Spieler der AfD sollen draußen bleiben

Angeblich »Weltoffenheit« und »klare Werte« bei den Hobbykickern vom »FC Bundestag«

Auf der einen Seite propagiert man Weltoffenheit bei den Hobbykickern vom FC Bundestag, der Fußballmannschaft der Bundestagsabgeordneten. Doch de facto betreibt man eine antidemokratische Politik der Ausgrenzung. Denn Abgeordnete der AfD dürfen nicht mitkicken.

Quelle: fc-bundestag.de
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Politik, Nachrichten - Politik - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: FC Bundestag, Hobbykicker, Parlament, Weltoffenheit, Ausgrenzung, AfD-Abgeordnete
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Auf den ersten Blick erscheint es nur wie eine Randnotiz, doch bei näherem Hinsehen ist es eine skandalöse Aussage, die Dirk Wiese, SPD-Abgeordneter im Bundestag und Spieler der Hobbymannschaft »FC Bundestag« gegenüber der Saarbrücker Zeitung getroffen hat. Für Bundestagsabgeordnete der AfD sei in der angeblich für Weltoffenheit stehende Mannschaft kein Platz, sagte Wiese, und führte so den eigenen Anspruch ad absurdum. 

Seit 1961 gibt es dieses Team, welches für karitative Zwecke kickt. Bisher gab es bezüglich der Mitspieler auch keinerlei Berührungsängste. Selbst bekennende Kommunisten aus den Reihen der mehrfach umbenannten SED durften beim FC Bundestag mitspielen. Doch mit dem Einzug der AfD in den Bundestag, so Wiese, müsste man diese Offenheit überdenken. Er sei selbst bekennender BVB-Fan und würde dort auch gerne den einen oder anderen Fan aufgrund dessen politischer Überzeugung und Nähe zur AfD ausschließen. 

Endgültig entschieden sei über die Ausgrenzung der AfD-Abgeordneten allerdings noch nicht, räumt Weise ein. Die Diskussionen darüber seien bisher bereits kontrovers und intensiv gewesen, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Er, Wiese, setzte sich aber auf jeden Fall dafür ein, dass die AfD-Abgeordneten nicht mitspielen dürfen, also ausgegrenzt bleiben. 

Eine solche Haltung steht im absoluten Widerspruch zu der angeblichen Weltoffenheit, entspricht aber dem mehr und mehr um sich greifenden Zeitgeist, der AfD-Repräsentanten, Mitglieder und sogar Wähler und Sympathisanten der AfD aus dem sozialen und kulturellen Leben ausgrenzen will. Theaterbesuche sollen untersagt werden, in Restaurants will man keine AfD-Anhänger bedienen und aus manchen Sportvereinen sollen sie ausgeschlossen werden. Solche und ähnliche Verlautbarungen liest und hört man immer öfter. Sie erinnern fatal an eine Entwicklung, die zu Beginn der dunkelsten zwölf Jahre der deutschen Geschichte ihren Anfang nahm.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Andreas Berlin

Das Demokratieverständnis unserer Abgeordneten ist inzwischen offenbar völlig abhanden gekommen. Es gibt nur noch eine Meinung, die Gültigkeit hat, und Andersdenkende werden verunglimpft und kriminalisiert. Dabei assoziieren mir die Aktionen der letzten Monate, angefangen beim Intendanten des Friedrichstadtpalastes in Berlin, der AfD-Wähler und -Mitglieder aus seinen Vorstellungen ausschließen möchte, über den Fußballclub Frankfurt/Main, der diese Menschen nicht im Stadion haben will, bis hin zu dem aktuellen Fall der Bundestagsfußballer, eine viel größere Nähe zu solchen Parolen, wie "Kauft nicht bei Juden", die von denen verwendet wurden, denen ja angeblich die AfD anhängen würde. Was ist nur aus den Parteien geworden, die ich in meiner Jugend in den 70er/80er-Jahren aus der Ferne über die Mauer hinweg für ihre Streitkultur im TV bewundert habe. Jetzt, wo ich inmitten der einst glorifizierten Demokratie leben kann, treffe ich nur noch auf die gleichen Betonköpfe, wie ich sie in der DDR dereinst davongejagt hatte. Wie im Osten damals gilt auch heute: sitzen die Funktionäre zu lange auf ihren Sesseln, töten sie jede Form des freien Gedankens und der freien Meinung. Das scheint ein Naturgesetz zu sein.

