Gestern bei »Maischberger«: Wozu brauchen wir noch ARD und ZDF?

AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch erneuert Fordernung nach Abschaffung des Rundfunkbeitrags

Gestern Abend wurde bei »Maischberger« die Frage erörtert, ob es ARD und ZDF in der deutschen Fernsehlandschaft noch brauchte. Man lese und staune: mit Beatrix von Storch war sogar eine Bundestagsabgeordnete der AfD zu dieser Sendung eingeladen. Sie erneuerte die Forderung nach sofortiger Abschaffung des Rundfunkbeitrags.

Screenshot / Quelle: Maischberger
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[ Zur Sendung geht es hier ]

Es war ein illustrer Kreis, der sich gestern Abend bei Maischberger zur abendlichen Runde getroffen hatte, um darüber zu diskutieren, ob es ARD und ZDF noch brauche. Neben der Moderatorin, die von der ARD bezahlt wird, fanden sich auf der Befürworterseite noch Tom Buhrow (Intendant des WDR / Mindestgehalt etwa 400.000 Euro per anno) und Pinar Atalay (Moderatorin der Tagesthemen) ein. Auf der Seite der Kritiker standen die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch und der Medienmacher Georg Kofler (Mitbegründer von Pro7, ehemaliger Vorstandsvorsitzender bei Premiere). Komplettiert wurde die Runde vom ehemaligen »Wetten, dass...???«-Moderator Thomas Gottschalk.

Die Antwort zur Eingangsfrage und dem Motto der Sendung ist schnell gefunden: Es gibt keinen Grund, ARD und ZDF mitsamt der Zwangsabgabe, euphemisitisch Rundfunkbeitrag genannt, in ihrer jetzigen Form beizubehalten.

Allein der Zwang, der den Bürgern zur Abgabe dieses Rundfunkbeitrages auferlegt wird, nehme den Menschen das Recht, sich frei entscheiden zu können. Die GEZ würde verlangt und sogar mit Zwangsmitteln beigetrieben, unabhängig davon, ob der Bürger die angebotene Leistung überhaupt in Anspruch nimmt. Diese 17,50 Euro sind, so die AfD-Abgeordnete von Storch, für einen Renter mit seinen 700 oder 800 Euro sehr viel Geld. Denn bei denen »ist am Ende des Geldes noch Monat übrig«. Kofler schlug in die gleiche Kerbe: der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu träge, zu aufgeblasen und zu teuer.

Selbst Thomas Gottschalk, von dem die drei ARD-Vertreter wohl gehofft hatten, dass er ihre Position einnehme, regte Umstrukturierungen und Modifikationen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk an. So, wie dieser sich derzeit darstelle und präsentiere sei er nicht zukunftsträchtig, so Gottschalk.

Da konnte Tom Buhrow noch so strampeln und den Status Quo verteidigen. Er fand keine Argumente, die für eine Beibehaltung von ARD und ZDF in seiner jetzigen Form sprechen. Und Pinar Atalay diente offensichtlich lediglich zur Vervollständigung der Runde. Denn zielführende Beiträge zum Thema der Sendung lieferte sie nicht.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: karlheinz gampe

Der antidemokratische Zwangsbeitrag des linken merkelschen SED Rotfunks muss abgeschafft und die Verantwortlichen in Politik und in den staatlichen Sendern zur Verantwortung gezogen und vor Gericht gestellt werden. Finanzielle Vorteile , welche Mitarbeiter dieser Sendeanstalten und auch ihre antidemokratischen politischen Helfer durch ihr Tun erlangten z. Bsp Altersversorgung fallen den Belangen des Staates und damit der Allgemeinheit auch rückwirkend anheim.

Gravatar: Gerstenmeyer

Ich sehe eine doppelte Enteignung.
Die Bürger werden über Gebühr finanziell belastet. Der Bürger will frei entscheiden, was er mit seinem Geld macht. Und er will frei entscheiden, was er sehen will und wie er informiert wird.
Die ÖR Medien schaden der Wirtschaft. Viele Unternehmen könnten gutes Geld verdien, würde es den unlauteren wettbewerb der ÖR nicht geben. Ohne die ÖR kann der Pay-TV-Markt weiter ausgebaut werden. Der Zuschauer zahlt nur für das, was er sieht.
Mein Vorschlag:
Die ÖR und die GEZ ersatzlos abschaffen. Den Informationsgehalt der privaten Anbieter durch eine Medienbehörde kontrollieren. Das sichert Qualität und ein ausgewogenes Angebot. Das Angebot im Moment ist nicht ausgewogen. Den Rest regelt der Markt.
Leistung muß sich wieder lohnen in Deutschland. Dazu müssen neue Märkte geschaffen und bestehende geschützt werden. Wachstum schafft Beschäftigung.

Gravatar: Karl

>> Die GEZ würde verlangt und sogar mit Zwangsmitteln beigetrieben, unabhängig davon, ob der Bürger die angebotene Leistung überhaupt in Anspruch nimmt.<<
genau so ist es !! diese Propagandasender welche ich seit über 20jahren nicht nutze und sich nur die Pensionskasse der Intendanten sichert, gehört mit sofortiger wirkung abgeschafft!! es sollte wenigstens die möglichkeit der Wahl bestehen falls man sich politisch korrekt berieseln lassen will .

