Staatsbürgerschaft entziehen, Einreiseverbot verhängen

Die schwedische »Alternative«:

Der schwedischen rot-grünen Landesregierung weht ob ihrer jüngsten Initiative, ehemalige IS-Kämpfer zu integrieren, ein kalter Wind entgegen. Die »Sverigedemokaterna« stellen gegenläufige Forderungen auf.

Quelle: sd.se
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Schweden hat durch die Migrantenkrise schon lange seine Unschuld verloren. Es ist nicht mehr das Land von Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf und den Kindern von Büllerbü. Längst ist es in der Außenwahrnehmung zu einem Land mutiert, in dem jugendliche Migranten marodierend durch die Straßen ziehen und sich Gefechte mit den Sicherheitskräften leisten. Es ist das Land, in dem die Vergewaltigungsrate eine exponentielle Steigerungsrate erfahren hat. Und es ist das Land, in dem Migranten über Stunden vor einer laufenden Kamera eine Frau vergewaltigen und diese Szenen live ins Netz übertragen. Diese Entwicklung »verdankt« das Land einer rot-grünen Regierung, deren Mitglieder von Tag zu Tag mit immer kruderen Vorschlägen aufwarten.

Doch dieser Regierung bläst mehr und mehr ein eiskalter Wind entgegen. Die Regierungsparteien, insbesondere die »Miljöpartiet (MP) « - entspricht den deutschen Grünen - steht vor dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Bei der jüngsten Umfrage des Meinungsumfrageinstitutes »Yougov« hinsichtlich der Stimmenvergabe bei der Reichtstagswahl 2018 erreicht die MP nur noch einen Anteil von 3,9 Prozent. Die schwedischen Sozialdemokraten fallen von über 31 Prozent bei der Wahl 2014 auf aktuell 23,5 Prozent - und fallen damit auf Rang zwei hinter die »Sverigedemokraterna (SD)« zurück, für die sich 23,9 Prozent der Befragten aussprechen.

Die SD spiegelt in Schweden in vielen Belangen das wider, was die AfD in Deutschland darstellt. Sie ist unbequem, echt und mutig. Den Vorschlag der schwedischen MP-Ministerin Alice Bah Kuhnke, zurückkehrende IS-Terroristen zu integrieren, kontern die SD mit einem eigenen Vorschlag. Schweden, die das Land verlassen haben, um für das Terrornetzwerk IS/DAESH zu kämpfen, solle die schwedische Staatsbürgerschaft entzogen und ein Einreiseverbot gegen sie verhängt werden.

Das sagt der Fraktionsvorsitzende der SD im schwedischen Reichstag, Mattias Karlsson. Nachzulesen auf der Facebookseite der SD oder bei »friatider.se«.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Lurch Molch

Ich bin für ein Verbot der Krötenwanderung. Die schwanzlosen Lurche sollten endlich einen festen Wohnsitz anmelden. Außerdem bin ich für ein Quackverbot für Frösche.

Gravatar: Mittelradikal

Danke »Sverigedemokraterna (SD)« Diese offenbar geisteskranke, Bah, oder so ähnlich, sollte sich auf Zurechnungsfähigkeit untersuchen lassen !!!

Gravatar: Schwedischer Patriot

Sorry, da liegt Die Freie Welt aber gehoerig falsch. Die Schwedendemokraten sind keinesfalls die Alternative, fuer die sie im Ausland gehalten werden. Die Partei ist ueber lange Jahre immer weiter nach links gerueckt und vertritt heute ein Konzept des "Offenen Schwedentums" - jeder soll Schwede werden koennen, wenn er nur eine vage formulierten Wertekanon anerkennt. Dementsprechend wird die Partei von einer Handvoll Fuehrungspersonen um den Fraktionsvorsitzenden Mattias Karlsson sehr stark von oben gesteuert . Der Vorsitzende Jimmie Akesson ist in Wirklichkeit nur eine Galeonsfigur. Man definiert den eigenen, ziemlich linken Standpunkt als den rechtesten, der bei den Schwedendemokraten gerade noch erlaubt ist und schliesst ruecksichtslos und umgehend jeden aus, der auch nur einen Deut patriotischere oder konservativere Positionen vertritt. Juengst erwischte es eine Reichtagsabgeordnete, die die Eigentuemerkonzentration bei den selbstverstaendlich vorwiegend linksradikalen schwedischen Hauptstrommedien thematisierte. Schwuppsdiwupps war sie aus der Partei ausgeschlossen und sitzt jetzt als Unabhaengige im Reichtstag. Trauriger Hoehepunkt des Ausschlussunwesens war der Rauswurf des gesamten (!), mehrere tausend Mitglieder starken Jugendverbandes Schwedendemokratische Jugend (SDU) nach der letzten Reichstagswahl. Den Schwedendemokraten haftet seit jeher ein antiintellektueller, kleinbuergerlicher Mief an, waehrend die Jungendorganisation mit einigen gebildeten, charismatischen Nachwuchspolitikern aufwartete, und insgesamt ein intellektuelleres und aktiveres Gegengewicht zur Mutterpartei mit ihrer groesstenteils passiven Mitgliederschaft stellte. Das war fuer Mattias Karlsson, einem ehemaligen Skinhead, der heute im Dreiteiler rumlaeuft und sich als sozialkonservativ bezeichnet, zu viel. Erst wurden die Fuehrungsfiguren der Schwedendemokratischen Jugend unter teils unwuerdigen Umstaenden rausgeworfen, dann der ganze Rest. Die Organisation besteht jedoch weiter und laut Medienberichten wollen Teile zur naechsten Europa- und Reichtsagswahl eine neue Partei bilden. Die SDU-Vorsitzende Jessica Ohlsson, eine junge Rechtsanwaeltin, und ihr Vorgaenger Gustav Kasselstrand sollten dabei ganz vorne mitspielen. Solche Politiker sind es, die wenn ueberhaupt eine Alternative fuer Schweden darstellen.

