Die Stasi lebt weiter, solange ihre Methoden nicht verstanden sind

Die Stasi hat Geburtstag und feiert ihre Auferstehung

Am 8. Februar 1950 wurde die Stasi gegründet, kurz nach Gründung der DDR. Aufgelöst wurde sie 1990. Doch das war nicht ihr Ende. Sie lebt weiter. Ihre Methoden haben sich nun auch im vereinten Deutschland etabliert.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Lebenswelt, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Geheimpolizei NKGB, Internierungslager, Kontaktschuld, Militärtribunale, Netzwerkdurchsetzungsgesetz, SED-Führung, Stasi, Sowjetische Besatzungszone, Thilo Sarrazin
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Es ist ein Geburtstag der besonderen Art. Kein Grund zum Feiern. Es gibt aber auch keinen Grund anzunehmen, dass die Stasi inzwischen Geschichte ist. Die Stasi wird so lange nicht überwunden sein, solange nicht verstanden wird, worin ihr schreckliches Wirken eigentlich bestand.

Unmittelbar nach Kriegsende waren die Härten und Grausamkeiten des Krieges noch allgegenwärtig. Mit der Sowjetarmee war auch die Geheimpolizei NKGB in die Sowjetische Besatzungszone gekommen. Sie verhaftete im großen Stil deutsche Zivilisten, die sie für Nazis hielt und errichtete gefürchtete Internierungslager. Es traf bald auch Demokraten aller Richtungen, also Personen, die keine Nazis waren, die sich aber gegen den Kurs zur Übertragung des sowjetischen Systems auf Deutschland stellten. 

Die SED-Führung war stark daran interessiert, sich eine eigene Machtbasis zu schaffen, und drängte schon seit 1948 darauf, eine eigenständige Geheimpolizei einzurichten, um unliebsame Personen zu verhaften und von Strafgerichten wegen angeblicher Spionage oder Sabotage zu langjährigen Haftstrafen, in vielen Fällen auch zum Tode verurteilen zu lassen.

Bis 1955 wirkten daran auch sowjetische Militärtribunale mit mehreren tausend Urteilen mit. Die Verfolgung traf sogar Angehörige der neuen SED-Führung und Minister der ersten DDR-Regierung. Die härteste Phase dieser Verfolgung reichte von der 2. Parteikonferenz im Juli 1952 bis zum Tod von Josef Stalin im März 1953. Eine kurze Geschichte kann man u.a. hier nachlesen.

Die Härte zeigte Wirkung. Die Grausamkeit war der Bevölkerung wohl bekannt. Die Drohung lauerte stets im Hintergrund. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Staat, ein offener Dialog, eine demokratische Kultur, eine freie Entfaltung intellektueller Kräfte war damit unmöglich geworden. Sie wurde im Keim erstickt.

Die Stasi war nicht nur eine Zensurbehörde, die sich damit begnügte, kritische Veröffentlichungen zu unterbinden. Die Stasi war eine Terror-Organisation, die gezielt einzelne Personen bekämpfte. Sie hatte dazu einen ganzen Katalog von so genannten zersetzenden Maßnahmen entwickelt, die bis hin zu körperlichen Angriffen reichten. Die Geschichte ihres brutalen Wirkens ist bis jetzt noch nicht geschrieben.

Sie konnten das Denken nicht angreifen, also griffen sie die Denkenden an. Menschen mit eigenen Gedanken wurden isoliert, ihre Korrespondenzen wurden überwacht und gefälscht, so dass sie verzweifeln mussten. Die Isolierung ging so weit, dass Gefangene nicht einmal mehr Blickkontakt haben durften.

Die Stasi-Methoden haben überlebt und sind im vereinten Deutschland unter Merkel wieder auferstanden. Merkels Umgang mit dem Fall Thilo Sarrazin kann dabei als Sündenfall gesehen werden: Die Auseinandersetzung mit seinen Gedanken wurde durch einen Angriff auf seine Person ersetzt. Er verlor seine Arbeitsstelle bei der Bundesbank. So sind die Stasi-Methoden: Ein Kritiker soll kein normales Berufsleben mehr haben können, er wird zur Unperson.

