Fast 13 Milliarden Euro für den EU-Haushalt

Deutschland mit Abstand größter Nettozahler der EU

Brüssel präsentierte eine Auflistung, was die einzelnen EU-Länder letztlich finanziell erbringen oder erhalten. An der Spitze der Nettozahler liegt wie erwartet Deutschland mit 13 Milliarden Euro. Größter Nettoempfänger ist Polen mit 7,1 Milliarden Euro.

Foto: Amio Cajander/ Wikimedia Commons/ CC BY-SA 2.0
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Brüssel, EU-Haushalt EU-Kommission, Europäische Union, Frankreich, Großbritannien, Günther Oettinger, Nettozahler, Polen
von

Deutschland bleibt mit Abstand der größte Nettozahler in der Europäischen Union. Nach Angaben der EU-Kommission zahlte die Bundesrepublik im vergangenen Jahr fast 13 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt ein, als es über diverse Töpfe zurückbekam.

Dahinter ist zweitgrößter Nettozahler Frankreich mit 8,2 Milliarden Euro, gefolgt von dem bald aus der EU ausscheidenden Großbritannien mit 5,6 Milliarden Euro. Weiteren Nettozahler sind Italien (2,3 Milliarden Euro), Niederlande (2,1 Milliarden Euro), Schweden (1,6 Milliarden Euro), Belgien (1,2 Milliarden Euro), Österreich (791 Millionen Euro), Dänemark (784 Millionen Euro) und Finnland (294 Millionen Euro).

Hingegen vorne bei den Nettoempfängern liegt weiter Polen, die rund 7,1 Milliarden Euro mehr aus dem EU-Haushalt erhielten, als es einzahlen musste. Es folgen dann bei den Empfängern Rumänien (6 Milliarden Euro), Griechenland (4,3 Milliarden Euro), Ungarn (3,6 Milliarden Euro) und Tschechien (3,3 Milliarden Euro).

Seit 2016 taucht sogar an letzter Stelle der Nettoempfänger Luxemburg mit 12 Millionen Euro Plus auf, während das Großherzogtum vorher immer auf der Liste der Nettozahler war.

Der EU-Haushalt finanziert sich überwiegend durch Beitragszahlungen. Diese orientieren sich an der Wirtschaftskraft der jeweiligen Mitgliedsstaaten. Ferner gibt es für Brüssel Einnahmen aus Zöllen und ein kleiner Anteil an der Mehrwertsteuer. Insgesamt gibt die EU jährlich 136,4 Milliarden Euro aus.

Derzeit führt die EU-Kommission eine Debatte wie man die finanzielle Lücke im Haushalt nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU schließt. Bisher ging man sogar von einer viel höheren Summe von 10 Milliarden Euro aus, die dann entstehen könnte.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) forderte die verbleibenden Nettozahler vor einiger Zeit auf, künftig mindestens 10 Milliarden Euro mehr als bisher einzuzahlen, um die Brexit-Folgen auszugleichen.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: karlheinz gampe

Ein riesiger Beamtenapparat (kranker Wasserkopp) hat sichgebildet. Es herrscht Selbstbedienungsmentalität unter den Politikern. Da werden den Parteikumpanen Pfründe (Pöstchen) zugeschanzt. Das Geld wird aus dem Fenster geworfen, denn es ist ja nicht ihr Geld so denken die Politiker. Von Strafverfolgung dieses kriminellen Tuns , keine Spur. Der Bürger wird mit hohen Steuern und immer neuen Abgaben belastet. Er ist allerdings so dumm, dass er die Altparteien, die ihn rupfen immer wieder wählt.
Merke:
Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber !

Gravatar: Stephan Achner

Man sollte einmal eine Übersicht erstellen, welche Euro-Milliarden im deutschen Bundeshaushalt noch für den deutschen Steuerzahler ausgegeben werden (also für Soziales, Bildung etc.) und welche nicht, sondern dafür nach Brüssel, nach Afrika, nach Palästina oder sonstwohin auf der Welt fließen oder in Deutschland für nicht-deutsche Staatsbürger verwendet werden, insbesondere für die ganzen Migrantenströme.

Sicherlich wird es dabei Abgrenzungsprobleme geben, aber eine Grob-Übersicht würde für eine politische Diskussion reichen, also z.B.: Vom deutschen Steuerzahler eingezahlte Steuermilliarden des Bundeshaushaltes werden nur zu xx% in Deutschland bzw. für den deutschen Steuerzahler verwendet.

Gravatar: Ede Wachsam

Wir wollen eine Volksabstimmung darüber, ob wir in der jetzigen EU, diesem Gebilde welches es so nie geben sollte, beilben wollen oder nicht. Die deutsche Mehrheit will es wahrscheinlich nicht und dann hätte sich das Thema ohnehin erledigt, denn ohne unser sauer verdientes Steuergeld können diese nicht gewählten "Kommissare" allein das Wort stinkt schon nach Kommunismus, nicht überleben.
Ich bin daher für den sofortigen Austritt aus diesem faschistoiden Gebilde, je schneller umso besser für uns.
Über ein neues Dach kann dann ohne dieses NWO Schmarotzer Pack neu verhandelt werden und zwar nur mit den Ländern Europas und nur mit demokratischen Methoden der Willensbildung.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Deutschland mit Abstand größter Nettozahler der EU“

Tatsächlich?

