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26.05.2013
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Familienschutz startet Online-Initiative "JA zum Betreuungsgeld"
Weitere Themen: Familie


Initiative Familienschutz

„Ab 2013 soll für diejenigen Eltern, die ihre Kinder von ein bis drei Jahren nicht in Einrichtungen betreuen lassen wollen oder können, eine monatliche Zahlung (zum Beispiel Betreuungsgeld) eingeführt werden.“ So steht es seit 2008 (!) im Deutschen Sozialgesetzbuch. Dessen ungeachtet wird seit Monaten von verschiedenen Seiten daran gearbeitet, das Betreuungsgeld unmöglich zu machen und seine Einführung zu verhindern. Frau2000plus und die Initiative Familienschutz haben deshalb die Online-Kampagne „JA zum Betreuungsgeld – Mütter fordern Wahlfreiheit!“ auf AbgeordnetenCheck.de gestartet.

Sie fordern die Einführung des Betreuungsgeldes von 150 Euro/Monat für Eltern, die ihre Kleinstkinder nicht in einer staatlich finanzierten Kinderkrippe betreuen lassen. Damit würde endlich auch alternativen Betreuungsmodellen eine, wenn auch geringe, finanzielle Anerkennung zukommen. Dies wäre ein erster wichtiger Schritt hin zu echter Wahlfreiheit für Familien.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem “Kinderbetreuungsurteil” vom 10. Nov. 1998 deutlich zum Ausdruck gebracht, daß der Staat sich in der Betreuungsfrage nach der individuellen Entscheidung der Eltern zu richten hat und keine Form der Betreuung einseitig bevorzugen darf. Im Gegensatz dazu fördert der Staat derzeit als einziges Betreuungsmodell die Kinderkrippe mit monatlich durchschnittlich 1000 € Subvention pro Krippenplatz. Dabei würden bei finanzieller Wahlfreiheit rund 70% der Eltern ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren am liebsten selbst erziehen.

Verschiedene Studien u.a. die große NICHD-Langzeitstudie und die moderne Streßforschung haben klar erwiesen, daß eine frühe Trennung des Kindes von den Eltern bzw. der Hauptbezugsperson während vieler Stunden täglich bei Gruppenbetreuung in einer Kinderkrippe das Kind unter großen hormonellen Streß setzt und damit langfristige negative Auswirkungen auf seine seelische Entwicklung und sein Sozialverhalten riskiert mit entsprechenden Folgen für sein spätere Bildungsfähigkeit und psychische Stabilität.
Krippenerziehung ist Risikoerziehung, wird aber als einzige staatlich belohnt.

Noch vor der Sommerpause wird Bundesfamilienministerin Kristina Schröder einen Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld vorlegen, über den die Abgeordneten des Deutschen Bundestages abstimmen werden. Helfen Sie mit, diese Initiative für die Einführung des Betreuungsgeldes zum Erfolg zu bringen. Fordern Sie jetzt die Bundestagsabgeordneten auf, sich für die Einführung des geplanten Betreuungsgeldes auszusprechen. Machen Sie mit und schreiben Sie jetzt den Bundestagsabgeordneten.

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Redaktion FreieWelt.net, 01.05.2012 21:29 | Kommentare (7)




 
  Kommentare (7)

F. R., 04.05.2012 08:54
Die ganze Subventioniererei rund ums Kind ist schon grotesk. Vor allem die sauteuren Krippen- und Kitaplätze regen mich auf. Dagegen ist das Betreuungsgeld doch ein Witz. Warum regen sich alle nur darüber auf?

Helmut Mahn, 03.05.2012 09:55
ja zum Betreuungsgeld

Oliver Kaszierski, 02.05.2012 17:14
Was ist denn das hier? Eine (schein)heilige Allianz von vam(v) und den Zeugen Jehovas?
Wenn Frau und Kind = Familie ist, kann ‚Frau2000plus‘ für nicht mehr, als die erste Hälfte des 20ten Jahrhunderts stehen. Egal! Hauptsache irgendein Depp von Mann geht für Frauchens Traum schaffen. Halbwahrheiten werden auch im Artikel noch rausgehauen, wie zur seelischen Entwicklung.
Liebe Muttis, auch wenn der aus unterschiedlichen Gründen familienferne Erzeuger dem Kind fehlt, es keine Interaktionen zwischen den Eltern erlebt und Elternteile ohne Kontrollinstanz Schalten und Walten, gehen die Kids mit doppeltem Risiko psychisch auffällig zu werden aus dem Eltern(teil)haus. Mit etwas Pech wirken sich die psychischen Leiden der Kids schon in der Pubertät aus.
Ich finde es wirklich bedauerlich, dass sehr, sehr viele Frauen noch nicht im 21ten Jahrhundert angekommen sind.


cordelia graf, 02.05.2012 15:34
Ich bin entsetzt über diesen propagandistischen Humbug. Schade, dachte ich doch immer, dass die "freiewelt" gerade nicht den ewigen Subventionisten das Wort redet. Wie kann man sich doch täuschen. Warum - in drei Gottes Namen - muss immer nach dem fürsorglichen Staat gerufen werden, warum soll der Steuerzahler für alles aufkommen müssen. Ist den Verantwortlichen dieser Kampagne schon einmal in den Sinn gekommen, das Gegenteil zu fordern als Ausdruck ihrer Freiheit! Dass Krippen und Kitas staatlich unterstützt und finanziert werden, ist schon schlimm genug. Warum aber fordert man nicht die Einstellung dieser Subvention? Wer immer nur den Staat fordert, darf sich nicht wundern, dass Vater Staat in immer weitere Lebensbereiche eindringt und dafür auch zur Kasse bittet!!

Karin Weber, 02.05.2012 12:08
"Verschiedene Studien u.a. die große NICHD-Langzeitstudie und die moderne Streßforschung haben klar erwiesen, daß eine frühe Trennung des Kindes von den Eltern bzw. der Hauptbezugsperson das Kind unter großen hormonellen Streß setzt und damit langfristige negative Auswirkungen auf seine seelische Entwicklung und sein Sozialverhalten riskiert mit entsprechenden Folgen für sein spätere Bildungsfähigkeit und psychische Stabilität."

Ob das unsere Familiengerichte und Jugendämter wissen? Meist kicken die doch den Vater raus.


Petra, 02.05.2012 10:57
Diese Kampagne muß unterstützt werden!

Yussuf K., 02.05.2012 08:02
@Tagora Schliwa

Sie haben zweifelsfrei Recht, aber denken Sie an die vielen entsorgten Väter, die deren menschliche Wärme & Nähe den Kindern ebenfalls fehlt: www.vaeterentsorgung.de.vu

Das ist auch eine große "Baustelle" hier in diesem familien-, kinder- und väterfeindlichem Land!



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Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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