Grund: Bewerbermangel

Ausbildung libyscher Küstenschutz-Mitarbeiter liegt auf Eis

Die EU hatte sich das hohe Ziel gesetzt, die libysche Küstenwache auf- und auszubauen, um das Schlepperhandwerk an den Küsten des Landes einzudämmen. Derzeit jedoch ist das Projekt ins Stocken geraten: es fehlen geeignete Bewerber.

Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: EU, Ausbildung, Küstenschutz, Libyen, Programm, Pause, Mangel, Bewerber
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Die Zahlen und Nachrichtenlage hinsichtlich der »Flüchtlinge« auf der Mittelmeerroute von Libyen nach Italien sind sowohl dramatisch wie auch besorgniserregend. Wirtschaftsmigranten aus Nord- und Zentralafrika sowie in der Zwischenzeit sogar aus Bangladesh stechen an der libyschen Küste in seeuntüchtigen Schlauchbooten in See und setzen sich in Richtung Lampedusa oder einer der anderen italienischen Inseln in Bewegung. Schlepperbanden organisieren diese Tour, stellen die Boote zur Verfügung und fahren die ersten Minuten auch mit. Nach kurzer Zeit aber werden sie von ihren Kumpanen in kleinen, schnellen und wendigen Booten mit leistungsstarken Motoren abgeholt und kehren wieder in eine versteckte Bucht an der libyschen Küste zurück. Die Migranten hingehen tuckern in ihren untermotorisierten Schlauchbooten auf sich gestellt weiter Richtung Norden und werden früher oder später aus ihrer misslichen Lage durch die zahlreich im Mittelmeer kreuzenden Hilfs- und Rettungsorganisationen befreit.

Um diesen Schlepperbanden das Handwerk zu legen, hatte die EU ein Ausbildungsprogramm für eine eigenständige libysche Küstenwache aufgelegt. Bereits im Januar hatten 93 Libyer ihre Ausbildung auf einem niederländischen und einem italienischen Schiff absolviert. Die Ausbildung von je 20 Mann war im Anschluss auf Malta und Kreta begonnen worden. Allerdings zeigt es sich, dass nur ein Teil der bisher ausgebildeten Kräfte sich tatsächlich dem Dienst der Grenzsicherung verschrieben hat. Ein Teil von ihnen hat sich entweder den Milizen im Land angeschlossen oder sich den finanziell wesentlich lukrativeren Job direkt bei den Schlepperbanden gesucht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

Ich denke, Gaddafi wurde zur großen Freude der Killary, des Obama und der Merkel https://www.youtube.com/watch?v=AWNnnnGHQOU in deren Auftrag ermordet, um die Basis für die heutige Flüchtlingssituation in der EU – vor Allem aber in Deutschland zu schaffen!

Warum sollte da auch die Ausbildung libyscher Küstenschutzmitarbeiter weitergeführt werden, die sich dann gut informiert ohnehin der Scheppern anschließen???

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