Ausländerbehörde und Sozialamt zahlen

Ärzte verdienen an Flüchtlingen 3 bis 5 mal mehr als an Kassenpatienten

Stimmt es, dass Flüchtlinge mindestens so umfassend behandelt werden wie deutsche Kassenpatienten? Oder dass sie gar den Patienten-Status eines hiesigen Privatpatienten genießen? »Nicht ganz«, sagt ein Mediziner, »aber fast«. Ein Arzt verdient jedenfalls mehr an einem Flüchtling als am Kassenpatienten.

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Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten - Lebenswelt, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Asylbewerber-Leistungsgesetz, Doris Pfeiffer, Einheitlicher Bewertungsmaßstab EBM, GKV-Spitzenverband, Kassenpatienten, Privatpatienten
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Wie umfassend ist die ärztliche Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland? Darüber kursieren sehr unterschiedliche Informationen und vor allem Meinungen. So ist häufig in den Medien zu hören und zu lesen, Flüchtlinge erhielten nur die allernotwendigsten Behandlungen. Zudem hätten sie beträchtliche bürokratische Hürden zu überwinden, um diese genehmigt zu bekommen. Doris Pfeiffer, Chefin des GKV-Spitzenverbandes (Verband der Krankenkassen) meint sogar: Flüchtlinge entlasten die Krankenkassen.

Auf der anderen Seite finden sich Darstellungen, wonach die medizinische Versorgung von Flüchtlingen nicht schlechter sei als diejenige von deutschen Kassenpatienten. Oder dass sie sogar besser sei – bis hin zu der Aussage, der Patienten-Status von Flüchtlingen entspreche dem von hiesigen Privatpatienten auf Kosten der Allgemeinheit 

Letzteres hat kürzlich auch Michael Klonovsky in seinen Acta diurna geäußert. Er erhielt dafür keinen Shitstorm, sondern etwas Besseres: Die Kommentare von erfahrenen Praktikern. Zwei davon hat Klonovsky auf seiner Website veröffentlicht. Sie bringen so viel Licht ins Dunkel, dass ihre Kernaussagen hier zusammengefasst seien.

Zunächst: Stimmt der »Privatpatienten«-Vergleich? Nein, sagen beide Kommentatoren, ein Oberarzt in einer großen Kinderklinik und ein Arzt für Allgemeinmedizin. Denn bei Privatpatienten rechne der Arzt den 2,3-fachen Gebührensatz eines Kassenpatienten ab, und das könne er bei Flüchtlingen als Patienten nicht tun.

Damit aber endet schon der Einspruch der Ärzte. Der »Privatpatienten«-Vergleich sei »nicht ganz richtig, aber immerhin fast«, denn: »Es stimmt, dass ein Arzt an einem 'Flüchtling' mehr verdient als an einem Kassenpatienten«. Bei Flüchtlingen nämlich müsse nicht nach dem »EBM« abgerechnet werden (»Einheitlicher Bewertungsmaßstab« – das Vergütungssystem der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland).

Und daher unterliege die Abrechnung keinem »gedeckelten Budget« wie unter »EBM«, sondern es könne stets der einfache Satz in voller Höhe abgerechnet werden. Dies sei allerdings keiner gesonderten »Lex Flüchtling« zu verdanken, sondern einer »Lex Sozialhilfeempfänger«, die »schon ewig« in Kraft sei.

Nicht anerkannte oder geduldete Asylbewerber erhalten medizinische Leistungen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz. Die Kosten trägt die Ausländerbehörde bzw. das Sozialamt. Jede Behandlung bedarf zwar offiziell der »Begründung als nicht aufschiebbare Notwendigkeit«, die gegenüber der zuständigen Behörde zu erbringen ist; sie wird aber »in der Regel« positiv beschieden.

Diese »Akut-Vorschrift« existiert »schon immer«, und sie wurde »auch immer schon generell missachtet. Es wurde bei Sozialhilfe-Empfängern (u.a. also bei Flüchtlingen) einfach immer alles behandelt.

Das Fazit des Allgemeinmediziners in dem Blog von Klonovsky: »An einem Privatpatienten verdient der Arzt also 2,3-mal mehr als an einem Flucht-Simulanten; an letzterem aber immer noch mehr (geschätzt: 3 bis 5 mal mehr im Schnitt) als an einem Kassenpatienten.«

Diese Angaben kann man seit dem 22. März gegenchecken anhand eines neuen SPIEGEL-Artikels: So werden Flüchtlinge medizinisch versorgt. Darin wird das Thema im Frage-Antwort-Stil abgehandelt. »Was gilt denn als akut, welche Therapien bekommen Flüchtlinge nicht?«

Antwort: »Das Gesetz lässt hier großen Interpretationsspielraum. Zur schwammigen Formulierung zu akuten Erkrankungen und Schmerzen kommt noch eine Klausel, laut der in Einzelfällen auch darüber hinaus geholfen werden kann, wenn die Leistungen 'zur Sicherung (...) der Gesundheit unerlässlich sind'. Anders gesagt: Alles kann, kaum etwas muss. In Bremen etwa erhalten Flüchtlinge fast alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.“

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl

Aha, die Asylindustrie funktioniert auch hier reibungslos, auch die diskriminierung der Kassenpatienten, war ja auch klar, das sind die, welche schon länger hier zahlen...

