Assange bittet Ecuador um Asyl

20. Juni 2012, 08:31 | Kategorien: Politik | Schlagworte: , | von Redaktion
Foto: Clemens Bilan/dapd
Redaktion

Die Geschichte (Komödie? Tragödie?) um den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, ist um ein weiteres Kapitel reicher. Jetzt hat sich der in Großbritannien sistierte Australier in die Botschaft des südamerikanischen Landes Ecuador begeben und dort um Asyl nachgesucht. Die britische Regierung will ihn nach Schweden abschieben, das ihn per europäischem Haftbefehl sucht, um ihn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung zu befragen.

Assange wehrt sich gegen die Auslieferung, weil er die Überstellung von Schweden in die USA befürchtet, wo ihm wegen der Veröffentlichung von tausenden Geheimdokumenten die Todesstrafe drohe. In Großbritannien hat er den Rechtsweg inzwischen ausgeschöpft; lediglich eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte käme noch in Betracht. Jetzt also Ecuador. Der Egozentriker wird wohl weiter an seinem ganz persönlichen Roman schreiben.

 

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(oe)

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