Inflation im Juni in Deutschland dank Draghi gestiegen

Bei Mieten, Lebensmittel und Urlaub steigen die Preise an

Die Inflationsrate in Deutschland liegt seit Ende des letzten Jahres beständig deutlich über einem Prozent. In der kalten Jahreszeit waren insbesondere die Kosten für Energieträger (Erdöl, Erdgas, Kohle etc.) dafür verantwortlich. Im letzten Monat jedoch schlugen Mieten, Lebensmittel und Urlaubsreisen überdurchschnittlich hoch zu Buche.

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Im Juni 2017 mussten die Menschen im Land durchschnittlich etwa 1,6 Prozent mehr Geld für ihren Warenkorb hinblättern als noch im Vergleichsmonat 2016. Hauptkostentreiber waren gestiegene Mieten sowie deutlich höhere Preise für Lebensmittel und Urlaubsreisen. Allerdings entspricht dieser Preisanstieg nicht dem natürlichen Wechselspiel des Marktes zwischen Angebot und Nachfrage, sondern wird zu großen Teilen von der Niedrig- und Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ihrem Boss Mario Draghi nachhaltig beeinflusst.

Diese Zinspolitik bestraft mittelbar und unmittelbar vor allem deutsche Kleinsparer mit Strafzinsen für angelegte Guthaben, die die EZB allen Geldinstituten, die derartige Guthaben bei der Zentralbank angelegt haben, abverlangt. Diese Strafzinsen werden nach und nach von den Geldinstituten auf die Klein- und Kleinstanleger umgelegt, sodass sich das Sparen dauerhaft nicht mehr lohnen soll und wird. Somit nötigt Draghi diese Menschen, ihr Geld auszugeben, also eine künstliche Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu schaffen, um sein vorgegebenes Ziel einer Inflationsrate von zwei Prozent zu erreichen.

Draghi hilf diesem unsinnigen Ansinnen zudem damit nach, dass er die EZB monatlich Staatsanleihen von rund 60 Milliarden Euro aufkaufen lässt, deren Nenn- und Wiederverkaufswert bereits heute von Experten weltweit angezweifelt wird. Und dennoch bleibt die Zwei-Prozent-Marke unerreicht. Die EZB geht für 2017 von einer Teuerungsrate von 1,5 Prozent aus. Im kommenden Jahr erwartet man einen Rückgang des Anstiegs auf 1,3 Prozent, während man für 2019 von einer Inflation von 1,6 Prozent ausgeht.

Doch all diese Prognosen hindern Draghi nicht daran, seine Geldvernichtungspolitik fortzusetzen, die wieder einmal die Kleinen und Kleinsten trifft. Denn während eine solche Teuerung für einen Eurokraten kaum spürbar ist, treffen vor allem die Preissteigerungen bei Mieten und Lebensmitteln wieder einmal vermehrt und besonders hart die unteren Einkommensschichten. Denen, die sowieso wenig haben, um Geld für größere Investitionen (oder ganz banal für die Altersvorsorge) anzusparen, wird das Leben unnötig schwerer gemacht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Peter

Es gibt doch gar keine Inflation! Wer sowas behauptet verbreitet doch nur rechtspopulistische, europafeindliche Fake News und Hasspropaganda!

Gravatar: D.Eppendorfer

Solange in diesem (noch) unseren Lande bei Babywindeln mit 19% MWSt und bei Rennpferden mit nur 7% MWSt zur Kasse gebeten wird, brauchen wir uns um all die anderen Abzockerschweinereien gar keine vernünftigen Gedanken zu machen, denn das hat System, um den kleinen Leuten raubritterhaft in die Taschen zu greifen, damit die Gestüt-Eliten in Schampus baden können.

Solange der dämliche Nutzviehmichel das dann auch noch per Analphabetenkreuz legitimiert, wird das lustig so weiter laufen.