Gravatar: karlheinz gampe

Klientelpolitik einer SED CDU Lobbyistin, auch Stasis Erika genannt. Es blüht die Asylindustrie in deutschen Landen. Dank, ihrer politischen Lobby und der Steuerzahler muss nicht nur dafür, sondern auch für sich selbst bedienende kriminelle SED Politiker wird er zur Kasse gebeten. Die hochbegabten Merkelakademiker, die angehenden moslemischen Chirurgen waren mit ihrem Messer am Wochenende wieder sehr aktiv. Es kam wieder zu sehr vielen Messerattacken am Wochenende in Deutschland. Nun gehören mit Merkels Hilfe Messerattacken zu Deutschland ! Merkels angehende moslemische Ärzte sammeln eifrig praktische Erfahrung mit ihren scharfen Messern in Deutschland.

Gravatar: Heinz

Da ist es doch kein Wunder, daß ein Großteil unserer deutschen Rentner noch arbeiten oder Flaschen sammeln muß.

Gravatar: H.Roth

Flüchtlinge sind eben die besseren Bürger:

- Sie bezahlen pünktlich und reichlich ihre Miete und unterstützen dadurch die Immobilienbranche.

- Sie erkennen die Notwendigkeit, dass Sozialarbeiter auch Arbeitstellen brauchen, und nehmen darum deren Hilfe gerne in Anspruch.

-Sie sind sich bewußt, dass es in Deutschland ein fast kaputt gespartes Gesundheitssystem gibt, darum nehmen sie gerne und großzügig ärztliche Hilfe in Anspruch, koste es was es wolle.
Zudem hat vielleicht so mancher Arzt die Möglichkeit, eine neue Krankheit zu entdecken, nach sich zu benennen und damit Ruhm und Ehre zu erlangen.

Mehr Punkte kann ich jetzt nicht aufzählen, weil ich schnell weiterarbeiten muss, um reichlich Steuern für unseren mildtätigen Staat zu erwirtschaften.

Gravatar: gisela glatz

Hier zeigt sich wieder die Verlogenheit der Politik. Sie holen diese Flüchtlinge ins Land und betreuen sie 10mal besser als uns Deutsche, die wir hier gearbeitet haben und die Karre ständig aus dem Dreck ziehen. Dafür stechen uns diese Kriminelle Ausländer dann noch ab. Ich wünsche jedem Politiker mal eine solche negative Begegnung, damit er am eigenen Leibe spürt, wie das ist, Opfer zu sein. Auch bringen uns diese "GÄSTE" Krankheiten ins Land, die wir seit Jahren nicht mehr kannten. Seit diese Asylanten ins Land kommen, geht es nur noch bergab !!!

Gravatar: asisi1

ich hoffe der Michel wird es irgendeinmal begreifen, warum wir alle in "Sozial-Zwangsversicherungen" einzahlen müssen!
und jetzt für jeden bekloppten "Weil wir die asylbetrüger" durchfüttern müssen und nicht weil wir alle älter werden!!!!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Ärzte verdienen an Flüchtlingen 3 bis 5 mal mehr als an Kassenpatienten“

Dazu noch ein erklärender der O-Ton eines Arztes aus Anfang 2016:

"Ich muss ihnen leider die günstigere Generika verschreiben, da mir die Krankenkasse dies vorschreibt. Wären sie ein Flüchtling, würden sie das Original-Medikament erhalten, da es hier höhere Zuzahlungen gibt." … http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/medikamente-kassenpatienten-zahlen-mehr-zu-thread-403341-5.html

´Eigentlich` sollte diesen Worten Taten folgen!!!

Gravatar: Unmensch

So kauft man sich eine Pro-Asyl-Lobby ein.

Gravatar: harald44

Das bestorganisierte Irrenhaus in Deutschland trägt den Namen BRD!

Gravatar: Franz Horste

Ich glaube nicht, dass ein "Flüchtling, der eine Brille benötigt, diese nicht bezahlt bekommt, weil dies als aufschiebar gilt. Ein Kassenpatient muss hier die Kosten selbst tragen, was nicht wenig ist, selbst wenn man auf einfache Gestelle zurückgreift. Nur bei Kindern sieht das anders aus. Auch dritte Zähne und Brücken sind für Kassenpatienten oft unerschwinglich. Läßt man hier einen Asylbegehrer im Trockenen stehen? 2015 hat einer, der neue Zähne "brauchte", aus diesem Grund sogar sein Kind im Mittelmeer ersaufen lassen. Er wollte nur nach Deutschland, weil er kostenlose Zähne wollte. Die Deutschen rührte dieser arme Junge, der an der türkischen Küste angespült wurde, so sehr, dass sie am liebsten alle armen Kinder der ganzen Welt nach Deutschland holen wollten. Keiner kam auf die Idee den Vater wegen seinem Egoismus zu verurteilen. Ein hier Geborener kann niemanden zu Tränen rühren, weil er kein Geld für Zähne hat!!
Die Eltern, deren Tochter von solch einem "Flüchtling" ermordet wurde, wollen mit einer Stiftung ausländische Studenten unterstützen. Auf die Idee Kinder armer Deutscher zu helfen, die ihre Kinder dazu erziehen keine Menschen zu ermorden, kämen sie nicht! Dann wundern sie sich noch, dass das niemand versteht.
http://wort-woche.blogspot.de/2018/03/wir-sind-kandel-was-heit-das.html

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