Gravatar: Ulli P.

"Wenn Du einen Sumpf trockenlegen willst, darfst Du nicht die Frösche fragen." Trotzdem hat man in der Sendung wohl zu viele Frösche aufgeboten!
Wohlweislich neben Beatrix von Storch keine der Kartellpolitiker, die dann Farbe hätten bekennen müssen, weshalb sie weiter am Geldabsaugemodell des ÖRR festhalten wollen.
Bürger, wacht auf ...!

Gravatar: Horst Joachim

Wer ARD - ZDF die 3 . Programme plus den mittlerweile vielen Nebensendern schauen bzw .sich von ihnen einseifen lassen möchte soll das gerne tun aber so wie es das private Bezahlfernsehen auch macht . In D geht alles was Politikern Beschäftigung ohne Arbeit bringt und dem Staat Geld in die Kassen spült . Bei Abschaffung der GEZ wird ein Weg über Steuern gefunden . Bei dieser kommenden Groko sowieso , die sich schon vorab gegenseitig Ämter zuschieben wollte ohne Mitsprache der Basis

Gravatar: Max Moritz

Es liegt doch nicht daran, dass es die öffentlich rechtlichen gibt und wir für all dies (Internet, Fernsehen, Radio) eine monatliche Gebühr zahlen. Mit diesem Prinzip habe ich jedenfalls kein grundsättzliches Problem.

Das Problem ist, das ebendiese öffentlich rechtlichen ihrem originären Auftrag nicht nachkommen, der da lautet: Umfassende und ausgewogene Information nach hohen journalistischen Qualitätsstandards.

Stattdessen werden wir zugemüllt mit manipulativem Info-fastfood und erkennen doch keine Zusammenhänge, es ist mehr Volksverdummung.

Ich würde diese 17,50 Euro monatlich sogar gerne zahlen, wenn ich wüsste, über die öffentlich rechtlichen ein Informationsangebot zu bekommen, welches echte, eigenständige Meinungsbildung erlaubt, leider ist die Praxis das Gegenteil, wir werden manipuliert nach allen Methoden der Massenpropaganda.

Eigene Meinungsbildung geht nur noch über mühsame und zeitaufwendige Selbstrecherche und z.B. im Falle von Demonstrationen, unmittelbare Konfrontation mit der Wirklichkeit.
Zuguterletzt: Immer wieder raus aus den Städten, aufs Land, in die Natur , in die Einsamkeit, offline, mit einem guten Buch dabei.
MM

Gravatar: Gipfler

Es ist gut, dass die Diskussion über dieses wichtige Thema öffentlich fortgesetzt und auch hier immer wieder thematisiert wird, um immer mehr "Glotzer", dafür aufzuwecken, welcher Gehirnwäsche im Dienste der Herrschenden sie sich ständig aussetzen.

Man kann nur hoffen, dass immer mehr die Zahlung des Zwangsbeitrages verweigern. Rechtliche Argumentationshilfen gibt es genug, z.B.:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2017/11/03/rundfunkzwangsbeitrag-oder-die-betreute-informationsfreiheit/

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2017/11/10/rundfunkpropaganda-und-der-rechtsgrundsatz- von-treu-und-glauben/

Gravatar: Hand Meier

Die Alternative für eine bessere Politik in Deutschland wirkt, das hat Frau von Storch wieder sehr deutlich werden lassen.
Sie hatte die besseren Argumente und hielt die Verteidiger des GEZ-Systems ständig in Schach, die keine sachlichen Gründe liefern konnten, warum keine „Nutzungs-Gebühren“ das „Zwangs-Finanzierungs-System pro Haushalt“ ersetzen sollte, schon allein, um eine machbare Gerechtigkeit, und Wählbarkeit zu ermöglichen.
Es ist geradezu unverschämt nicht die in Anspruch genommene Dienstleistung abzurechnen, wie den Stromverbrauch pro Haushalt oder den Broteinkauf, sondern das bereitgestellte Angebot finanzieren zu müssen.
Das ist reine Zwangswirtschaft die den zahlenden Kunden als entmündigte Geisel malträtiert und exakt so ist die Qualität von ARD und ZDF in weiten Teilen.
Von den Bereicherungen in einem solchen Selbst-Bedienungs-System was sich Regimekonform anbiedert, mal abgesehen bespielt sich ein Hofstaat.
Die AfD wirkt, sie hat die Intelligenten auf ihrer Seite und die besseren Vorschläge, um die Qualität durch Wettbewerb zu verbessern.
Denn einzig ein permanenter fairer Wettbewerb fördert eine Konkurrenz um die besseren Angebote und den Fortschritt auf allen Gebieten.
Die linken sozialistischen Strukturen scheitern an ihren Dogmen, an der starren Planwirtschaft die ideologisch bleibt und keine echte Dynamik zulässt.