Auf kostspieligen Urlaub könnte man verzichten, aber bei Mieten und ganz besonders bei Lebensmitteln haben sie dich dann am Haken.
Viel Spaß also beim gutmenschlich herzigen Zappeln.

Immer schön horchen, was Königin Muddi befiehlt und immer schön gehorchen!

Gravatar: H.von Bugenhagen

Die Euro Geld Presse Druckt für die Migranten und dass ist unsere Preissteigerung ..,,eine Inflation,, ...Politisch herbeigeführt Sie kriegen den Hals nicht voll und der Bürger zahlt ihre Schulden

Gravatar: Theo

Sorry, Draghi scheint zwar seine ganze Kraft dem wirtschaftlichen Überleben Italiens zu widmen, aber mit teureren Mieten in Deutschland hat das nichts zu tun !!!

Teurere Mieten sind der höheren Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere in den Städten geschuldet.

Und jetzt raten Sie mal, wer diesen steigenden Druck seit einem Jahr bewirkt, wo doch die Turnhallen und diversen Unterkünfte sich so fabelhaft leeren konnten ...

Deutschland wird eng und der Überlebenskampf der Bevölkerung härter.

Der Nachzug ist ja 2017 schon mächtig angestiegen, ab 2018 folgt nach der Bundestagswahl dann die Lawine.

Genauso wie unsere Beiträge zu den Krankenkassen ob der freien Luxusversorgung diverser Nutznießer demnächst weiter explodieren werden.

Der treudoofe Deutsche wird gerade ausgewrungen, wie ein nasser Schwamm.

Die nützlichen Trottel und Dorftrottel begreifen es nur nicht.

Gravatar: Wolfgang

Die Inflationsrate der letzten Jahre war so niedrig wie schon lange nicht mehr.
Es reicht eine kurze Googlesuche um sich die Zahlen von 1955 bis heute zu besorgen.
Etwas mehr Recherche täte dem Autor gut.

Gravatar: Katharina

Das Lebensmittel teurer werden ist längst überfällig.
Die Bauern, unsere wichtigsten Menschen, denn sie
ernähren uns müssen auch ETWAS verdienen.
Die Bauern arbeiten, die meisten ohne Urlaub,
ohne geregelte Freizeit und sollen auch noch wenig verdienen.

Da geht nicht.

Gravatar: Katharina

Das die Mieten steigen ist die Folge der ungeregelten
Zuwanderung. Das ist schlimm.

Wenn Urlaub teurer wird, ist nicht so tragisch.
Viele Deutsche haben nichts anderes im Kopf als
Urlaub. Ruhelos. Ich selbst kenne auch Menschen,
die sobald sie 2 Tage frei haben in Urlaub fahren.
Und zufrieden sind sie nie.

"Sie wandern ohne Ruh, der ewigen Heimat zu."

Gravatar: moritz

"Allerdings entspricht dieser Preisanstieg nicht dem natürlichen Wechselspiel des Marktes"

Das ist der größte Fehler, das Wohnungswesen ist KEIN Markt, egal wie oft die Ausbeuter das behaupten. Niemand kann auf das Wohnen verzichten, das Gut Wohnen ist weder substituierbar noch beliebig produzierbar, daher hat es mit einem Markt absolut nichts zu tun.
Die einen haben Boden, die anderen nicht, erstere lassen zweitere dafür bluten.

Gravatar: Wolfgang

@Katharina:
Der Mietspiegel der letzen 20 Kahre zeigt ein fast lineares Wachstum der Mieten in Deutschland.
2015/16 müsste nach deiner Aussage ein deutlicher Knick nach oben sein - dem ist nicht so.

Das die Mieten deutlich über der Inflationsrate steigen ist eher die Folge der Landflucht und der Privatisierung vieler kommunaler Wohnungen.
Dazu kommt ein vernachläßigter sozialer Wohnungsbau.

Wieso für alle unsere Probleme die ihren Ursprung in der er Vergangenheit haben immer die verantwortliche gemacht werden die gerade angekommen sind erschließt sich mir nicht ganz.

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