Athen: Finanzhilfe bröckelt

27. Mai 2011, 08:42 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: | von
Foto: J.Simon/ddp
Redaktion

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU geraten wegen der Hilfen für Griechenland immer heftiger aneinander. Noch bevor in der kommenden Woche der Fortschrittsbericht von IWF, EU und Europäischer Zentralbank für das marode Schuldenland vorgelegt wird, drohte der Währungsfonds den Europäern mit einem Zahlungsstopp, sollten sie den Griechen keine verbindlichen Zusagen über weitere Finanzhilfen geben. "Wir leihen nie Geld, solange wir nicht sicher sind, dass es keine Lücke gibt", hieß es beim IWF. "Damit schützen wir das Geld unserer Mitglieder." Offiziell sollte die nächste Tranche über zwölf Mrd. Euro aus dem sogenannten "Rettungspaket" von IWF und EU am 29. Juni an Athen gezahlt werden.

Angesichts dieser Drohung macht Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker auf die EU Druck. “Wenn die Europäer zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Auszahlung vom IWF am 29. Juni nicht operativ gestaltet werden kann, ist die Erwartung des IWF, dass dann die Europäer an die Stelle des IWF treten und den Ausfall des IWF-Finanzierungsanteils auf ihre Kappe nehmen”, sagte Juncker auf einer Konferenz in Luxemburg.

Mehr unter: Reuters und FAZ.Net

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