Abwanderung von Unternehmen bei Zwangsanleihe befürchtet

16. Juli 2012, 06:13 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: | von Redaktion
Gerd Altmann / pixelio.de
Redaktion

Nachdem im letzten »Wochenbericht des DIW Berlin« die Idee einer Zwangsanleihe auf Privatvermögen als Einnahmequelle für den Schuldenstaat befürwortet worden ist, haben sich Vertreter der Wirtschaft beunruhigt geäußert und mögliche Konsequenzen aufgezeigt, falls der Vorschlag verwirklicht werden würde.

Der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Peter Keitel, wies darauf hin, dass Vermögen oft in Form von Sachwerten in den Unternehmen stecke und nicht frei verfügbar sei. Der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, äußerte die Vermutung, dass sich mittelständische Unternehmer zur Abwanderung ins Ausland gezwungen sehen könnten. Angesichts ihrer hervorragenden Vernetzung sei das für sie eine reale Option. Während sich Bundesfinanzminister Schäuble von dem Vorschlag distanzierte, zollten SPD-Politiker wie Ralf Stegner (Schleswig Holstein, Bild) und Jens Börnsen (Bremen) dem DIW-Vorschlag vielfach großes Lob.

 

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(oe)

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