In Dschibuti am Horn von Afrika gibt es nun einen chinesischen Marine-Stützpunkt

China weiht offiziell erste Militärbasis im Ausland ein

Die USA haben hunderte Militärbasen in der ganzen Welt. China nur im eigenen Land. Das wird jetzt anders. Die erste chinesische Militärbasis im Ausland ist nun eingeweiht: in Dschibuti am Horn von Afrika.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Startseite - Empfohlen, Startseite - Unterbühne | Schlagworte: Afrika, China, Dschibuti, Marinebasis, Militärstützpunkt, Rotes Meer
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Wie unter anderen n-tv und Sputnik News berichteten, hat China ganz offiziell seine erste Marinebasis außerhalb des eigenen Landes eingeweiht. Sie liegt in Dschibuti, am Horn von Afrika.

Bisher hatte die Volkrepublik China davon abgesehen, Militärbasen im Ausland zu errichten. Das war bisher Privileg der USA, der ehemaligen Sowjetunion und der ehemaligen Kolonialmächte wie Großbritannien und Frankreich.

Doch die Sorge um die strategische Besetzung neuralgischer Punkte des Welthandels hat die chinesische Führung umdenken lassen. Es geht vor allem um den Seehandel mit Europa. Dorthin geht ein großer Teil des chinesischen Exportes. Riesige Container-Schiffe transportieren die Waren "Made in China" entlang der Straße von Malakka, durch den Indischen Ozean und schließlich durch das Rote Meer und den Suezkanal ins Mittelmeer und nach Europa.

Die Merenge von "Bab al-Mandab" (arabisch für "Tor der Tränen") am Horn von Afrika ist die Seestraße, die vom Golf von Aden (Indischer Ozean) ins Rote Meer führt. Dort gibt es immer wieder Vorfälle der Piraterie. Das kleine Land Dschibuti, gegenüber der Küste des Jemen gelegen, war erst 1977 von der Kolonialmacht Frankreich unabhägig geworden. Die dortige Bevölkerung besteht zu 60 Prozent aus Somali und zu 35 Prozent aus Angehörigen des Afar-Volkes.

 

[ Schlagwort: GeoAußenPolitik ]

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Anton

Der chinesische Stützpunkt in Dschibuti ist lediglich ein
Kontrollpunkt für die Warenlieferungen Richtung Europa,
es ist auch einTeil der NEUEN SEIDENSTRASSE, die die
Unabhängigkeit chinesischer Waren garantieren soll; ganz
im Gegensatz zu US-Stützpunkten, die militärische Stärke
demonstrieren und jederzeit "eingriffsbereit" sein sollen!
Was für ein Unterschied!!!

Gravatar: Hans Meier

China ist durch Realpolitiker vertreten, die wissen, eine Volkswirtschaft die wächst und der eigenen Bevölkerung einen stabilen Wohlstand ermöglicht, macht keine politischen Dummheiten.
Die Regierung Chinas setzt auf Regionen und Kooperationen, um auch in Zukunft Welt-Märkte zu haben.
Gerade in Afrika ist China sehr engagiert was die Verbesserung der Infrastrukturen betrifft siehe http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/china-atomkraftwerk-sudan-energie
Es fördert nicht nur die Elektrifizierung mit regelbaren Kraftwerken zu günstigsten Strom-Kosten.
Auch die Verkehrsverbindungen werden weiter ausgebaut, um die Küsten-Städte mit den Bergbau- und Anbau-Regionen besser zu vernetzen.
Der große Unterschied zur deutschen Entwicklungs-Hilfe ist, man schenkt kein Geld, was dann in einem kleinen Kreis „als Geschenk unter Prominenten mit Zugang zum Bundeshaushalt“ bleibt.

Gravatar: Catilina

Nicht zu vergessen, daß China im Gegenzug alle verfügbaren Ressourcen Ostafrikas abgreift, von Elfenbein (illegal) über organischen Dünger (Schlachtabfãlle wie Horn und Klauen), Bodenschätze und was sonst noch irgendwie von Wert ist.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Die USA haben hunderte Militärbasen in der ganzen Welt. China nur im eigenen Land. Das wird jetzt anders.“ ...

Klar!!! „Mit dem Seidenstraßenkonzept will China Handelsrouten fast über die ganze Welt spannen - mit Ausnahme Nordamerika.“ ...

Sicherlich bauten sie ihre erste Militärbasis im Ausland auch deshalb provokant(?) und gemein(?) unweit einer längst dort bestehenden US-Basis auf https://de.reuters.com/article/china-milit-r-idDEKBN1A210W, weil die Sorge vor den Feinden des freien Welthandels immer größer wird!!!

Gravatar: Hand Meier

Oh Catilina,

wie schrecklich sind denn diese bösen Chinesen.
Nicht, dass die noch Afrikaner bei sich ausbilden, damit die für sie in Afrika arbeiten, das ist ja dann der moderne, produktive Arbeitsmarkt, mit chinesischer Anleitung.
Oh wie gemein und „ganz ohne NGO-Betreuung für`s Geradeausgucken“ um linientreu zu bleiben..
Statt alle Streuner mit Selfies anzulocken und Sozialgeld zu überhäufen, sind die Chinesen ja gar nicht auf „Merkel-Kurs“.
Merkel bildet nicht, beutet auch nicht aus, deutsche Hubschrauber fallen auch nicht in Afrika vom Himmel, nein die westlichen Wirtschaften behandeln Afrika vorzüglich, das war schon immer so, sogar als früher die Kreuzfahrten für Afrikaner nach Amerika, von diversen Seefahrern organisiert wurden.

Gravatar: Catilina

@Hand Meier: gehen Sie einmal dorthin, wo Chinesen in Afrika eine Eisenbahntrasse oder eine Schnellstraße/ Verkehrskreisel bauen. Meine Beobachtung: auf vier Afrikaner kommt ein Chinese (mit schönem bunten Hut aus Reisstroh) der jeden einzelnen Handgriff dirigiert. Das war damals in Südafrika genauso, ersetze "Chinese" mit "Bure".

Gravatar: Hand Meier

Catalina,

wenn Afrikaner, unter Anweisung von chinesischen Fachleuten etwas zustande bringen, was das afrikanische Sozialprodukt erhöht, dann kann man das eigentlich nur begrüßen.
Die Armut in Afrika nimmt dann ab, und wenn ein „Verkehrs-Kreisel“ gebaut wird, wo sich der Verkehr ganz von alleine regelt, so ohne Stromverbrauch, ohne Siemens mit Ampelanlagen und teuren Wartungs-Verträgen und finanziellen Kompensationen an die Verkehrs-Politik-Behörden, so wie es in Deutschland selbstverständlich geworden ist, dann zeigt sich, die Chinesen fördern in Afrika keine Lobby-Korruption.

Die bauen „Verkehrs-Kreisel“ vollkommen Ampelfrei und ohne teure Folgekosten für die Bevölkerung.

Ohne die Möglichkeit, bei „Gegen-Verkehr-Zweirad“ nicht gesehen und links abgebogen und dem Zweiradfahrer, per Siemens-Technik, das Genick gebrochen.
Ich finde die chinesische Vorgehensweise besser als die Deutsche, in der zuviel Lobby mitregiert.

Gravatar: Joseph Hausmann

Wie wäre es, wenn Chinesen und Afrikaner ihre Beziehungen selber ausklamüsern - ohne deutsche "Hilfe"?

Gravatar: Karl.brenner

Eine gute Wahl.
Glückwunsch an die Chinesen.
Alles Gute dort.

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