CDU-MdB Willsch kritisiert Schulden-Lobbyismus der Wirtschaftsverbände

28. September 2011, 10:33 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , | von Redaktion
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Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch hat die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft kritisiert. In einem offen Brief fordern BDA, BDI, DIHK und ZDH die deutschen Parlamentarier auf, den "Euro-Schirm" EFSF zu erweitern und ihm mehr Kompetenzen zu übertragen. Dem "Euro-Schirm" solle erlaubt werden, die Defizite der EU-Schuldenländer zu übernehmen. Der CDU-Haushaltsexperte Willsch bezeichnet dies als offensiven Lobbyismus für eine EU-Schuldenunion. Es zeige, wie kurzfristig diese Verbände ihre Politik betrieben.

Allerdings sind sich die deutschen Unternehmer nicht einig. Eine gänzlich andere Position als BDA & Co vertritt der Verein der hessischen Unternehmerverbände (VhU).  Dieser warnt vor Fehlanreizen, die ein dauerhafter “Euro-Schirm” setzten würde, wie es der sog. “Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM-Vertrag)” vorsieht . Man müsse dem Prinzip der Haftung wieder Geltung verschaffen. Willsch begrüßt diese klaren Worte. Ebenso begrüßt der fünffache Vater, dass der Verband der Familienunternehmer und der Verband der Jungunternehmer dem offenen Brief widersprechen.  Es sei eben ein Unterschied, ob jemand mit seinem eigenen Herzblut und Vermögen für ein Unternehmen einsteht oder nicht.

Für den Diplom-Volkswirt Willsch sind ESM und ESFS “ein Versuch Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen.” Das einzige was die “Euro-Retter” in Griechenland  erreicht hätten,  wäre Gläubiger wie z.B. Privatbanken zu befriedigen – während sich die Lage im Land verschlechtere. Der CDU-Abgeordnete hält es für das Beste, wenn die Griechen es außerhalb des Euroraums versuchen. So könnten sie sich Spielraum in der Finanzpolitik schaffen und ihre Krise selbst in den Griff bekommen.

 

Lesen Sie hierzu mehr auf: Klaus-Peter-Willsch.de und dradio.de

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