Die vielen inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi waren damals genauso wenig qualifiziert, ihre folgenschweren Beurteilungen abzugeben, wie es die unterbezahlten Zuarbeiter sind, die heute im Dienste des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes massenhaft Löschungen vornehmen. Was für Kriterien sollen sie denn anlegen? Dieselben Kriterien, die schon bei der Stasi galten: Es gilt die Kontaktschuld. Wer hat wen getroffen? Wer hat mit wem gesprochen? Wer hatte mit wem Umgang? Die Feinde des Systems werden dabei in erster Linie als Bazillenträger gesehen, erst in zweiter Linie als Menschen. Sie gelten als ansteckend. Sie werden behandelt, als wären sie ein Virus.

Damit wird jedweder Zusammenhalt zersetzt, jedes Vertrauen untergraben. Misstrauen und Missgunst prägen die Stimmung. Es schlägt die Stunde der feigen Denunzianten, die keine Verantwortung übernehmen müssen für die Schäden, die ihre Beschuldigungen anrichten – Schäden bei den einzelnen Opfern, Schäden am gesellschaftlichen Klima. Wer die Stasi noch kennengelernt hat, hat in letzter Zeit immer wieder Aha-Erlebnisse. Wir haben neuerdings wieder, wie es Thilo Schneider geistreich genannt hat, eine Meinungsklima-Katastrophe.

Die Stasi ist nicht tot.  

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Die SED-Führung war stark daran interessiert, sich eine eigene Machtbasis zu schaffen, und drängte schon seit 1948 darauf, eine eigenständige Geheimpolizei einzurichten, um unliebsame Personen zu verhaften und von Strafgerichten wegen angeblicher Spionage oder Sabotage zu langjährigen Haftstrafen, in vielen Fällen auch zum Tode verurteilen zu lassen.“ …

Da sich die Stasi-Methoden – m. E. zumindest besonders seit Merkel - auch im vereinten Deutschland etablierten und mit dem EU-Reformvertrag die Todesstrafe natürlich(?) auch in Deutschland wieder möglich wurde http://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/nc/aktuelles/nachrichten/details/article/eu-todesstrafe-in-europa-auf-grundlage-des-reformvertrages-wieder-moeglich.html:

Sollte sie – nach Absetzung der im Moment noch aktuellen Bundesregierung – nicht auch entsprechend einsetzen???

Gravatar: harald44

Dazu fällt mir der "Fall Jenninger" ein - er starb kürzlich - , mit dem das Abgleiten der CDU von einer bürgerlichen Partei in eine Linkspartei begann. Wenn eine Partei ihren eigenen Parteigenossen fallenläßt wie eine heiße Kartoffel, obwohl dieser sachlich nichts falsches gesagt hatte, und das nur, weil er von den damaligen Linksparteien angegriffen wurde, dann beweist diese Partei, die damalige CDU also, daß sie kein Rückgrat besaß und keinen Widerstandswillen mehr aufbrachte, um dem damals beginnenden Linkstrend energisch entgegenzutreten.
Und heute applaudiert dieselbe charkater- und konturenlose C-Partei einer exkommunistischen Parteichefin, die unser Deutschland zielbewußt und für alle offenkundig in den Abgrund führt.

Gravatar: Karl

"Die vielen inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi waren damals genauso wenig qualifiziert" >IM ERIKA< ( Merkel) ist deshalb bei uns Bundeskanzlerin und der Heiko Justizminister,,, noch Fragen??
eigentlich nur eine: wie verblödet sind wir denn um sowas zu wählen??

Gravatar: Werner

Mit Merkel und den ganzen etablierten Interessenverbänden, lebt die Stasi von Anfang an weiter. Das Ziel der Hochfinanz, deren Vasallen sie alle sind, will mit der Neuen Weltordnung den Weltkommunismus und die Vermischung und Versklavung der ganzen Menschheit.

Gravatar: karlheinz gampe

Stasis Erika und ihre Helfer aus CDU und linker SPD (Volksverräterpartei) verwandeln die einstige Demokratie in einen Stasistaat. Deshalb müssen die Antidemokraten aus CDU + SPD vor Gericht gestellt werden. Keine Freiheit für diese Feinde unserer Freiheit.

