EU-Bankenaufsicht soll Megabehörde werden

05. Februar 2013, 07:39 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , | von Redaktion
Foto: Thomas Lohnes/dapd
Redaktion (oe)

Die Frage, ob die neue EU-Bankenaufsichtsbehörde 500 oder 1.000 Mitarbeiter beschäftigen wird, scheint entschieden zu sein: Einem Gutachten von EZB-Chef Draghi zufolge, das der Financial Times vorliegt, sollen es rund 2.000 sein. Die Empfehlungen der Promontory Financial Group sind noch nicht vom EZB-Direktorium beraten worden, dürften aber Anlass zur Freude sein.

Denn anders als bisher von vielen EU-Parlamentariern angenommen, wird die Bankenaufsicht offensichtlich im EZB-Direktorium verankert: Der Chef soll aus diesem Gremium kommen.

Bis jetzt war man davon ausgegangen, dass der Posten mit einem Externen besetzt werden wird; als aussichtsreich gehandelt worden ist bislang Danièle Nouy.

Jetzt gerät aufs Neue EZB-Chef Mario Draghi in den Mittelpunkt des Interesses. Er hat seinerzeit als Chef der italienischen Notenbank irgendwie übersehen, dass bei dem traditionsreichen Geldhaus Banca Monte dei Paschi di Siena einiges so schieflief, dass sie heute in ernsten Schwierigkeiten steckt.

Der Fisch wird auch dieses Mal deshalb vermutlich vom Kopf her stinken. Die Prognose der Deutschen Wirtschaftsnachrichten lautet deshalb: »Im Hinblick auf die neue Mega-EZB bleibt die Lektion: Wenn an der Spitze einer steht, der nicht genau hinsehen will oder kann, dann helfen auch Heerscharen von Beamten nichts.«

 

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