Bund will keine Privatkunden

03. Juli 2012, 10:13 | Kategorien: Lebenswelt, Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Theo Heimann/ddp
Redaktion

Der Bund will mit Privatkunden weniger Geschäfte machen und ändert deshalb seine Ausgabepraxis, meldet das Handelsblatt. Bisher hat er alle seine Produkte kostenlos auch an Privatleute ausgegeben, doch damit soll jetzt Schluss sein. Bundesschatzanweisungen, Bundesobligationen und Bundesanleihen können Privatanleger ab 2013 nur noch über Privatbanken erwerben und müssen entsprechende Gebühren bezahlen.

Als Begründung wird das ungünstige Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Bund genannt. Darüber hinaus ist allerdings auch zu vermuten, dass bei der Entscheidung der Druck der Privatbanken eine gewisse Rolle gespielt haben könnte. Die beklagen schon seit längerem, dass der Bund ihnen eine Möglichkeit nehme, Geschäfte zu machen. Für Privatanleger ist der Erwerb von Bundeanleihen im Moment ohnehin ein schlechtes Geschäft: Die Zinse sind wegen der Eurokrise auf einem historischen Tief.

 

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(oe)

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