Streit um Verantwortung für den islamistischen Terror

»Die Linke« zerlegt sich

In der Debatte um die Verantwortung für den in Deutschland eingezogenen islamistisch motivierten Terror zerlegt sich »Die Linke« gerade. Parteichef Riexinger pfeift Wagenknecht zurück.

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Sahra Wagenknecht, die Spitzenkandidatin der Linken für die im Herbst stattfindende Bundestagswahl, hatte vor wenigen Tagen schwere Vorwürfe unter anderem für den Terroranschlag in Berlin in Richtung Merkel erhoben. Sie, Merkel, habe eine Mitverantwortung für den Berliner Terroranschlag. Ohne die von Merkel zu verantwortende »unkontrollierte Grenzöffnung« wäre es zu einem solchen Anschlag vermutlich nicht gekommen.

Für diese klaren Worte wurde Wagenknecht nun von Parteichef Riexinger öffentlich gerügt und angezählt. Wie »n-tv« berichtet, habe Riexinger sich von den Äußerungen seiner Spitzenkandidatin distanziert: »Wir haben eine klare Programmatik - wir kritisieren Frau Merkel nicht dafür, dass sie die Grenzen nicht geschlossen hat oder gar Auffanglager oder ähnliche Dinge eingeführt hat.« Diese Vorgabe gelte auch für Wagenknecht.

Für diese Rüge erhält nun jedoch der Parteichef Feuer aus den eigenen Reihen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sabine Zimmermann unterstellt ihrem Chef Bösartigkeit und spricht von einem Rekordwert an »politischer Dummheit« bei Riexinger. Man beschädige schließlich nicht »sein bestes Pferd im Stall«.

Und auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Hänsel sowie die die Landesvorsitzende der Linken im Saarland, Astrid Schramm, verurteilen die verbale Attacke auf Wagenknecht. Es sei besonders dumm, die bekannteste Politikerin der Partei aus den eigenen Reihen zu beschädigen. Zudem mache es keinen guten Eindruck, wenn sich »die Parteivorsitzenden der Linken mit der Entscheidung zur Spitzenkandidatur nicht abfinden wollen.«

Diese zerstrittene »Partei« steht momentan unter anderem in Berlin in der Regierungsverantwortung und macht sich Hoffnungen darauf, nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 auch auf Bundesebene an der Regierung beteiligt zu werden.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Klimax

Der Fankult um die Kommunistin Wagenknecht bei Konservativen reißt nicht ab. Man muß sich fragen, ob es in Deutschland besser würde, wenn das Pendel nach rechts ausschlüge.

Gravatar: P.Feldmann

1.Wagenknecht als "bestes Pferd" zu bezeichnen ist doch wohl Equinophob! Oder?
2. Wagenknecht ist eine der wenigen PolitikerINNEN (neben v.Storch und Petry und Weidel), der man zuhören kann, ohne den eigenen Intellekt mit der Peitsche zum Schweigen bringen zu müssen! Sie ist jemand, der politische Prozesse zum Ende denkt, also Linien auszieht , und nicht nur Klientelpolitik macht!
3.Man hat das Gefühl, daß so etwas bei den Linken unerwünscht ist. Also, ein "unabhängiger klarer Verstand".

Gravatar: M.B.H.

Das zeigt doch nur, dass die Linke genauso unfähig und untragbar ist wie die Grünen.
Wenn ein Politiker/in mal vielleicht im eigenen Leben nachdenkt und auch den eigenen Standpunkt an das reale Leben anpasst und sich äußert, wird sie zurückgepfiffen und nieder gemacht von Presse und Parteikonkurenten.
Wenn die Wagenknecht es ernst meint was sie sagt, wechselt sie die Partei und leistet ihren Betrag am anderen Ufer. Wenn nicht hat sie es nicht besser verdient, denn dann glaubt sie selbst nicht was sie sagt und will auch nur Macht um jeden Preis.

Gravatar: ropow

Da muss Wagenknecht aber besonders aufpassen nur ja nicht zu stolpern und sich ein Bein zu brechen.

Die Linke würde nach der Einstufung von Wagenknecht als Nutzpferd durch Sabine Zimmermann wohl nicht zögern, in diesem Fall auch ihr „bestes Pferd im Stall“ einzuschläfern, bevor ein wirtschaftlicher Totalschaden für die Partei entsteht.