Monti noch anno 2013:

„Italien ist der größte Nettozahler“!

Weil sich Deutschlands Nettozahlungen seit Beginn der neunziger Jahre auf nur 170,6 Milliarden Euro - rund 45 Prozent der gesamten Nettobeiträge der zehn Nettozahler in diesem Zeitraum - belaufen?

„Dieser Anteil ist deutlich überproportional zur deutschen Wirtschaftsleistung, die im betrachteten Zeitraum zwischen einem Viertel und einem Fünftel des aggregierten Bruttoinlandsprodukts der EU-Mitglieder lag. Zählt man weitere Zahlungen hinzu, etwa Zolleinnahmen und andere Abgaben, die an Brüssel abgeführt werden, lag die Nettobelastung Deutschlands seit der Wiedervereinigung noch deutlich höher: bei über 200 Milliarden Euro.“ Um zu wissen, wie viel diese Summe heute real wert wäre, hat der emeritierte VWL-Professor Willeke die Zahlungen mit der Inflation hochgerechnet. „In heutigen Preisen belaufen sich die deutschen Nettobelastungen seit 1991 auf fast 250 Milliarden Euro.“ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nettozahler-deutschland-die-melkkuh-der-eu-12057983.html

Oder: Handelt es sich bei den angeblichen Nettozahlungen an die EU etwa nur zum Bruchteil um solche, wobei der Löwenanteil in einen Fond für Reparationszahlungen für die Schäden eingezahlt werden ´muss`, zu deren Vollstreckung unsere Väter und Großväter ´auf Befehl der Obrigkeit` ebenso gezwungen wurden wie die US- und Nato-Soldaten längst schon wieder???

Gravatar: Hans von Atzigen

Das ist noch massiev Schöngerechnet.
Der ganz grosse Brocken wird mit keiner Silbe erwähnt.
Das sind die Kapitalexporte der Deutschen Industrie und
Privatanleger.
Gibt es dafür Erhebungen Zahlen?
Soweit mir bekannt waren das zu DM Zeiten um die
100 Milliarden DM.
Seit EURO Zeiten möglicherweise noch deutlich höher.
Kapital das der Deutschen Volkswirtschaft nicht mehr, für Investitionen in die Produktion und so nebenbei auch für Steuern, zb. in die öffentliche Infrastruktur zur verfügung steht.

Gravatar: die Vernunft

zurück auf Los! Das Übel heißt, sich nicht zum Fehler des 1. und 2.griechischen Rettungspaket bekennen zu müssen. Meines Wissens nach hat Griechenland einmal 3 Milliarden Euro zurückgezahlt, was ist mit den 86 Milliarden vom 3. Rettungpaket? Dieses Steuergeld ging an die Banken, wir werden es nie wieder sehen!
Wir schütten weiter Geld in ein Faß ohne Boden, anstatt Geld in die Hand zu nehmen, und das Faß mit einem Deckel zu verschließen, selbst wenn es im Moment teurer wird. (humanitäre und medizinische Hilfe, Hilfe und Finanzierung einer Währungsunion)

Deutschland sollte in Europa auf die Führungsrolle verzichten, wenn das nur heißt, das jeder in unsere Taschen greifen darf! Man kann die Briten nur beneiden! Die EU ist unter Frau Merkel ihrer Hinterzimmerdiplomatie (Wirken von Lobbygruppen, Bestechung mit deutschen Steuermitteln) ein antidemokratisches Monster geworden. So kann es keinesfalls weitergehen!
Wir brauchen Volksentscheide! Die Völker müssen das Sagen bekommen. Die EZB muß durch die Länder gesteuert werden (Stimmrecht), die die Lasten tragen. Es muß sich an der Wirtschaftlichkeit orientiert werden.
Wohin führt die EU? Von deutschen Geldern baut man in Polen modernste Möbelwerke, die Schuld daran sind, das in Deutschland die Möbelindustrie stirbt. (siehe Sendung Plusminus) Es gibt kein Wachstum, es gibt nur Verdrängung in der EU. Es müssen Schuldenschnitte her, die nicht unsere Steuerzahler belasten, und ein totaler Neustart, z.B. bei eine Währungsunion. Dabei könnte ein Zuviel an fiktiven Kapital (EZB- Luftgeld) nicht oder ungünstiger umgetauscht werden.
Die Masseneinwanderung fremder Kulturen und die Einfuhr von deren Konflikte in unser Land muß beendet werden. Es muß, wie nach dem 2. Weltkrieg, mit Zuversicht und Verstand wieder aufwärts gehen!

Gravatar: Rolo

Deutschland, der größte Nettozahler in der EU? Wie kann das sein? Macht Euch mal schlau, auf der Rangliste der reichsten Nationen rangiert Deutschland auf Platz 18! Platz 2 belegt das kleine Luxemburg! Jeder kann sich darüber informieren einfach mal googeln! Super gemacht Herr Junkers und die anderen Luxemburger EU Agitatoren! Gibt's in Luxemburg Armutsrentner? In Deutschland schon! Was sind das für Politversager im Deutschen Bundestag, die solches zulassen?

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang