72 Prozent der Bayern wollen Rücktritt Seehofers - und er zögert weiter

CSU stürzt immer weiter ab: Rekordtief mit 38 Prozent

Wären jetzt Neuwahlen für den Bundestag verlöre die CSU noch einmal drei Prozentpunkte. Auch für Landtagswahlen liegen die Christsozialen nur noch bei 38 Prozent, während AfD und FDP Bestwerte erreichen. Fast Dreiviertel der Bayern wünschen Seehofers Abgang.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: AfD, Angela Merkel, Bayern, Bundestagswahl, CSU, FDP, Freie Wähler, Grüne, Horst Seehofer, Landtagswahl, Linke, Markus Söder, SPD
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Die CSU verliert im Zeichen ihrer anhaltenden Machtkämpfe bei den Wählern in Bayern immer mehr an Boden. Einer Umfrage des Forsa-Instituts zufolge würden zehn Monate vor der Landtagswahl nur noch 38 Prozent der Befragten für die Christsozialen stimmen. Dieses wäre das schlechteste Ergebnis der Partei seit 1954.

Bei der letzten Wahl 2013 erhielt die CSU noch 47,7 Prozent. Bei einer Bundestagswahl sähe es noch schlechter aus. Da bekäme die Schwesterpartei der CDU lediglich 36 Prozent. Damit würde die von Seehofer geführte Partei nochmals drei Prozentpunkte gegenüber der Wahl im September verlieren.

In einer weiteren Umfrage sprechen sich mittlerweile 72 Prozent der Bayern dafür aus, dass Horst Seehofer seine Ämter als Ministerpräsident und CSU-Chef räumt. Es gibt aber Unterschiede in der Bewertung, wer für das schlechte Ergebnis der CSU bei der Bundestagswahl hauptsächlich verantwortlich ist.

Von allen Befragten in Bayern sehen 58 Prozent den Hauptgrund für den CSU-Absturz bei Kanzlerin Angela Merkel und der CDU und nur 34 Prozent bei der CSU selber. Unterdessen ringen Seehofer und als heißester Anwärter für die Nachfolge Bayerns Finanzminister Markus Söder um die künftige Macht in der Partei und die Führung im Freistaat.

Zweistärkste Partei bliebe in Bayern die SPD mit nur 17 Prozent. Das wären fast vier Prozentpunkte weniger als 2013. Dahinter folgt die bisher nicht im Landtag vertretene AfD mit 11 Prozent. Genauso stark werden die Grünen eingeschätzt. Die FDP würde mit 9 Prozent ihr historisch bestes Ergebnis in Bayern einfahren. Die im Landtag sitzenden Freien Wähler kämen dahinter auf 7 Prozent.

Während die Linkspartei wie traditionell an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, müsste sich die CSU bei einer Bestätigung dieser Umfragewerte nach dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit einen Koalitionspartner suchen. Mit der FDP, wie schon einmal in den Jahren 2008 bis 2013, gäbe es aber nur eine knappe Mehrheit. Stärker als die FDP sind SPD, AfD und Grüne.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Alfred

Nachdem sich Herr Seehofer als Maulheld erwiesen hat, sollte er endlich abtreten!
Scharlatane gibt es schon zur Genüge.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

Ja, mein lieber Seehofer Horst, ich denke, Dein Göttervater Franz Joseph würde sich im Grab umdrehen, sähe er, was Du aus der CSU gemacht hast!

Dass Du aber jetzt auch noch die Aschera den Bayern bevorzugst und mir ihr rumschäkerst, schlägt dem Fass den Boden aus und wird m. E. ganz sicherlich entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen!!!

Gravatar: Joachim Datko

Die AfD hat sehr gute Chancen, die CSU bei den nächsten Landtagswahlen in Bayern zu beerben. Ich werfe schon fleißig AfD-Werbeflyer in Briefkästen ein.

