Forderung der EU-Kommission wird zurückgewiesen

Doch keine Fusion der Frankfurter und Londoner Börsen?

Die Fusion der beiden größten europäischen Börsen, der »London Stock Exchange (LSE)« und der "Deutschen Börse« in Frankfurt am Main, steht vor dem Aus. Die LSE hat eine Forderung der EU-Kommission zurückgewiesen.

Foto: Dontworry / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
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Seit Jahren schon unternehmen die LSE und die Deutsche Börse zahlreiche Anläufe, um zu fusionieren. Bisher scheiterten aber all diese Versuche, meist wegen unterschiedlicher interner Ansätze. So forderte die Deutsche Börse, dass der Hauptsitz der neu gegründeten Gesellschaft in Frankfurt am Main sein solle. Dagegen wollte die LSE, dass die neue Gesellschaft in London ansässig sein solle. Auch nach dem Brexit nahmen die Diskrepanzen zwischen den beiden Börsen zu, ohne dass jedoch das finale Ende der Fusionsverhandlungen verkündet wurde. Nun aber scheint dieser Zeitpunkt gekommen zu sein. Ausschlaggebend sind jedoch nicht interen Differenzen, sondern eine Auflage der EU-Kommission.

Die LSE müsste, so die EU-Kommission, neben zahlreicher anderer Auflagen (so hatte die LSE angeboten, ihr Abwicklungshaus »Clearnet SA im Falle einer Fusion für über eine halbe Milliarde Euro an »Euronext« zu verkaufen) auch die Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Handelsplattform »MTS« aufgeben. Auch wenn nach Angaben der LSE, so schreibt es das »Abendblatt«, die Sparte relativ klein und für das operative Ergebnis der LSE kein wesentlicher Ertragsbringer sei, so sei die MTS doch ein wichtiger Baustein für das gesamte Italien-Geschäft. Eine Veräußerung von MTS würde »das wichtige Verhältnis mit den Behörden und das Geschäft in Italien und der gesamten Gruppe beschädigen«, heißt es dazu wörtlich im Bericht.

Aktuell liegen alle Verhandlungen auf Eis. Sowohl LSE wie auch die Deutsche Börse wollen abwarten, wie die EU-Kommission auf die Absage reagiert.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Theo

Der Größenwahnsinns-Virus und der freche Arroganz-Bazillus diverser Frankfurter Bankangestellten und Bonus-verfetteten Finanzbetrügern ist wahrscheinlich von der von diesen Personenkreis gewählten Kanzlerin übertragen worden.

Aber es ist doch eine humorvolle Posse, die sich diese deutschen Übermenschen aus Hessen da wieder hingeben.

London und seine City ist und bleibt der Finanzmittelpunkt Europas.

Und angesichts des klinisch toten EUROs, der bereits mehrfach nur noch durch massive Markmanipulationen im staatlich gelenkten Devisenhandel gerettet werden kann, dessen Ruf endgültig erledigt ist, ist Frankfurt a.M. eine im B-Ranking der Internationalen Finanzmärkte rangierende Hilfsfunktionsfinanzstätte.

Sie dient einer die EU-Verträge verletzenden Euro-Staatsanleihe-aufkaufenden EURO-Zentralbehörde und wird mit dem Wegfall des EURO auch wieder in seine gewohnte Bedeutungslosigkeit zurückfallen. So wie Bonn nach Wegzug der Bundesregierung.

Begreifen all die doofen Banker nicht, dass mittlerweile alle Gläubigerländer aus dem Euro raus wollen, und nur die mit derzeit rund EUR 850 Milliarden-Gläubigerstatus betroffenen Deutschen hoffen, dass alle drin bleiben?

Die Griechen, Italiener, Franzosen und Spanier warten nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, wann sie als Schuldner ihre Milliardenschulden abwerfen können.

Alle lachen, nur die Deutschen unter Frau Merkel und Herrn Schäuble nicht.

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