bundestag im Wesentlichen abschaffen wollen. Und wie sitzen dieselben Abgeordneten im Bundestag?
In der Frontalunterricht-Sitzordnung: Hintereinander. Ein Beweis für Deutschlands Bildungs(Abgeordneten)Misere!!!
So ist es, Schwer Walter.
Meine Erfahrung resultiert aus ca. 40 Berufsjahren. Dieses Jahr wurde ich pensioniert.
@ Y.Y., 18.12.2012 21:12
Wer hier nichts kapiert hat, z.B. von der “hohen” Politik oder gar von der Bildung, sind Sie!!! Offenbar haben Sie den “um die Ecke-Unterricht” – 2 SS rechts, 2 SS links, 2 SS hinten… genießen dürfen und haben sich dabei nicht nur den Rücken geschädigt. Das ständige „den Kopf nach der Seite drehen“ soll so manchem Schüler den Verstand – und den Rücken – beeinträchtig haben. Sie sind ein Beispiel!