suchen
24.05.2013
Einloggen | Registrieren
 
 
 
Interview mit Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Weitere Themen: Allgemein, Bildung



Vom 20. bis 24. Mai findet in Marburg der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge statt. Das Thema der Tagung lautet „Identität – der rote Faden in meinem Leben“.

FreieWelt.net sprach mit Professorin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die auf der Tagung den Eröffnungsvortrag zum Thema „Sich finden und sich verlassen. Vorsicht vor dem nur identischen Ich“ halten wird.

FreieWelt.net: Frau Professorin, können Sie bitte kurz schildern, was aus religionsphilosophischer Sicht überhaupt unter dem Begriff Identität zu verstehen ist?

Prof. Gerl-Falkovitz: Identität kann eventuell auch zur Falle werden: „Ich bin nun mal so.“ Auf diesen Punkt werde ich in meinem Eröffnungsvortrag zur Konferenz einen besonderen Akzent legen. Gefahren liegen darin, in einmal gegebenen oder aus Trägheit übernommenen Bedingungen zu verharren und nicht mehr oder zu wenig zuzulassen, dass das Leben, die Selbstbildung und religiös gesehen auch die Gnade gewaltige Veränderungen und Überraschungen hervorbringen kann. „Werde, der du bist“, heißt die alte Formel. Identität meint also ein wunderbares Werden und keinen Kokon.

FreieWelt.net: Sie zeichnen also ein eher negatives Bild von Identität?

Prof. Gerl-Falkovitz: Nein, ein mehrdeutiges! Ich will aufzeigen, dass im Begriff der Identität neben einer notwendigen Stabilität auch die Möglichkeit der Verhärtung mitschwingt. Bei Augustinus läßt sich gut studieren, welche Gefahren auch aus einer „Fixierung im Ich“ erwachsen können. Er spricht vom notwendigen „Auszug aus sich selbst“ – wohin? Natürlich zu einem ungeahnt schöpferischen Grund, dem göttlichen Du. Dieser läßt sich in vielerlei Begegnungen und Anforderungen des Lebens freilegen.

Umgekehrt geht es im eigenen Lebensentwurf auch nicht um hektisches Tun, das sich jeden Tag neu zu irgendetwas Neuem entschließen muß. Es kann nicht um ein unentwegtes „Sich-selbst-Entwerfen“ gehen, das führt zur Horizontlosigkeit. Es gibt ja „unerschöpfliche Gaben“, die grundsätzlich zu einem dazugehören, der Partner, die Kinder. Diese „Gaben“ haben den Charakter des Unerschöpflichen und gleichzeitig Stabilen, das den Menschen immer wieder neu beglücken kann. Von Martin Buber stammt der Satz: „Am Du gewinnt sich das Ich“. Am „Es“ gewinnt es sich nicht.

FreieWelt.net: Kaum ein Teilbereich der menschlichen Identität wurde in den letzten Jahren so intensiv diskutiert wie seine Geschlechtsidentität. Welche Position würden Sie dazu aus religionsphilosophischer Perspektive formulieren?

Prof. Gerl-Falkovitz: Zunächst ein statistisches Faktum: Nur bei einem verschwindend geringen Anteil an der Gesamtbevölkerung kann man von biologischer Nicht-Festlegung sprechen. Der Genotyp, also die genetische Grundausstattung, stellt sich bei der überwältigenden Mehrheit der Menschen eindeutig dar. Aber geschlechtliche Identität kann nicht einfach auf biologische Fakten reduziert werden. So spielt auch die soziale Prägung eine Rolle, die Kultur, vor allem auch die soziale Umgebung, und zwar nicht nur die Eltern, sondern gerade auch die Gleichaltrigen. Im Phänotyp, in der Erscheinung, der Kleidung, im „Ausdruck“ sind die Geschlechtsidentitäten daher variabel. Das sind „weiche“ Faktoren.

Meine Haltung zur Genderdiskussion ist daher ambivalent. Zum einen ist es unbestreitbar, daß es nicht-biologische Prägungen der Geschlechtsidentität gibt. Diese können aber nicht als reiner Selbstentwurf begriffen werden, als ob Geschlecht gar nicht vorgegeben sei und sich der Mensch seine Geschlechtsidentität auf einer tabula rasa freihändig konstruiere.