Gravatar: Thomas Rießler

Wenn Snowden nach Moskau flüchten muss und Sarrazin seinen Job verliert, dann hört sich das so an, als wären nur öffentlich bekannte Whistleblower von der neuen Stasi betroffen. Das Problem hat aber schon viel weitere Ausmaße angenommen, so dass auch schon Lieschen Müller von Verfolgung im Sinne von alten Stasi-Methoden betroffen sein kann. Die Amerikaner kennen dieses Phänomen schon länger unter dem Begriff Gang-Stalking. Bei uns äußert sich dies so, dass es eine große Gruppe von Menschen gibt, die organisiert andere ihnen unliebsame Menschen aller zivilen Rechte beraubt. Dazu gehört, dass sie ihre Opfer rund um die Uhr überwachen und abhören, ihnen überallhin folgen, ihre Post öffnen, regelmäßig in ihre Wohnungen eindringen, Sachbeschädigung betreiben und sie mit systematischem Rufmord aus der Gemeinschaft ausschließen. Es gibt inzwischen viele Bücher und Webseiten von Opfern, die beschreiben, wie sie sich nicht mehr frei bewegen können und ihre berufliche und soziale Existenz verlieren. Es gibt Schätzungen, dass etwa jeder Zehnte sich an solchen Gang-Stalking-Methoden beteiligt, indem sie z.B. das Opfer bespitzeln oder sich mit kleinen, unauffälligen Aktionen am Mobben der Opfer beteiligen. Es ist lange überfällig, dass wir hier in Deutschland dieses Phänomen thematisieren und öffentlich brandmarken. Öffentliche Briefe an die liebe Frau Bundeskanzlerin, in denen Missstände angeprangert werden, sind unangemessen. Ein Rechtsstaat, der nicht nur auf dem Papier so heißen will, kann nicht tolerieren, dass bürgerliche Freiheiten und die Sicherheit Einzelner einfach so von kriminellen Gruppen ausgehebelt werden. Es handelt sich hierbei um Verbrechen, die im Stillen begangen werden und den Tod des Opfers zum Ziel haben.

Gravatar: ernst

Noch heute brüstet sich der Sozialismus, eine Ideologie der Freiheit und Menschenrechte zu sein. Und in dieser verlogenen Selbstdarstellung hat er es geschafft, nach seinem scheinbaren Ende 1990 erneut die Macht an sich zu reißen.

Die Berliner Republik ist, dank der unermüdlichen Wühlarbeit der SED- und STASI, vor allem aber dank der nahezu kompletten Unterwanderung der Medien und Parteien durch Sozialisten, und rote Nazis der Nachfolgestaat der DDR geworden.

Der Aufruhr der DDR-Arbeiter gegen ihr Regime war die zweite große Erhebung des deutschen Volkes gegen blutsaugende Machthaber nach den Bauernkriegen 1524-26.
Die Gründe, die am 17. Juni 1953 zum Aufstand der Arbeiter der DDR gegen die Regierenden führten, waren prinzipiell dieselben wie jene, die 1524-26 zum deutschen Bauernkrieg führten. Beiden Fällen ging eine wiederholte und untragbare Erhöhung der Arbeitsleistung der DDR-Arbeiter bzw. die Abgabenlast der Bauern 1524 voraus.
Während Thomas Münzer, einer der Anführer des Bauernkriegs und ein "Held der DDR", von der SED und in den DDR-Schulen als einer der ersten revolutionären deutschen Arbeiter- und Bauernführer vergöttert wurde wegen seines Widerstands gegen die gnadenlose Ausbeutung der Bauern durch den Feudalismus - war die Politik der DDR, was die Ausbeutung ihrer eigenen Bevölkerung anbetraf, nicht wesenhaft von jener der spätmittelalterlichen Feudalstaaten unterschiedlich.
"Die Bauern trugen die Hauptlast zur Aufrechterhaltung der Feudalgesellschaft: Fürsten, Adel, Beamte, Patrizier und der Klerus lebten von deren Arbeitskraft, und da die Zahl der Nutznießer immer weiter anstieg, stiegen auch die Abgaben, die die Bauern zu leisten hatten.
Neben dem Großzehnt und dem Kleinzehnt auf die meisten ihrer erwirtschafteten Einkünfte und Erträge zahlten sie Steuern, Zölle und Zinsen und waren häufig ihren Grundherren zu Fron- und Spanndiensten verpflichtet.
Wer sagt Geschichte wiederholt sich nicht, ist wohl im Irrtum.
Die gleichen Zustände sind heute im BRD-Merkelstaat zu spüren.
Dank alter Seilschaften der damaligen Handlanger des DDR Regimes, Dank der klammheimlichen Zersetzung der Gesellschaft, Dank der Okupation des alten Stasikadars in den Medien und Presse, sind diese Individien wieder dabei ihr kriminelles Dasein auf Kosten des deutschen Volkes in vollen Zügen zu geniesen.
Unter dem Deckmantel der verlogenen erwähnten "westlichen Werte"wird das Volk ein weiteres mal ausgebeutet, drangsaliert, beschimpft und gegeiselt.
Diesmal versucht man endgültig einen Sklavenstaat zu errichten, wo der Arbeiter dem neuen selbsternannten Adel willig zu Füßen liegt........".gerade schlau genug um zu arbeiten, aber zu dumm um zu begreifen".