Mir hat das Plakat eines AFD-freundlichen Vereins zur Bundestagswahl mit der folgenden Aufschrift sehr gut gefallen:
Franz Josef Strauß würde AfD wählen
Siehe: https://jungefreiheit.de/?attachment_id=191676&postidd=191670

Joachim Datko
Regensburg

Gravatar: Werner

Der Absturz der CSU ist darauf zurückzuführen, dass Seehofer diese verbrecherische Chaos-Politik der Merkel anstandslos mitträgt. Er dackelt ihr treu und ergeben, wie ein Lakai hinterher. Er hätte einmal richtig auf den Tisch hauen sollen und gegebenenfalls das Bündnis CDU/CSU beenden sollen.
Hinzu kommt, dass viele deutsche Vertriebene, auch die Sudetendeutschen und ihre Nachfahren, wegen der Tschechen -Arschkriecherei von Seehofer, vorher schon und seit dem Austritt von Frau Steinbach aus der CDU noch mehr, die AfD gewählt haben.
Auch die Russlanddeutschen wählten lieber AfD als die CSU.
Nun setzt sich Seehofer noch mit ehemaligen Maoisten, wie Kretschmann, Randalierern, Hausbesetzern und Tschetschenen an einen Tisch und verhandelt über Koalitionen. Das darf es mit einem bayerischen Ministerpräsidenten ja niemals geben, das ist eine Todsünde.
Das lässt sich nicht mehr kitten. Seehofer ist am Ende und soll endlich verschwinden, man kann ihn nicht mehr sehen.

Gravatar: Sigmund Westerwick

@Joachim , sei fleissig

der Franz Josef war schon ein richtiges Arschl..., aber er würde AfD wählen, das macht ihn schon fast wieder sympatisch. Der Horst S. hat das Problem, dass er sich zwischen Berlin und Bayern entscheiden muss, das ist natürlich nicht einfach, das bayerischen und deutsche Interesse muss aber Vorrang haben.
Ob die Wähler ihm das permanten Umfallen und Wiederaufstehen verzeihen können ist eine Frage der bayrischen Mentalität, das können nur die CSU Wähler bestimmen.
Ein politisches Überleben für die CSU mit Horst Seehofer gibt es aber nur OHNE Obergrenze, und sei es in der Opposition.

Gravatar: packi

Drehhofer:
Mimimi - ich tret' ja zurück aber zuerst muß die Angela! Mimimi....

Gravatar: Aufbruch

"Franz Josef Strauß würde AfD wählen" Ja, das würde er sicherlich. Nur, unter FJS gäbe es die AfD nicht. Deren Positionen würde er selbst vertreten. Aber da es FJS nicht mehr gibt, musste die CSU ihre Positionen rechts von der Mitte der AfD räumen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die CSU bei den Jamaika-Verhandlungen noch viel mehr Platz für die AfD macht.

Horst Seehofer ist abgetaucht und redet nur noch über sich, während die Grünen Stück für Stück ihre Positinen durchsetzen. Einschließlich Familiennachzug. Einschließlich Abschiebestopp, da Christen ja Nächstenliebe zu üben haben. Ganz uneigennützig. Und Bayern will doch christlich sein. Hurra, wir leben noch! Aber wie lange noch?

Gravatar: Max Latino

Ich kann diesen Dampfplauderer nicht mehr sehen.
Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass der Seehofer , der einzige Politiker des Altkartells ist, der ganz genau weiß, dass Deutschland unter der Führung Merkels abermals in seiner Geschichte zu einem Unrechtsstaat mutiert ist. Dies hat er folgerichtig auch öffentlich gemacht, nicht zuletzt durch Androhung einer Verfassungsklage .
Auch weiß der Seehofer ganz genau wie die Stimmung in Deutschland zu beurteilen ist, was nicht zuletzt daran zu erkennen war, als er der Merkel auf dem damaligen CSU Parteitag den Hosenanzug strammzog.
Nur leider hat er seinen Worten nie Taten folgen lassen.
Folgerichtig ist er jetzt erledigt.
Im anderen Fall - Hätte er die alte Matrone mit einer Verfassungsklage zu Fall gebracht, wäre Horst jetzt der erste Anwärter auf das Kanzleramt, zumindest gefühlt im Volke.

Gravatar: H.Frankenfeld

Ein altes Sprichwort sagt wenn einer spinnt gibt er ein Zeichen und dieses Zeichen ist bei dem Drehhofer nicht mehr zu übersehen! Er gehört mit der Gesetzesbrecherin Merkel auf die Anklagebank wegen Hochverrats!

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