Erster Effekt der Jamaika-Koalitionsverhandlungen?

CSU stürzt in Umfragen zur Landtagswahl Bayern ab

Für Horst Seehofer und seine CSU könnte der Kampf um den Verbleib an der Macht auf Bundesebene einen höchst unangenehmen Effekt auf die Landtagswahl in Bayern im kommenden Jahr ausüben. In Umfragen schmiert seine Truppe nämlich böse ab.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Landtagswahl, Bayern, Umfragen, Absturz, CSU, Sieger, AfD
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Seit 1946 beherrscht die CSU politisch das weiß-blaue Bayernland quasi im Alleingang. Das bisher schlechteste Ergebnis bei Landtagswahlen wurde am 28. September 2008 eingefahren. Damals votierten »nur« 43,4 Prozent der Bürger, die ihre Stimme abgegeben hatten, für die CSU. Das war ein Verlust zur vorherigen Wahl von sage und schreibe 17 Prozent. Für den damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein war dieses Desaster das Ende seiner politischen Laufbahn, Horst Seehofer übernahm und erstmals in ihrer Geschichte musste die CSU eine Koalition eingehen. Die FDP wurde als Mehrheitsbeschaffer auserkoren.

Die Prognosen für die kommende Bayernwahl sehen zwar keine derart großen Verluste für die CSU, aber mit gerade einmal 41 Prozent würde Horst Seehofer das historisch schlechteste Ergebnis von 2008 noch einmal deutlich unterbieten. Auch die SPD, die bei der vorherigen Wahl in 2013 noch knapp über 20 Prozent kam, würde weiter abschmieren und kommt aktuell auf gerade einmal 15 Prozent. Knapp dahinter folgt bereits der große Gewinner in den aktuellen Umfragen: die AfD. Sie war 2013 noch nicht angetreten, käme jetzt aber aus dem Stand auf 13 Prozent. 

Wäre heute Bayernwahl. so würden Grüne (11 Prozent), FDP (7 Prozent) und Freie Wähler (6 Prozent) den neuen Landtag komplettieren. Für die Linkspopulisten der mehrfach umbenannten SED blieben die Türen zum Parlamentarierbereich im Maximilianeum verschlossen; sie dürften bei den Sitzungen bestenfalls auf den Gästerängen Platz nehmen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Max Latino

Will die CSU politisch überleben, dann gibt sie der schwarz/grün /gelb versifften Koalition eine deutliche Absage und läßt Neuwahlen zu.
Merkel und ihre Betonköpfe aus der ersten Reihe, die eine Kopie des alten SED Kaders darstellen, müssen auf Nimmerwiedersehen verschwinden und vor einem ordentlichen Gericht gestellt werden.
Die CSU braucht inhaltlich und personell einen Neuanfang und sollte sich bundesweit aufstellen und von der CDU lösen.
Dann unter einer politisch wieder konservativ ausgerichteten CDU im Verbund mit AfD und CSU könnte ich mir einen Neuanfang in Deutschland vorstellen.
Heute noch Zukunftsoption, morgen vielleicht schon österreichische Verhältnisse.

Gravatar: Max Latino

Das ist die Schuld ihres Parteivorsitzenden, der analog des österreichischen ehemaligen Bundeskanzlers Faymans , mit einer eigenen Botschaft das Zimmer Merkels betrat und schwanzwedelnd mit Merkels Meinung im Gepäck wieder herauskam.
Ebenso ist diese inhaltsleere Obergrenze zu sehen, die uns weiterhin jährlich 200.000 Goldstücke aus Muslimland beschert. Jedes Jahr eine Kleinstadt voller Kulturfremder, die postum in unsere Sozialsysteme wandern.
Dazu wird weiterhin kein Asylbewerber an Deutschlands ohnehin nicht vorhandenen Grenzen abgewiesen.
Ein einziges Mal hat Horst Eier bewiesen als er der" Durchgeknallten" auf einem CSU Parteitag 2016 öffentlich die Leviten gelesen hatte.
Danach hätte er ihre Demontage vorantreiben und mit seiner CSU aus der Regierungsverantwortung aussteigen müssen.
So gilt es, was die AfD in Bayern plakatatiert. "Wir halten das , was die CSU verspricht".

Gravatar: Marc Hofmann

Wir stehen hier erst am Anfang einer Entwicklung und da sind 41% schon ein dramatischer Einbruch. Geht die CSU in die Jamaika Koalition, dann werden aus den 41% binnen weniger Monate nur noch 30%
Vor allen weil die Bayern eine Partei haben wollen, die klare Kante zeigt...und das wird die CSU immer weniger können mit einer Regierung im Bund in der die Grünen und die FDP mit dabei sind. Die AfD ist hier für den bayerischen Wähler dann doch die Glaubhafterer CSU!

Gravatar: Werner

Seehofer, der Dampfplauderer und Herz Jesu Sozialist hat gesagt, er hat verstanden. Er hat gar nichts verstanden.
Die Bevölkerung will in der Mehrheit keine Regierung mit Merkel und Minderheiten wie den Grünen und FDB.
Sie will keinen Ministerpräsidenten, der den Lakaien von der Merkel macht.
Die Bevölkerung will das die CSU Charakter zeigt und lieber in die Opposition geht, als mit diesem Gesindel eine Kasperl- Regierung zu bilden.
Die Bevölkerung will, dass die Chaospolitiker Merkel und Seehofer endlich zum Teufel gejagt werden.

