Weidel: »Was sind die Regeln der EU noch wert?«

Alice Weidel (AfD) kritisiert Rettung zweier bankrotter Banken in Italien

Weidel: »Was sind Regeln und Verträge in der EU noch Wert, wenn diese stets nach Gutdünken gebrochen oder umgangen werden? Erst im vergangenen Jahr war beschlossen worden, Pleite-Banken in Europa dürfen nicht mehr mit Steuergeldern gerettet werden. Nun geschieht das gleich doppelt.«

von Olaf Kosinsky (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
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Die Veneto Banca und die Banca Popolare di Vicenza in der Veneto-Region in Nordostitalien sollen mit 17 Milliarden Euro an Steuergeldern »gerettet« werden. Hierzu erklärte die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel:

»Was sind Regeln und Verträge in der EU noch Wert, wenn diese stets nach Gutdünken gebrochen oder umgangen werden? Erst im vergangenen Jahr war beschlossen worden, Pleite-Banken in Europa dürfen nicht mehr mit Steuergeldern gerettet werden. Nun geschieht das gleich doppelt.«

Es wird langsam schwer Verträge und Regeln der EU zu finden, die bislang nicht gebrochen wurden. Ob Schengen, Maastricht oder nun die Vereinbarung zur Abwicklung zahlungsunfähiger Banken. All diese Werke sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Italien, das am lautesten nach Eurobonds ruft, ist hochverschuldet, aber rund 17 Milliarden Euro zur Rettung zweier maroder Regionalbanken sind in weniger als 20 Minuten vom Kabinett beschlossen.

Wer am Ende dieses Geld aufzubringen hat, liegt nahe. Die reichen italienischen Privathaushalte – im Schnitt deutlich vermögender als deutsche Haushalte – werden es sicher nicht sein.« 

 

 

Kommentare zum Artikel

Gravatar: die Vernunft

Jeder Rechtsanwalt kann sofort sagen, was zu tun wäre! Frist setzen, Einhaltung der Eurokriterien anmahnen, nach einer Woche bei Nichterfüllung die Reißleine ziehen, und Deutschlands baldmöglichsten Austritt aus dem Euro erklären!

Das wird mit Merkel und Schulz nicht passieren, die gehen den umgekehrten Weg zur totalen Transfair- und Haftungsunion und zu einem islamisierten verarmten Europa voller Kriminalität, Terror und Bürgerkrieg!

Gravatar: Ulli P.

Tja, und der deutsche Bürger steht mit offenem Mund daneben und sieht es als unabwendbar an, wenn italienische Banken gerettet werden müssen. Die Staatsmedien haben ihn ja umfassend informiert: Diese zwei Banken haben sich eben mit "faulen" Krediten vollgesogen!

Lieber deutscher Bildungsbürger, hast Du schon mal versucht, bei Deiner Bank einen Kredit ohne Sicherheiten zu bekommen? Kriegst Du nicht!. Aber italienische Banken vergeben laufend solche Kredite. An wen wohl?

Und, lieber deutscher Bildungsbürger, wer rettet dann die italienischen Banken? Das bist Du!

Aber eines weißt Du ganz sicher: Die AfD ist eine gaanz rechte Partei! Schließlich bist Du gebildet ...

Gravatar: Aufbruch

Wir leben in einem Schlaraffenland für Reiche und Banken. Die können anstellen, was sie wollen, sie werden "gerettet". Wo diese "Rettungs"-Gelder herkommen, weiß wohl keiner so genau. Im Zweifel von Draghi. Eine Schuldenorgie, wie sie in Europa stattfindet, kann nur mit wertlosem, frisch gedrucktem Geld am Leben erhalten werden. Dafür steht Draghi, bis er selbst in diesem Schuldensumpf untergeht. Lange kann das nicht mehr gut gehen. Die EU und insbesondere Euro-Land sind zu einem derart gesetzlosen Gebilde verkommen, dass eine Fallierung irgend welcher Banken, Kommunen und auch Länder rechtlich gar nicht mehr aufgearbeitet werden kann. Es wird saher so lange "gerettet", bis ein vermeintlich starkes
Glied in der Kette doch noch reißt und alles ins Chaos stürzt. Allzu lange wird das sicher nicht mehr dauern. Dann führt Macron die Schuldenvergemeinschaftung ein und alles wird gut - weil Deutschland zahlt und ebenfalls bankerott geht. Schöne Aussichten. Es sei denn, man wählt endlich anders.

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