Gravatar: Werner Olles

Riexinger einen "Rekordwert an politischer Dummheit" zu unterstellen ist noch stark untertrieben. Wie eine solche Witzfigur überhaupt Parteichef werden kann ist ein Rätsel. Er kann Frau Wagenknecht oder Lafontaine intellektuell nicht das Wasser reichen und gehört mit Bartsch und Kipping zu jenen Politikern, die aus der Linken eine "Quasselpartei" machen, die man nicht mehr ernst nehmen kann. Begriffen hat dieser Mann im Gegensatz zu Wagenknecht überhaupt nichts, selbst der gerissene Gysi verzweifelt schier an Typen wie Riexinger und Kipping. Man kann es ihm nachfühlen.

Gravatar: Erbschuldiger

@ Klimax
Mit Fankult für S. Wagenknecht hat das nichts zu tun, wohl eher mit der Anerkennung mutiger Vernunft und wissenschaftlicher Redlichkeit in einem ideologisch eifernden Umfeld. Die Interessen und Ziele ihrer Partei im Fahrwasser der absurderweise " Mutti " genannten kinderlosen Pfarrerstochter divergieren naturgemäß mit der wissensgestützten und aufrechten Haltung einer Sahra Wagenknecht. Ich bin nicht borniert genug, um diese Kommunistin ( ? ) in Bausch und Bogen abzulehnen, obwohl ich keineswegs allen Facetten ihrer Persönlichkeit zustimme. Sie ist aber zweifellos eine Stimme der Vernunft im hysterischen Gekreisch der ideologiebestimmten, aber intellektuell dürftig ausgestatteten Karriereweiber von vornehmlich Grün bis Rot und Schwarz. Ohne ideologische Scheuklappen muß es in Merkels Reich darum gehen, dem irren Treiben der herrschenden politischen Versager eine vernunftbestimmte politische Kraft entgegen zu stellen, die das Gemeinsame betont und die Zerlegungsbestrebungen der diffamierenden Ochlokraten, ihrer Journaille und der Maasi ins Leere laufen läßt. Die AfD sieht sich als Partei der Vernunft - gut so - es gibt noch einige ehrliche und kluge Köpfe in den Systemparteien, und dazu zähle ich auch die "Linke ", um die es sich im Interesse unserer Heimat und ihrer angestammten Bewohner zu bemühen lohnt.

Gravatar: Thwellert

Dieser Riexinger ist ein absoluter Unsympath, auch ohne den Faupas gegen Wagenknecht.

Ich kann nicht erkennen, WAS die Linken an dem so gut finden, das er schon so lange der Parteichef ist. Ich kann ihn mir so gut als Stasi-Offizier vorstellen. Dabei ist er Westdeutscher.

Auch ist seine Argumentation, egal wann er in ein Mikrofon beißt, nicht von dieser Welt.
Aber das ist offensichtlich sowieso das Problem bei der Partei DIE LINKEN. Außer bei Wagenknecht. Die ist das weiße Schaf in einer Herde von schwarzen Schafen.

Dennoch würde ich nicht sagen, das sie zur AfD wechseln sollte. Das wird sie ohnehin nicht tun.
Ich denke eher, es dürfte noch einmal zu einem Machtkampf innerhalb der Linken kommen, noch vor der BTW. Und das bedeutet für Wagenknecht nur: Tot oder Leutnant. Schwer vorherzusagen, wie das ausgehen wird.
Aber eines ist klar. Wenn die Linke sich zerlegt, profitiert wer davon?????? RICHTIG! Die AfD!

Gravatar: Reiner Schöne

Ob Wagenknecht oder andere kleine Größen, nicht vergessen es sind immer noch Linke, und die können Lügen. Also man sollte aufhören eine Frau Wagenknecht in den Himmel zu heben, unterm Strich ist sie nicht anders, denn es stehen Wahlen an. Linker Populismus

Gravatar: M.B.H.

@Thwellert
absolut richtig. Hoffentlich zerlegen sie sich alle.
Populismus der Altparteien.
Wähler helft mit: diese Schwerlast aus den Parlamenten
zu katapultieren.

Gravatar: Matthias Kaufmann

@P.Feldmann

"equinophob"? Dann doch lieber "hippophob", das ist nichst so hybrid. Aber ich kann nicht erkennen, warum die rote Sahra "das beste Pferd im Stall" zu nennen hippophob wäre. Fragen wir mal den Oskar...

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