Bei Helmuth Plessner finden wir die schöne Unterscheidung zwischen Körper und Leib. Diese Unterscheidung wird uns durch die deutsche Sprache wunderbar erleichtert, denn im Englischen oder Französischen gibt es kein richtiges Äquivalent zum deutschen Begriff „Leib“. Im Gegensatz zum rein materiellen, „toten“ Körper (engl.: body; frz.: le corps), den ich kultivieren und prägen, sozusagen „schnitzen“ kann, hat der „Leib“ von sich aus eine Aussage, er ist „lebendig“ und kein verfügbares Material. So wie der Leib ist auch das mit ihm verbundene Geschlecht eine „Gabe“, der Leib spricht sich in seinem Geschlecht selbst als Mann oder Frau aus – mit Folgen für Seele und Geist.

Alle großen Kulturen haben jahrtausendelang weitgehend übereinstimmend das soziale Geschlecht aus der biologischen Vorgabe heraus kulturell bestimmt und auch weiterentwickelt. Ein „Funktionstausch“ zwischen Mann und Frau ist erst seit dem 19./20. Jahrhundert in der westlichen Kultur möglich geworden. Zum einen waren jetzt die technischen Voraussetzungen dazu vorhanden: Es kam nicht mehr einfach auf (männliche) Körperkraft an. Eine wesentliche Ursache ist aber auch die im jüdisch-christlichen Kulturraum entstandene Vorstellung von der gleichen Würde aller Menschen. Den Vorrang der Menschlichkeit vor der Geschlechtlichkeit zu behaupten, hat im gemeinsamen „Ebenbild“ (Gen 1, 28) seine religiöse Wurzel. Das meint allerdings nicht die „Abschaffung“ von Frau und Mann, sondern ihre „Menschwerdung“. Ohne den biblischen Impuls gäbe es keine Freiheitsbewegungen, auch wenn sie heute weithin atheistisch beansprucht werden. Der Historiker Toynbee sprach von den „herausgerissenen Blättern“, die ihre Herkunft aus „dem Buch“ nicht mehr kennen. So verliert auch das Geschlecht seinen Charakter als „Gabe“ und wird zur „Habe“, über die ich scheinbar autonom verfüge.

FreieWelt.net: Welche Grundlinien für Therapie und Seelsorge lassen sich aus diesen Einsichten ableiten?

Prof. Gerl-Falkovitz: Zunächst ist festzuhalten, dass Seelsorge und Therapie nicht dasselbe sind. Allerdings haben beide Richtungen eine „analoge Struktur“. Grundsätzlich gilt es da einzugreifen, wo es Leid gibt, vor allem subjektiv empfundenes Leid. Leid ist dabei nicht gleichzusetzen mit Krankheit; dies ist nur eine einzige Form unter vielerlei Leiden. Sowohl (verengte) Identität als auch (haltlose) Nicht-Identität können zu inneren Konflikten führen.

Identität ist nicht unbedingt als Rettungsanker anzusehen. Es gibt zu enge Identitäten, die verhindern, daß Menschen ihre Möglichkeiten entfalten. Viele Menschen bleiben schlicht auf einer Stufe ihrer Entwicklung „stecken“. Auch dort kann Therapie ansetzen, um Potenziale hervorzuholen. Es geht also immer um eine Gratwanderung: nicht zusätzliches Leid zu verursachen, aber auch die falsche Behaglichkeit, das „dumpfe Stubenglück“ zu vermeiden.

FreieWelt.net: Im Vorfeld des Marburger Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge ist jetzt eine erregte Diskussion aufgeflammt. Homosexuellenverbände haben einer Reihe von Referenten vorgeworfen, das „Umpolen“ von Homosexuellen anzustreben und „Homophobie“ zu verbreiten. Die Verbände fordern – unterstützt von Politikern – die Kongressveranstalter auf, die Referenten wieder auszuladen. Die Stadt Marburg solle im Falle der Nichtbefolgung dieser Aufforderung dem Kongress die Räume kündigen. Welche Position haben Sie zu den Vorwürfen und zu den Forderungen an Kongressveranstalter und Stadt?

