Verteidigungspolitischer Sprecher der AfD:

»Die Bundeswehr ist in weiten Teilen nicht einsatzbereit!«

Das Drama um die nicht vorhandene Einsatzfähigkeit der Bundeswehr nimmt kein Ende. Hubschrauber und Flugzeuge bleiben am Boden, Schiffe können nicht auslaufen, für Panzer fehlt es an Ersatzteilen und Gewehrläufe werden viel zu schnell zu heiß.

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Im Zuge der Münchener Sicherheitskonferenz (MSC) wurde einmal mehr deutlich, dass die Bundeswehr keine der vertraglich vereinbarten Ziele erfüllen kann respektive wird. Es fehlt an allen Ecken und Kanten. Wieder wurde ein neuer Höhepunkt an Peinlichkeiten erreicht: Anfagn 2019 sollte die Bundeswehr die Führung der schnellen Eingreiftruppe (VJTF) der NATO übernehmen. Allein, es fehlt an einsatzfähigen Kampfpanzern für diese Aufgabe. Der für diese Aufgabe vorgesehenen Panzerlehrbrigade 9 in Munster stehen derzeit nur neun(!!) von 44 vorgesehenen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 zur Verfügung.

Während Politiker der Altparteien um das Thema noch herumlavieren und Ministerin von der Leyen sich selbst offenbar ein Schweigegelübde auferlegt hat - von ihr ist zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr respektive der nicht vorhandenen Einsatzbereitschaft seit Wochen nichts zu hören - reden Politiker der Opposition Klartext.

Rüdiger Lucassen, verteidigungspolitischer Sprecher der AfD, war selbst 34 Jahre im Dienst der Bundeswehr. Er sagt gegenüber der »Welt«: »Vor 30 Jahren hätte ein solcher Zustand eine Sondersitzung des Bundestages zur Folge gehabt. Heute hingegen scheint sich daran weder in der Bundesregierung noch in den Reihen der Regierungsparteien jemand ernsthaft zu stören.«

Lucassen fordert neben einer Erhöhung des Wehretats, um die entstandenen Defizite aufzuarbeiten, die Schaffung eines Wehrberichtes, der die erforderlichen Maßnahmen aufzeige, um eine Bereitschaft von mindestens 80 Prozent der Sollstärke zu erreichen.

Die FDP in Person der verteidigungspolitische Sprecherin Marie-Agnes Strack-Zimmermann springt hier Lucassen zur Seite. Auch sie fordert eine deutliche Erhöhung der Investitionen und eine Priorisierung der Ausgaben für Materialmodernisierung.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner

Die Merkel- Regierung lässt die Bundeswehr absichtlich verkommen. Jeder Trottel weiß warum, nur die dumme deutsche Masse nicht.

Gravatar: Candide

Endlich ein Erfolg der Friedensbewegung. BW nicht einsatzfähig? Bleibt zu hoffen, daß sie nicht trotzdem eingesetzt wird, als Kanonenfutter für Kriegsspiele der NATO.

Gravatar: Gerstenmeyer

Die Allgemeine Wehrpflicht muß wieder her. Zwei Jahre Dienst für alle Männer ab 18 beim Barras in einer stets einsatz- und kampfbereiten Truppe haben noch nie geschadet!
Dazu brauchen wir aber eine Armee, die den Namen Armee auch verdient. Keine Folkloretruppe, wie die Bundeswehr.
Zu einer echten Armee gehören Drill, bedingungsloser Gehorsam und, ja ich weiß, das mögen nicht viele, die Entlassungskandidaten (EKs). Aber gerade das Stubenregiment der EKs macht eine Armee zu einer richtigen Armee. Da wird nicht aufgemuckt.

Gravatar: Karl

HAHA und unsere Flinten-Uschi plant schon wieder Nato-Kommandos, weiteren Einsatz der Bundeswehr im Irak, und mietet für richtig viel Geld Kampfdrohnen in Israel ( weil unsere vom Himmel fallen??? )
naja,, hauptsache die Frisur hält!! im Wüstenklima bei den Besuchen zur Volksbelustigung,,,

Gravatar: Theresia Wiry

Ein Land, das seine Grenzen nicht schützt,
nicht in der Lage ist potentielle Angriffe durch eine funktionierende Bundeswehr zunächst abzuschrecken und im Ernstfall abzuwehren,
im Inneren für den Schutz und die Sicherheit seiner Staatsbürger sorgen kann,
wird untergehen !
Man/frau möge sich einen Streifzug durch die Geschichte "antun". Sie wiederholt sich mit Variationen.

Gravatar: Unmensch

Solange die Gefahr besteht dass eher auf Deutsche als auf andere geschossen wird, ist es besser wenn sie garnicht erst schiessen können.

