Wahlnachlese NRW

CDU mit historisch zweitschlechtestem Ergebnis

Der sich selbst zelebrierende Wahlsieger CDU hat historisch sein zweitschlechtestes Ergebnis auf Landesebene in NRW eingefahren. Die CDU profitiert lediglich davon, dass die SPD landesweit komplett versagt hat und ihr historisch schlechtestes Resultat erzielt hat.

Quelle: neuss.de
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Armin Laschet lässt sich derzeit als großer Sieger der Landtagswahl in NRW feiern. Dabei hat seine Partei das nach 2012 zweitschlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte eingefahren. Die nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erzielten 33,0 Prozent der Zweitstimmen sind nach dem Debakel von vor fünf Jahren (26,3 Prozent) zwar ein Umschwung, liegen jedoch immer noch fast zwölf Prozent hinter dem Ergebnis von 2005 (44,8 Prozent). Laschet wird wohl der kommende Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes sein. Allerdings hat nicht er die Wahl gewonnen, sondern seine unmittelbare Kontrahentin Hannelore Kraft von der SPD hat die Wahl haushoch verloren - und daraus die Konsequenzen gezogen: sie trat wenige Minuten nach der Prognose und dem sich abzeichnenden Wahldesaster von allen politischen Ämtern zurück.

Für die SPD ging der Schulz-Effekt in der dritten Landtagswahl hintereinander nach hinten los. Seitdem der »Würseler Wunderheiler« seine Kandidatur für das Kanzleramt öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt hatte, verloren die Sozialdemokraten sowohl die Wahl im Saarland wie auch in Schleswig-Holstein und nun in der »Herzkammer« Nordrhein-Westfalen. Der Wundermann hat offensichtlich ausgezaubert; aus dem »Schulz-Zug« wird nun mehr und mehr der »Schulz-Bremsklotz«. Das hatte Hannelore Kraft wohl auch geahnt und Schulz darum gebeten, sich aus dem Wahlkampf in NRW heraus zu halten. Doch so ganz konnte der Schulz diesem Wunsch nicht ganz folgen; das Resultat ist bekannt.

Zu den weiteren Wahlverlierern gehören die Grünen (ein Minus von fast fünf Prozent) und die Piraten (ein Minus von fast sieben Prozent). Für sie und die nach mehrfacher Umbenennung als »Die Linke« antretende SED bleibt die Tür zum neuen Landtag verschlossen: beide scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

Klare Gewinner der Wahl sind die AfD, die auf Anhieb 7,4 Prozent der Zweitstimmen holt und die FDP, die ihrerseits einen Stimmenzuwachs von vier Prozent verzeichnen kann.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Karin Weber

Erheiternd ist, wie der Wahlsieg (von Null auf 7,und) von den "Qualitätsmedien" ignoriert wird. Da wird alles wortreich kommentiert, aber kein Ton über die AFD.

Und so ein gewaltiger Sieg der CDU war es nun auch nicht. Schließlich trennen CDU u. SPD nur irgendwas knapp über 2%. Perspektivisch hat die CDU aber schlechte Karten, denn a) sterben denen ihre Stammwähler gerade weg und b) ist nicht zu erwarten, dass die von denen kollektiv ins Land gekarrten Mohamedaner eine christliche Partei wählen werden.

Wer jetzt denkt, dass spiele der SPD in die Arme, der irrt gewaltig. Schließlich müssen deren soziale Geschenke an das ins Land gekarrte Wählerpotential auch erarbeitet werden. Mit den aussterbenden Deutschen wird die Schicht derer, die bisher diesen Wohlstand sichergestellt haben jährlich dünner. Auf Dauer sind die alle weg. Wie doof sind die eigentlich wirklich?

Gravatar: Otto nagel

Die 7,4% sind nicht schlecht, aber bei einem geeinten und patriotischen Auftreten wären viele FDP-Wähler bereit gewesen, ihr Kreuz bei der AfD zu machen, ein fader Pretzell/Petry- Nachgeschmack bleibt !
Doch abjetzt keine internen Querelen mehr !
Auf der Grundlage unseres Programmes geeintes Auftreten bitte ! ! !
Wir sind dem deutschen Volk verpflichtet !