Prof. Gerl-Falkovitz: Die Vorwürfe sind schon deshalb nicht gedeckt, weil sich der Kongress insgesamt nicht mit Homosexualität beschäftigt. Ein Bekannter von mir sagte neulich, er müsse sich jetzt wohl ein neues Grundgesetz kaufen, da offenbar das Grundrecht über Meinungs- und Redefreiheit geändert worden sei.

FreieWelt.net: Sie sind Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Offensive Junger Christen (OJC), einer ökumenischen Kommunität unter dem Dach der Evangelischen Kirche Deutschlands. Die Kommunität setzt sich nach Selbstauskunft „offensiv für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft“ ein. Wie beurteilen Sie die bisherige Arbeit der Kommunität und welche Funktion kommt in diesem Zusammenhang dem wissenschaftlichen Beirat zu?

Prof. Gerl-Falkovitz: Die Kommunität leistet gute Arbeit in sehr unterschiedlichen Bereichen. Neben der Kinder- und Jugendarbeit und der Paarberatung sind vor allem die vielfältigen internationalen Austauschbeziehungen vor allem nach Ost- und Westeuropa und in den Nahen Osten von Bedeutung. Die Kommunität pflegt etwa Austauschprogramme mit traumatisierten israelischen und palästinensischen Jugendlichen.

Wichtig dabei ist, daß das Christentum ausdrücklich nicht in einer konfessionell eingeschränkten Bedeutung verstanden wird. Christentum ist über Freiheit definiert, auch über die Freiheit in Bezug auf Andersdenkende und Andersgläubige. Der Wissenschaftliche Beirat wacht über die Seriosität der Bemühungen der Kommunität und ist auch als Vorsorge gegen die Gefahren des Fundamentalismus und der Kleinkariertheit gedacht. Die OJC geht offen auf Juden, Moslems und Atheisten zu und versucht auf menschlicher Basis über alte Verfeindungen hinweg zu kommen. Sie versucht am neuen Europa mitzubauen und einer humanen Form des Miteinanders auf der ganzen Welt zuzuarbeiten. Wer das in seiner ganzen Bandbreite sehen will, braucht nur in die Zeitschrift „Salzkorn“ hineinzuschauen.

Die Internetseite von Prof. Gerl-Falkovitz

an der TU Dresden

 

Foto: Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

ANZEIGE




Christoph Kramer, 23.06.2009 03:40 | Kommentare (0)




 
  Kommentare (0)


Kommentar schreiben

*=Pflichtfelder

CAPTCHA*

Bitte Geben Sie für die Freischaltung das Ergebnis ein:

Click to reload image
 
 
 
Umfrage

Werden die Grünen jetzt ihre pädophile Vergangenheit aufarbeiten?

angieconscious/pixelio.de



Ergebnis

Im Fokus

Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

Im Fokus lesen




Spruch des Tages
"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muß man erst richtig anfangen!" - Konrad Adenauer

ANZEIGE

ANZEIGE

Meist gelesen
    »Goldlieferung eingestellt. Die Krise eskaliert.«

    »Forum Familie 2013« in Berlin ein voller Erfolg

    Missbrauchsbeauftragter kritisiert Cohn-Bendit

    »Einheitliche EU-Steuersätze weder nötig noch sinnvoll«

    EU will »falsche« Meinungen bestrafen

Interviews

Clemens Schneider Das Wichtigste ist: die Freiheit des Menschen
Clemens Schneider
Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung

Dr. Eike Hamer von Valtier »Goldlieferung eingestellt. Die Krise eskaliert.«
Dr. Eike Hamer von Valtier
Krisenexperte

Holger Krahmer Einheitliche EU-Steuersätze weder nötig noch sinnvoll
Holger Krahmer
FDP MdEP

Dr. Reinhard Löffler Cohn Bendit ist kein Vorbild
Dr. Reinhard Löffler
CDU-Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg

Bruno Bandulet »Nach der Bundestagswahl wird richtig geschröpft«
Bruno Bandulet
Journalist

