Bettina Röhl: Euro ist nicht zu retten

31. Juli 2012, 09:05 | Kategorien: Politik | Schlagworte: | von Redaktion
Foto: Kirsten Neumann/ ddp
Redaktion

»Es ist die Zeit der Märchenerzähler.« Mit diesem Satz bringt Bettina Röhl in der Wirtschaftswoche die Eurokrise und die vergeblichen Versuche, sie zu beheben, auf den Punkt. Die selbsternannten Euro-»Retter« versuchen vergeblich, die Wirklichkeit ihren Wünschen anzupassen. Aber das Wunschbild ist zu schön, um davon abzulassen: Mit immer neuen Milliarden wird die griechische Wirtschaft konkurrenzfähig und sinkt in Spanien die Jugendarbeitslosigkeit.

Doch das funktioniert nicht, schreibt Röhl: »Die geschickteste Kombination aus Sparen und Spendieren wird aus Griechenland auf absehbare Zeit keinen sich selbst ernährenden Global Player machen und das Gleiche gilt auch für die anderen Euro-Krisenstaaten, deren Situation tatsächlich wohl noch immer geschönt wird.«

Und so entpuppt sich die Euro-»Rettung« immer mehr zum Bankrott einer Ideologie, die sich vom Boden der Realität gelöst hat: Der Euro ist »eine einzige Fehlkonstruktion. In Wahrheit bemühen sich die Euro-Fetischisten um die Perpetuierung des Konstruktionsfehlers in lediglich geänderten Gewande. Wirtschaftlicher Fortschritt Richtung Weltmarkttauglichkeit lässt sich mit Tausenden von Milliarden schweren Rettungsschirmen nicht erkaufen oder auch nur bedingt initiieren. Das müssen die immanenten Kräfte einer jeden Volkswirtschaft selber leisten.«

 

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(oe)

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