Überarbeiteter Armuts- und Reichtumsbericht

Angeblich geht es den Deutschen so gut wie nie zuvor

Der von der Merkel-Regierung vorgestellte Armuts- und Reichtumsbericht ist vor der Veröffentlichung noch ein letztes Mal überarbeitet worden und soll heute in der finalen, entschärften Fassung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Die erste Fassung des Armuts- und Reichtumsbericht war der Merkel-Regierung deutlich zu kritisch (wir berichteten). Er wurde daraufhin deutlich überarbeitet und entschärft. Doch auch die redigierte Fassung schien nicht die gewünschten Zahlen zu zeigen, sodass er laut einem Bericht der »Welt« noch einmal überarbeitet wurde. Die Merkel-Regierung sei dabei, dem Bericht »den letzten Schliff« zu geben, bevor er heute auf einem Symposium durch Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgestellt werden soll. 

In der nun finalen Fassung sank die Zahl der Arbeitslosen seit 2012 um fast 50 Prozent und die Zahl der Beschäftigten befindet sich auf einem Rekordniveau. Dass die Zahl der ALG-II-Empfänger unverändert bei über 4 Millionen liegt, wird in dem Bericht jedoch nicht erwähnt. Auch dass die Zahl der von Armut bedrohten respektive betroffenen Kindern sich dramatisch erhöht hat, ist dem Bericht keine Erwähnung wert.

Darüber hinaus relativiert sich die Rekordzahl der Beschäftigten sehr schnell, wenn man berücksichtigt, dass im Bundesdurchschnitt fast jeder fünfte Arbeitnehmer im Bereich des Niedriglohnsektors beschäftigt ist; also ein Einkommen erhält, das kaum zum Bestreiten des eigenständigen Haushaltes ausreicht. Laut einem Bericht der Zeitung »Neues Deutschland« vom 11. Dezember 2016 sind in den westlichen Bundesländern 19,3 Prozent der Arbeitnehmer in diesem Sektor beschäftigt, in den östlichen Bundesländern liegt ihr Anteil sogar bei 34,5 Prozent.

Aber diese Zahlen sind der Merkel-Regierung zu kritisch und ihrer Propaganda abträglich. Deshalb werden sie nicht erwähnt. Schließlich ist ja im Herbst Bundestagswahl.

Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Gerd Müller

Ganz toll !
Scheinbar leide ich unter einer Augenkrankheit....

Oder meint die die Konzerne, Banken und Spekulanten?

Gravatar: Franz Horste

Und wenn es dem Affen zu wohl wird, begibt er sich bekanntlich aufs Eis. Deshalb erheitern uns die Grüspis (grüne Spinner) immer wieder mit neuen Einfällen. Der neuste Gag, den sich die pflegepolitische Sprecherin der Grüspis, Eisabeth Scharfenberg, ausgedacht ist die Sexualassistenz für Pflegebedürftige auf Kosten des Steuerzahlers, also quasi Prostitution auf Krankenschein!! Weil es Deutschland so gut geht, muss man halt sehen, wie man das schöne Geld noch so verschleudern kann. Da fehlen mir die Worte!
http://wort-woche.blogspot.de/2017/01/grune-wollen-sexualbegleitung-vom.html

Gravatar: Karin Weber

Also ich gehöre nicht zu den Glücklichen und in meinem Umfeld ist auch keiner der "Hier!" schreit.

Gravatar: M.B.H.

Wenn man sich selbst jeden Tag anlügt, glaubt man am Ende noch selbst daran Frau Merkel mit Gefolgssoldaten!
Die CDU hat jeglichen Grundsatz ihres Programms verlassen und ist für ein Land mit seinen hinterhältigen Schönrednern und braven Nachschwätzern nicht mehr tragbar. Mami macht alles dass sie Links und Grün gefällt, Mami hat dabei nur ihre eigenen anvertrauten Kinder vergessen.

Gravatar: blubby

@ Karin Weber

mit

Gravatar: Tomas Poth

Laut Eurostat liegt die durchschnittliche Wohneigentumsquote in der EU-27 bei 71%. In Deutschland wohnen 53% in den eigenen vier Wänden. In Italien sind es 72%, in Griechenland sind es 77%, in Spanien 83% und in Rumänien 97%. Wem geht es also gut in Europa? Wer ist der größte Nettozahler in der EU?Und wie passt das mit der Aussage zusammen uns ginge es gut?

Gravatar: Gittel

Oh alles super, ich weiß gar nicht, warum wir uns immer so aufregen. Wenn unsere Regierung das sagt, wird es schon stimmen. Ironie off

Gravatar: H.von Bugenhagen

Na iss denn dass
Den deutschen Bürgern geht es erst wieder gut wenn das Polit-Maffia- Pack
aus Deutschland verschwunden ist.

Gravatar: H.Brandenburg

Das sind also regierungsamtliche Fake News

Gravatar: Moritz

@ Thomas Poth,
und auch das ist noch geschönt, denn da sind auch die enthalten, welche nur ein Erbrecht nutzen.
Wirklich eigenen Boden mit der Möglichkeit sich sein eigenes Zuhause selbst zu gestalten und nicht nur ein eigenes Schließfach, gestapelt über und unter anderen, hat nur ein Bruchteil.
Diejenigen welche das haben und keine Mietsklaven sind, sind dafür die meiste Zeit ihres Lebens Zinssklaven.

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