Gravatar: D.Eppendorfer

Es reicht doch, wenn unsere neue Söldnerarmee global wenigstens nur recht wenig schmutzigen Kriegsschaden anrichten kann, denn oberste Verteidigungspriorität hat doch sowieso, dass die blonde Helmfrisur unserer Oberbefehlshaberin in jedem extremen Weltklima perfekt sitzt.

Ach ja, dank schwangerengerecht aufgerüsteten neuem Schützenpanzer Puma (oder war's der Schürzenpanzer Muschi?) können nun auch alle trächtigen Quotenfrauen bis kurz vor ihrer Niederkunft den muddiländischen Frontdienst erfüllen.

Man sieht, es geht aufwärts in Buntland ... nur bei der rosa Friedens-Tarnfarbe gibt es leider noch Lieferengpässe.

Aber auch das werden wir schwarmintelligenten Weltmeister aller grenzenlosen Hilfsschulklassen schaffen. Darum lautet jeder Tagesbefehl schlicht und präzise: Weiter so!

Wir wollen nach 70 Jahren Stillhaltezwangsjacke schließlich auch wieder militärisch ganz weit vorne wild tanzend dabei sein. Notfalls auch ohne Ausrüstung. Echte Weltrettungs-Helden brauchen solchen Hasenfuß-Mumpitz nämlich nicht!

Gravatar: Ercan Aslan

Läuft da etwas quer... in unserem Bundesheer?
Wen ruft ihr an?
Flintenuschiii!
Schießt der Panzer nicht und das Gewehr zerbricht?
Wen ruft ihr an?
Flintenuschiii!
Vor Feinden hamm' wir keine Angst...
Vor Feinden hamm' wir keine Angst!
Bleibt das Kanonenrohr leer, bei der Bundeswehr?
Wen ruft ihr an?
Flintenuschiii!
Läuft das Schiff nicht aus und der Jet stürzt ab...
Wen ruft ihr an?
Flintenuschiii!
Vor Feinden hamm' wir keine Angst...
(Ich hör, sie mögen dich!)
Vor Feinden hamm' wir keine Angst!
Yeah Yeah Yeah Yeah!
:-D *SCNR!*

Songtext frei nach Pay Rarker, sen.!

Gravatar: Dirk S

Zitat:"Vor 30 Jahren hätte ein solcher Zustand eine Sondersitzung des Bundestages zur Folge gehabt."

Das stimmt zwar, aber schon 1988 wäre nach der Debatte nicht mehr viel passiert. Der Untergang der BW begann schon unter Kohl, so langsam 1986 / 87 mit der Herrschaft von Gorbatschow in der UDSSR. Man setzte auf Entspannung und Abrüstung und ganz speziell in DE auf Kosteneinsparung bei der BW. Nach der Vereinigung begann endgültig der Abstieg der BW von einem Pfund der NATO zu einem Grain, das keiner haben will. Wobei, den eigentlichen Todesstoß hat Rot-Grün der BW versetzt, militärische Aufgaben einer Berufsarmee, Verwaltung und Ausstattung einer Wehrpflichtarmee und die Finanzmittel einer Miliz. So ziemlich das einzige, was die Regierungen Merkel der BW neben der Fortführung des Niederganges noch zugefügt haben war, dass man den Niedergang als normal und nicht mehr erwähnenswert betracht.

Zitat:"Gewehrläufe werden viel zu schnell zu heiß"

Das wird auch bei x-ten Wiederholung nicht richtiger. Die Gewehrläufe des G36 werden genauso schnell oder langsam heiß, wie bei vergleichbaren Gewehren. Die BW aber will ihre Gewehre als Maschinengewehre einsetzen. Da glüht aber jeder Gewehrlauf.
Vielmehr ist es so, dass die Gewehre (und Pistolen) so ziemlich das einzige bei der BW sind, was noch funktioniert.

@ Gerstenmeyer

Zitat:"Zwei Jahre Dienst für alle Männer ab 18"

Warum nur für Männer? Wir haben in DE den Gleichheitsgrundsatz zwischen den Geschlechtern, also wenn Wehrpflicht, dann auch bitte für beide Geschlechter. Es gibt kein rationales Argument, warum Frauen da besser gestellt werden müssen.

Zitat:"haben noch nie geschadet!"

Doch. Als es in DE noch die Wehrpflicht gab, hatten Frauen in Studium und Beruf ein bis anderhalb Jahre Vorsprung. Den musste ein Gedienter erst mal aufholen. Dazu kommt noch das ausgefallene Gehalt. Ein Schaden ist den wehrpflichtigen Männern durch die Dienstableistung schon entstanden.

Schadensfreie Grüße,

Dirk S

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