Gravatar: Hans Goliasch

Da fragt man sich Wer in diesem Land "indem Wir gerne leben" ,die Nazis sind. Ich kann mir nur wünschen das, die Menge der Wahlberechtigten das genau verfolgen, nämlich das 85% davon am linken Nasenring durchs Dorf getrieben werden.
Dem FC Bundestag wünsche ich einen Kickerschwund ohnegleichen.
1933 lässt grüßen, "kauft nicht bei Juden". heißt heute grenzt die AfD aus wo immer es auch geht. Die Lebensmittelketten, Friseure und so weiter werden dann folgen. Habe mit über 70 Jahren nicht geglaubt, das so etwas in Deutschland noch möglich wäre. Doch die Generation nach 69 hat nicht verstanden!!!!.
Und so erkennt man wie dumm dieses Volk geworden ist. Das hat selbst Napoleon erkannt.
Wehret den Anfängen hat man uns in der Schule propagiert. Heute können Muslime ungestraft "Juden ins Gas" schreien, israelische Flaggen verbrennen, Israelis angreifen. Das selbe geschieht heute auch mit Sympathisanten Wählern und Mitgliedern AfD. Unerträglich wird meine Wut auf diese Menschen, die sich solch einen Begriff von Demokratie auf die Fahnen heften.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Doch de facto betreibt man eine antidemokratische Politik der Ausgrenzung. Denn Abgeordnete der AfD dürfen nicht mitkicken.“ …

Ist das nun eine Vorstufe der in Zukunft in Deutschland etwa längst geplanten göttlichen Apartheit, bei welcher Germanen beim Entgegenkommen von Migranten gefälligst die Straßenseite zu wechseln haben und deutsche Ureinwohner in eigens für sie geschaffenen Reservaten vegetieren dürfen???

Gravatar: Zicky

Ja es wird kommen. Das AfD-Abzeichen das man sich für jeden sichtbar auf den Kittel nähen muss. Schließlich muss der Nazideutsche wissen, mit wem er spielen darf oder nicht. Wo kaufen darf oder nicht und wem er reden darf oder nicht.

Gravatar: karlheinz gampe

SPD ist die Partei der Dummen und der Antidemokraten , die Bürgerrechte und Freiheiten beschneidet. Wer wählt sowas ?

Gravatar: Lothar Hannappel

Das Bild ist wohl nicht mehr ganz aktuell. "Die Manschaft" verzichtet weitestgehend auf dem Tricko auf den Bezug Schwarz-Rot-Gold. Passt dann auch viel besser zu vielen Spielern im Bundestag.

Gravatar: Gerd Müller

So sehen sie aus, die großen deutschen Demokraten, vor deren undemokratischen Gedankengängen man sich als normal gebliebener Deutscher hüten sollte !

Davon, daß Millionen Deutsche Bürger hinter der AfD stehen und diese gewählt haben, bleibt deren angeblich „weltoffenes und demokratisches" Verständnis völlig unberührt.

Anscheinend glauben die in ihrer ganzen Engstirnigkeit, diese AfD sei vom Himmel herunter, genau in den Bundestag gefallen.

Aber so ist das mit Ausgrenzung, Hetze und Verleumdung ...

Gravatar: Ede Wachsam

@Zicky 09.01.2018 - 11:18
Ja es wird kommen. Das AfD-Abzeichen das man sich für jeden sichtbar auf den Kittel nähen muss. Schließlich muss der Nazideutsche wissen, mit wem er spielen darf oder nicht. Wo er kaufen darf oder nicht und mit wem er reden darf oder nicht Zitat Ende

Wie denn Zicky Sie tragen kein AfD Abzeichen? Ich bin zwar kein Parteimitglied aber ich habe immer einen AfD Anstecker an meiner Jacke und warte nur darauf, dass mich deswegen einer anmacht. Der passt anschließend argumentativ in keinen Sarg mehr. Ist doch für mich das Mindeste was ich tun kann, meine Meinung auch nach außen zu demonstrieren. Bisher aber war ich erstaunt, nur Leute zu treffen die mir entweder zugestimmt haben und sagten auch sie hätten AfD gewählt, aber vor allem konnte ich mit ganz normalen Leute gute Gespräche führen. Die Gehirngewaschenen sind veileicht zu feige ihren Mund aufzumachen, der Schuss könnte ja nach hinten losgehen.

Gravatar: Ede Wachsam

Erhlich gesagt, ich wollte, wäre ich ein Abgeordneter der AfD, gar nicht unbedingt mit solchen Primitivlingen Fußball spielen. Höflich Guten Tag und guten Weg und fertig. Die AfD hat doch das weitaus bessere Konzept, die besseren Leute was das Fachwissen betrifft und haben es doch gar nicht nötig solchen unterbelichteten SPD Politclowns hinterher zu laufen. Nur Geduld, diese werden sich ein Eigentor nach dem anderen schießen mit ihrem sozialistischen Standesdünkel, den die auch noch demokratisch nennen, geradezu ein Hohn.

Gravatar: Karl Napp

Meine Oma, die 1945 von den tschechischen Nationalisten vom Familien-Hof aus Österreichisch-Schlesien verjagt wurde, hatte Recht: Es kommt alles wieder! Nach 1933 durften Juden nicht mehr in der Mannschaft des Reichstags mitspielen. Der Faschismus lebt!

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