Gravatar: Ede Wachsam

Bravo Frau von. Storch, Sie haben souverän geantwortet in der wenigen Zeit die man Ihnen gelassen hat. Ich wollte gerade meinen PC ausschalten, es war 22:43 Uhr als ich noch eine Mail von Florian Kohlweg (Kreisvorsitzender der AfD) mit dem Hinweis auf die Maischberger Sendung bekam, in der Sie sein würden.


Normalerweise tue ich mit die Quassel Sendungen mit den bekannten Moderatorinnen + Herrn Lanz nicht mehr an, aber nun habe ich gleich die Glotze angeworfen um mir die Sendung allein wegen des brisanten Themas anzusehen. Fing eigentlich so ganz gut an ( wo sie den Emil her bekamen wurde wohl seiner Pro ÖR Meinung wegen vorher recherchiert) und im Grunde mussten Sie sehr geehrte Frau v. Storch wieder gegen die anderen 4 Leutchen allein kämpfen. Dann mussten wir uns den gesamte Weltspiegel ansehen und dieses Machwerk war wie immer einseitig gefärbt und viel zu lang, denn weniger, also nur Ausschnitte davon wäre mehr gewesen, bis dann endlich die Diskussion anfing.


Herr Buhrow hat gleich einen auf gut erzogen gemacht, weil Sie einen Satz in seinem Monolog geworfen haben, und er würde ja Niemand einfach unterbrechen. Dass sich Herr Buhrow und Mr. Kofler dann stellenweise lang und breit wie die Kesselflicker gestritten haben, zeigte dann auch Herrn Buhrows gute Erziehung und Konzilianz. Fakt für mich ist, dass die Staatssender ihr Fehlverhalten sowohl gegenüber der AfD, deren Wähler, und anderen gering geschätzten Personen der Weltöffentlichkeit, nicht einsehen. (Hetze und Verunglimpfung) Aber auch ihr schlechtes einseitiges Programm, wobei der tägliche Sport generell einen Nerv tötend großen Raum einnimmt, von den seichten Filmchen, langweiligen Krimis und ewigen Wiederholungen einmal abgesehen, einfach nicht als nicht besonders qualitativ einsehen wollen.


Na ja und der zum Wasserkopf aufgeblähte Senderapparat der natürlich eine Menge Geld verschlingt, die üppigen Gehälter und die Pensionszusagen, wurden natürlich völlig für notwendig erachtet. Mit anderen Worten, diesen Leuten fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein oder gar ein Funken an Bescheidenheit. Dafür ist die Arroganz und Selbstherrlichkeit dieses Klientels umso stärker ausgeprägt. Noch ein Wort zu Frau Maischberger welche auch die Meinungen, die nicht ins vorgegebene Konzept passen gerne unterbricht, wurde hier von Herrn Buhrow als völlig unfähig vorgeführt, ein wenig Disziplin in ihren Laden zu bringen, sie hatte keine Chance gegen die zwei Streithähne Buhrow und Kofler. Andererseits aber duldete sie immer wieder die Unterbrechungen von Seiten der etablierten Parteien gegen die immer in Minderzahl eingeladenen Personen der AfD, oder auch anderer Akteure die nicht auf Regierungs- oder Parteilinien waren, meist durch unqualifizierte Dauerunterbrecher vor allem von den Grünen und den Spezialdemokraten. Auch die erwähnten Gremien sind alles andere als paritätisch besetzt, Egal ob Rundfunk/Fernsehrat oder Verwaltungsrat.
Es ist so ähnlich wie mit den Gerichten, da hocken auch viele stramme Parteigänger der Etablierten und die Neutralität der Gerichts gibt es schon lange nicht mehr, falls es sie jemals gab.
Zum Schluss: Es gab keinerlei Einsicht seitens des Intendanten Tom Buhrows irgendwelche Fehler gemacht zu haben, alles wäre ordentlich, richtig sinnvoll und notwendig. Insofern muss der Kampf gegen diesen Staat im Staate unvermindert weitergehen, denn Joseph Goebbels sollte uns daher eine ewige Warnung sein und guter und seriöser Journalismus hat nichts mit der eigenen Meinung bei den Nachrichten zu suchen. Alles was als Nachrichten heute hier verkauft wird, sind „nachgerichtete“ Manipulationssendungen, wenn es um Politik oder Weltanschauungen geht, etwas mehr und etwas weniger, meistens mehr und das lehne ich, zumindest auf Grund der beiden letzen Diktaturen auf deutschem Boden, rundweg ab.

Mit besorgten Grüßen
Ede Wachsam

Gravatar: Alfred

Früher gab es den "Völkischen Beobachter" und den Volksempfänger.
Heute den wesentlich effizienteren ÖR-Propagandaapparat mit einer Flut von Programmen, die keiner in diesem Ausmaß braucht!
Klaus Kleber verdient >600.000 € pro Jahr und Tom Buhrow bestimmt nicht weniger. Alles von den Zwangsgebühren. Stellen Sie sich mal vor, die Zwangspropagandaeinnahmen entfallen? Was für ein sozialer Abstieg für Tom Buhrow und andere Genossen? Jetzt verstehen Sie, dass dieser Kerl Blut und Wasser schwitzt.

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