Gravatar: Harald Fischer

Etwa 1976 erließ die Zone ein Gesetz, wer Ansichten verbreitet, die das Ansehen der drei hässlichen Buchstaben schädigen, kann dafür bestraft werden, genauer, wird dafür bestraft. Mich interessierte es nicht, meine Ausreise hatte ich gerade beantragt. Ein Bekannter, Architekt, sagte zu mir : Das bedeutet, wenn man z.B. einen Text aus dem ND, der einige Jahre zurückliegt und den heutigen Ansichten des ND widerspricht, veröffentlicht, schädigt man das Ansehen der drei hässlichen Buchstaben und kann dafür belangt werden.
Eine Schauspielerin, Name müsste ich erst nachsehen,
veröffentlichte etwa 2015 einen Satz aus dem Wahlprogramm der ehemaligen Havemann-Bespitzlerin, weit hat sie es gebracht, aus dem Jahre 2002 oder 3 und wurde danach verleumdet, ihr Wikipedia-Eintrag nur noch als Diffamierung gebraucht und natürlich Berufsverbot. Es gab mal den schönen Satz : Was ist der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Volksdemokratie ? Wie Jacke und Zwangsjacke.
Wenn man einen Satz aus einem offiziellen Dokument der Kanzlerin veröffentlicht, der ihren heutigen Äußerungen widerspricht, das ist Volksdemokratie.
Die Zone hieß im Westen viele Jahre : Die " sogenannte " DDR. Die drei hässlichen Buchstaben sind sang- und klanglos verschwunden, nur das wesentlich zähere Wort " sogenannte " hat sich erhalten, im " sogenannten " Rechtsstaat.

Gravatar: Anne R.

Eindrückklich zeigte die TV-Serie "Weissensee" vor ein paar Jahren die Zersetzungspolitik der Stasi.
Erschütternd! Eine deutsche Produktion, überraschend gut. Allerbester Geschichtsunterricht besonders für die jüngere Generation. Alle 3 Staffeln der Serie gibt es auf 6 DVD's, ich sah sie mir kürzlich an und werde sie unsern Kindern weitergeben.

Gravatar: Anton

Die Stasi ist nicht tot und lebt weiter wie ein Bazillus, der lange auf bessere Lebensbedingungen gewartet hat. Der Bazillus ist IM Erika der unser schönes Deutschland infiziert hat mit dem Sozialismus, der vorher schon den anderen sozialistischen deutschen Arbeiter und Bauernstaat genannt DDR in die Pleite geführt hat und aus dem die Menschen unter Todesgefahren in unseren goldenen Westen flüchteten. Diese Infektion mit den Virussen Sozialismus, Multikulti, Feminismus und dem gefährlichsten Virus Islamismus hat seine ungeheuere Verbreitung optimalen Lebensverhältnissen dafür in unserer BRD gefunden. Leider haben wir zu viele Jahre diese gefährliche Bedrohung nicht wahr genommen, da die Symptome durch unsere hohe Lebensqualität(bedingt durch Schröders Agenda 2010 als Voraussetzung) kaum wahr genommen wurden und eine unfähige Politiker-Clique sich ein unvorstellbares luxuriöses Leben dadurch machen konnte und keinerlei Interesse hatte, diese Symptome zu bekämpfen. So konnten sich diese Merkel-Viren ungeheuer ausbreiten wie Aids in Afrika und sind jetzt als Seuche, Islamismus mit Mord und Totschlag an den Menschen, die schon vorher da waren, Rechtslosigkeit, Altersarmut, Wohnungsnot und einer Währungsreform 2:1 von DM zu Euro in unsere Bevölkerung praktisch untherabierbar (nicht behandelbar) eingedrungen. Jede Art von Gegenmittel gegen diese Epedemie wurde von der inzwischen gut organisierten neuen DDR 2 verhindert, im Einklang den weitgehend schon vorher befallenen Staaten der EU oder sie sind bereits völlig resistent gegen bisherige Medikamente.Erst wenn die SWeuche noch großere Schäden am Volk verursacht wird das Volk erwachen und die dafür Verantwortlichen verjagen und bestrafen.

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