Die Schwedendemokraten sind ein Musterbeispiel einer kuckservativen kontrollierten Opposition. Dass sie in den Medien und gesellschaftsweit ungebrochen angefeindet werden, gehoert dabei zum Spiel. Die Parteifuehrung spielt es mit und macht es sich dabei auf ihren wohldotierten Partei- und Reichtstagsposten bequem. Das Tragische dabei ist zum einen, dass den einfachen Mitgliedern trotzdem sehr viel Mut dafuer zu attestieren ist, dass sie bei den Schwedendemokraten sind, denn das ist im heutigen Schweden mit vielen Nachteilen bis hin zu Risiken fuer Leib und Leben verbunden. Das andere Tragische ist, dass die Schwedendemokraten bei der Bevoelkerung als Alternative wahrgenommen werden und dass man im Ausland dieser Theatervorstellung ebenfalls aufsitzt. Die schwedische Bevoelkerung fuehlt sich trotz der apokalyptischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte immer noch tief dem schwedischen Staatsmythos und den schwedischen Institutionen verbunden auch wenn beides nur noch leere Huellen sind. So ist es das Aeusserste an Opposition, das der Schwede sich abringen kann, den Schwedendemokraten seine Stimme zu geben, auch wenn er dann weiterhin verraten und verkauft ist. Dazu sei auch erwaehnt,
dass immer noch ca. sechs Millionen Schweden Steuer an die schwedische Kirche entrichten, einfach weil das ein Teil ihrer Identitaet ist. Dass sich die Kirchenhierarchie durch und durch linksgruen versypht darstellt, wird dabei ausgeblendet.

Die Schweden sind seit jeher geographisch isoliert gewesen und konnten sich jahrhundertelang den Luxus erlauben, in den umliegenden Regionen auf kriegerische Abenteuer zu gehen, ohne dabei selber jemals einer richtigen Invasion ausgesetzt gewesen zu sein. (Die daenische Fremdherrschaft war mehr dynastischer Natur und zahlt dabei nicht. Einige begrenzte russische Aktionen im 18. Jahrhundert laengs der Kueste noerdlich von Stockholm zaehlen ebenfalls nicht.) Das hat eine einerseits zur Selbstueberschaetzung neigende, andererseits dem Fremden gegenueber sehr aufgeschlossene und zutrauliche Mentalitaet hervorgebracht. So ist es unglaublich aber wahr, aber der einfache Schwede kann es sich tendenziell tatsaechlich nicht vorstellen, dass im irgendjemand in der Welt etwas Boeses will. Der nun statfindenden Invasion aus der dritten Welt ist dieser Menschenschlag hilflos ausgeliefert, wenn auch noch seine Institutionen, so wie es sich darstellt, globalistisch unterwandert und zersetzt sind.

Gravatar: RisingEuropeAgain

@Schwedischer Patriot:
Vielen Dank für diese aufschlussreichen Worte! - Sehr interessant.
Wenn man das so liest, kann man als AfD-Unterstützer nur hoffen/eindringlich einfordern, dass die AfD nicht einen ähnlichen Weg gehen wird, wie die SD es offenbar getan hat! (Die Gefahr scheint mir gegeben, denn vieles, was zu lesen war, ließe sich praktisch 1:1 auf Deutschland übertragen!...)

Auch sollte sich die AfD(-Bundesspitze) hüten -wo man momentan aus Medien wie JF u. Compact aber auch Welt darüber schlaglichtartig erfährt- sich im Jahr 2017 aufzuspalten.... quasi analog zur SPD in der Weimarer Republik in "U-SPD, M-SPD, SPD" u.Ä.!... - Bei so vielen "Geschichtsstudierten", die in der AfD hohe Ämter haben, sollte ja wohl bekannt sein, was der SPD damals ihre Aufsplitterung eingebracht hat!?! ;) - V.a. an Frau Petry und Herrn Pretzell geht noch meine Warnung, im Zuge der o.g. internen Querelen, bloß nicht zu versuchen, die AfD in ein "Familien-Business" transformieren zu wollen, dass man dann Königspaar-gleich von oben steuert. - Diese Befürchtung muss man nämlich auch haben, wenn man bei Hr. Pretzells Aussagen über die Ausrichtung der Partei zwischen den Zeilen liest.... - Und wenn man bedenkt, dass er sich auch aus nächster Nähe mit dem Front Nationale beschäftigt. Wobei man nicht glauben sollte, dass so ein "Glück" wie beim FN-Familien-Business (trotz dem elektra-artigen Entmachten des eigenen Vaters bleibt die Partei zusammen und es geht sogar aufwärts mit den %) sich nochmals irgendwo in der Welt wiederholt! - Peace, and out! ;)

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