Deutsche wollen keinen europäischen Bundesstaat

23. Juni 2009, 04:27 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , | von
Redaktion FreieWelt.net

Nur 18 Prozent der Deutschen bejahen eine Weiterentwicklung der EU zu einem europäischen Bundesstaat, so wie es durch den Lissabonner Vertrag erreicht werden soll. Das hat eine Umfrage des Forsa - Institus im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) ergeben.

Wie die DGAP in ihrer Monatszeitschrift “Internationale Politik” veröffentlicht hat, ergab die Umfrage , dass 34 Prozent der Deutschen dafür sind, die EU zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft zurück zu bilden, während zehn Prozent  sogar ihre Auflösung bejahen. 32 Prozent haben sich in der Umfrage dafür ausgesprochen, die EU in ihrem derzeitigen Zustand zu belassen. Nur 18 Prozent sind mit ihrer Weiterentwicklung zu einem Bundesstaat einverstanden. Unter den Parteien haben die Anhänger der Grünen mit 35 Prozent den höchsten Anteil unter den Befürwortern eines EU-Staats vor den Linken mit 23 Prozent und der FDP mit 18 Prozent. Am geringsten ist der Anteil der Befürworter in der CDU/CSU mit 15 Prozent; SPD 17 Prozent. Unter denen, die die EU abschaffen wollen, ist der Anteil der Linken mit 14 Prozent am höchsten, 8 Prozent der CDU/CSU,vier Prozent der SPD und drei Prozent der FDP-Anhänger bejahen dies, während aus dem Lager der  Grünen keine Unterstützer dieses Position  kommen. Die Anteile derjenigen, die den status quo  beibehalten und derjenigen die die EU zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zurückbilden wollen, liegt bei allen Parteien zwischen 35 und 40 Prozent.

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Foto: mad max/pixelio

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