EU-Gehälter in der Kritik

04. Februar 2013, 09:20 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , , | von Redaktion
Redaktion (oe)

Eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler an die Bundesregierung hat ein schockierendes Ergebnis erbracht: Um in Brüssel netto mehr als die Kanzlerin zu erhalten, muss man keine Führungskraft sein. Es reicht ein Posten auf einem der mittleren Ränge. Angestoßen hatte die aktuelle Debatte der britische Premierminister David Cameron.

Die Bundeskanzlerin erhält netto 12.200 Euro im Monat, ein EU-Beamter (Gehaltsstufe AD 14) nach vier Dienstjahren unter Umständen schon 12.500 Euro. 4.400 Beamte sind bei der EU in der in Gehaltsgruppe AD 14 oder höher eingruppiert. Bei der Frage der Beamtengehälter geht es nicht um eine Neiddebatte, sondern sie reicht weiter: Sie spielt bei der Festlegung des Finanzrahmens 2014 bis 2020 eine entscheidende Rolle.

Vor kurzem hatte der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück von sich reden gemacht, als er meinte, ein Bundeskanzler verdiene zu wenig Geld. Verglichen hatte er dessen Gehalt mit denen von »Sparkassendirektoren in Nordrhein-Westfalen«, die fast alle mehr erhielten und weniger Verantwortung trügen.

 

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