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

Nun; ich denke, als „Νίκα“ hätte Zeus diese Merkel incl. ihres gesamten Gro Ko-Kabinetts – allein wegen Unfähigkeit – längst „Atropos“ übergeben, die ohnehin alles Weitere veranlasst!

Oder geschah das noch immer nicht, weil es die Engelhafte(?) noch einmal schaffte(?), auch aus dieser historischen CDU-Niederlage doch noch einen Sieg zu interpretieren???

Der Laschet Armin ist eben nicht mit dem der Cherusker zu vergleichen, denn er konnte diese Wahl eben nur deshalb gewinnen, weil seine unmittelbare Kontrahentin von der SPD haushoch verlor!!!

Da der Grund für die Niederlage auch m. E. in einem Wahlkampfthema zu suchen ist, welches der Merkel ohnehin mehr als suspekt zu sein scheint http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nrw-wahl-2017/parteitag-der-nrw-cdu-merkel-wirft-spd-veraltete-vorstellung-von-gerechtigkeit-vor/19601472.html und auch die Eliten des Weltwirtschaftsforums sich die CDU wünschen http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum/eliten-wuenschen-sich-weiterhin-angela-merkel-14699279.html - ebenso wie die Bilderberger die SPD ablehnen:

Ist damit nicht die Bundestagswahl auch deshalb schon entschieden, weil sich die Gro Ko-Eliten etwa längst darüber einig sind, wie die nächste „Große Koalition“ auf Bundesebene unter CDU-Führung auszusehen hat???

Wurde die Studie, welche beweist, dass „Wahlfälschung in Deutschland keine Ausnahme, sondern die Regel!“ ist, etwa deshalb nicht publiziert??? http://derwaechter.net/studie-beweist-wahlfaelschung-in-deutschland-keine-ausnahme-sondern-die-regel

Gravatar: Gittel

33% für diese Verbrecherbande und ihre deutschlandfeindli che Chefin, sind noch 33% zu viel .

Gravatar: harald44

Da hatte doch schon einmal ein gewisser Herr Röttgen die CDU in Nordrhein-Westfalen an die Macht gebracht. Gab es danach eine echte Politikwende in NRW? Wurde der Schuldenanstieg gebremst oder wurden gar Schulden abgebaut? Gab es eine konservative Wende an den Schulen NRW's? Nein - nein - nein.
Und warum soll es diesesmal anders sein, ist doch die CDU des Jahres 2017 - ohnenhin in Berlin mit der SPD in voller Einigkeit zusammenarbeitend - programmatisch von der SPD nicht mehr zu unterscheiden. Auch sind mir keinerlei CDU-Wahlaussagen bekannt, die dem Sinne nach bekräftigen: Das werden wir ändern, wenn wir (die CDU) in NRW die Macht übernehmen.
Also: Wer von einer fundamentalen Änderung der katastrophalen Landespolitik in NRW träumt, der darf weiterträumen, denn ändern wird sich dort NICHTS!

Gravatar: Durkheim

Die AfD ist in NRW unter ihren Möglichkeiten geblieben. Zu wenig Straßenwahlkampf, zuviel interne Quelereien, keine deutliche Themensetzung. Es fehlt von Anfang an die Angriffslust früherer Wahlkämpfe. Ich hoffe, das war der Weckruf, der für einen Erfolg bei der Bundestagswahl notwendig ist.

Gravatar: Mr. Muro

Na ja, wenn das überall so gelaufen ist wie in unserem Wahllokal, dann wird die AfD es nicht weit bringen.
Da hat der Wahlhelfer beim Aushändigen des Wahlzettels jedem gesagt: "Aber nicht die AfD wählen!". Ich habs trotzdem gemacht, aber komisch fand ich das schon.

Gravatar: Ralf Traskawka

@Karin Weber

Sie irren :-)

Die CDU tut alles, damit "konservative" (sic!) Muslime sich dort wohlfühlen. Die MiDU ist eine Plattform dieser Muslime in der CDU.

http://omerigac.de/MIDU/

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