Gravatar: Alfred

Man hatte gehofft, Herr Seehofer würde sich endlich politisch dursetzen. Aber ein Windei bleibt eben ein Windei!
Je schnell sich die CSU von dem Windei trennt, desto besser.
Aber vielleicht ist er ein Windei von vielen in seiner Partei?

Gravatar: F. Kaatz

Hätte ich die Auswahl zwischen AfD und CSU würde ich CSU ohne Seehofer wählen, ich habe aber leider nur die Auswahl zwischen CDU und AfD also wähle ich AfD....

einfaches Wähler einmal eins aus Bayern...

Gravatar: Alonso Martinez

Ich hätte niemals einen von der Altparteien gewählt, nach so einem Polotik den sie gemeinsam betrieben haben in dem sie uns Bürger immer mehr bevormundet, ja sogar die Freiheit einschränkten in dem sie uns die ganzen Flüchtlinge aufgedrängt haben des weiteren Bargeldverbot aufzwingen wollen keine Zinsen mehr auf schwer gespartes Geld,Strafzinsen auf umwegen, hohe Mieten, Rente mit 70 usw. deshalb wählte ich die AFD aus überzeugung.

Gravatar: Armin Helm

Oh man! Bis zur Landtagswahl läuft noch viel Wasser die Donau hinab. Es gibt vielleicht Themen, von denen wir noch nichts ahnen; Themen die erst kurz vor der Wahl ausgespielt werden. Und Aussitzen kann der Seehofer auch. Wenn es Jamaika in Berlin gibt, wer hindert Horstl daran dasselbe in München zu arrangieren. Wenn ich sehe, wie Merkel an ihrem Stuhl klebt, würde es mich nicht wundern, wenn der nächste bayerische Ministerpräsident wieder Seehofer heißt.

Und bei all dem darf man nicht vergessen, dass der durchschnittliche CSU-Wähler - extrem freundlich ausgedrückt! - ein Mensch aus Blei ist. ARD und ZDF nennen das "längerfristige Grundüberzeugungen". Der harte Kern würde vermutlich auch dann CSU wählen, wenn Claudia Roth von den Grünen zur CSU konvertiert und sich um die Ministerpräsidentschaft bewirbt. Ich bin viel in der Welt herum gekommen, habe aber wirklich nur einen Ort gefunden, an dem man seine Dummheit auch noch aggressiv verteidigt - Bayern.

Deshalb würde es verdammt gut zu den Bayern passen, wenn es Seehofer nochmal schafft. Und nochmal und nochmal und nochmal. Oder - sie zaubern den Guttenberg aus dem Hut. :)

Gravatar: Augur

Die CSU steckt in der Zwickmühle. Macht sie bei Jamaika nicht mit, droht die Ausweitung der CDU nach Bayern.
Im Gegenzug müsste man sich auf den Bund ausweiten, also verlöre man Pfründe in Bayern auch wenn man überall sonst gewänne. Abgewählten bayerischen Funktionären würde das nichts helfen, die sind zu bodenständig, um sich anderswo betätigen zu können. Deren einzige Chance bestünde vielleicht im Wechsel zur CDU, falls die sich denn nach Bayern ausweitet. Nicht-Mitmachen bei Jamaika würde die CSU also in eine absolute Existenzkrise stürzen. Andererseits wäre ein schlechtes Wahlergebnis in Bayern für Merkel auch schlecht. Deshalb die Voraussage: Es wird Zugeständnisse an die CSU geben. Eine (scheinbare) Verschärfung der (scheinbaren) Obergrenze, wichtige Ministerposten. Alles um die CSU aufzupäppeln.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Von Umfallern und Stehaufmännchen

Der Horst ist wirklich der Umfaller Deutschlands, was hat er nicht schon alles gefordert um es dann grandios höhen Interessen, also dem Wohl der CSU Abgeordneten, zu opfern.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand in der Politik glaubt, dass der Horst politische Prinzipien hat, die man nicht durch ein anderes oder besseres Angebot neutralisieren kann.
Solange der Horst also gut für die Medien ist, etwas zum Vorzeigen und zur Bestätigung der Prizipientreue und Verlässlichkeit der Politik, solange darf er reden und alle hören zu. Wenn es dann um konkreteZielvereinbarungen und die Umsetzung geht muss er wieder in den Schrank und ist weg vom Fenster.
Leider fürchte ich, dass dieses Verhalten sich durch alle Altparteien zieht und die Partei nicht erneuerungsfähig ist, die Medienpolitiker sind auffallend schlecht in der Umsetzung konkreter Politik, und erst Recht in der Erfassung der Probleme ihrer Wähler.
Ein anderer CSU-Politiker wird da auch nichts anderes machen, jedenfalls fällt mir keiner ein, der politische Prinzipien überzeugend vertritt.
Der Anspruch der CSU, die Interessen Bayern vollumfänglich vertreten zu können, ist ein Modell der Vergangenheit, die absolute Mehrheit wird der Vergangenheit angehören.

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