Autohersteller leiden unter Kaufzurückhaltung

03. August 2012, 06:47 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Lukas Barth/dapd
Redaktion

Schuldenkrise und Rezession treffen jetzt auch die europäischen Autobauer – ein Problem, das durch die Überkapazitäten verstärkt wird, unter denen die Branche ohnehin leidet. In Deutschland sind die Neuzulassungen im Juli um fünf Prozent zurückgegangen, in anderen Ländern bewegte sich der Rückgang in zweistelligen Prozentzahlen.

Einer Schätzung des Dachverbandes der europäischen Autohersteller zufolge werden die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um vermutlich sieben Prozent zurückgehen. Die Kaufzurückhaltung schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Unternehmen haben seit 2007 bereits 800.000 Arbeitsplätze abgebaut, doch sie werden weiterhin ihr Personal reduzieren müssen. Auch die Zulieferer werden davon betroffen sein: Jeder Arbeitsplatz, der bei den Herstellern verlorengeht, macht fünf weitere bei Bosch & Co. überflüssig.

Auf dem Pkw-Markt drängeln sich Experten zufolge zu viele Hersteller – die Krise bei den Mittelklasseproduzenten wie Opel und Peugeot beweist die Einschätzung. Für eine Konsolidierung der Branche wäre es sinnvoll, wenn ein Hersteller verschwinden würde. Staatliche Hilfen wären jedenfalls die schlechteste Lösung.

 

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(oe)

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