Mehr Interviews


Reportage

»Forum Familie 2013« in Berlin ein voller Erfolg »Forum Familie 2013« in Berlin ein voller Erfolg

Wie pädophil war Cohn-Bendits Pflasterstrand? (2) Wie pädophil war Cohn-Bendits Pflasterstrand? (2)

Wie pädophil war Cohn-Bendits Pflasterstrand? (1) Wie pädophil war Cohn-Bendits Pflasterstrand? (1)

Beatrix von Storch in Baden-Württemberg Beatrix von Storch in Baden-Württemberg

Willensbildung: Bürger, mischt euch ein! Willensbildung: Bürger, mischt euch ein!

Mehr Reportagen


Empfohlene Beiträge

Kita-Kindern Mund zukleben, ist keine Strafsache Kita-Kindern Mund zukleben, ist keine Strafsache

EU will »falsche« Meinungen bestrafen EU will »falsche« Meinungen bestrafen

Deutschland: Zinsfalle ist zugeschnappt Deutschland: Zinsfalle ist zugeschnappt

Immerhin ehrlich Herr Wagner! Immerhin ehrlich Herr Wagner!

Papst Franz bei Lebensschutz-Demo in Rom Papst Franz bei Lebensschutz-Demo in Rom


Empfohlene Blogs

author Dr. Andreas Unterberger
Die britische Lunte brennt (Europa samt Führung pennt)

author Mechthild Löhr
Gendiagnostik verstärkt Diskriminierung

author Günter Ederer
Eine Lektüre die vom Umweltbundesamt ignoriert wird

author Richard Schütze
Das Seelenleben der Angela M.

author Albrecht Prinz von Croy
Wer hat über seine Verhältnisse gelebt?

author Christian Ortner
Sex mit Kindern? Nur für aufrechte Antifaschisten!


Galerien

Forum Familie 2013 in Berlin Forum Familie 2013 in Berlin

Impulstag Familienwerte im Deutschen Bundestag Impulstag Familienwerte im Deutschen Bundestag

ESM-Diskussion vor 300 Gästen - Volles Haus gegen Schuldenunion ESM-Diskussion vor 300 Gästen  - Volles Haus gegen Schuldenunion


Video

Beatrix von Storch zur Zypernkrise Beatrix von Storch zur Zypernkrise

Kurz-Interview: Prof. Joachim Starbatty Kurz-Interview: Prof. Joachim Starbatty

Die Zivile Koalition bei Russia Today auf Spanisch Die Zivile Koalition bei Russia Today auf Spanisch

Hedwig Beverfoerde bei Maybrit Illner: Kinder in die Krippen - Frauen in die Produktion? Hedwig Beverfoerde bei Maybrit Illner: Kinder in die Krippen - Frauen in die Produktion?

Beatrix von Storch zur Massenklage gegen die EZB vor dem Europäischen Gerichtshof Beatrix von Storch zur Massenklage gegen die EZB vor dem Europäischen Gerichtshof


Aktueller Goldpreis


Aktueller Silberpreis


Schlagworte

Deutschland Wetter




Allgemein
»Das Wichtigste ist: die Freiheit des Menschen«
Umweltbundesamt: Korruption und Fälschung?
Kompetenz des Umweltbundesamtes angezweifelt
Finanzkrisen
ESM: Bankenfinanzierung noch vor Bundestagswahlen
Neue EU-Zugeständnisse an Griechenland
Lafontaine: Raus aus dem Euro
Nahost-Konflikt
Lage in Nahost spitzt sich zu
Naht US-Einsatz in Syrien?
SPD will Girokonto für alle
DDR-Unrecht
Medikamententests auch im Stasi-Knast?
DDR verkaufte Patienten als Versuchskaninchen
Roland Jahn: Allen DDR-Opfern gedenken
Bildung
»Das Wichtigste ist: die Freiheit des Menschen«
»Der Markt entscheidet nichts«
Guter Unterricht braucht Leidenschaft
Innenpolitik
ZDF-Moderatoren-Gehälter streng geheim
SPD feiert sich zum 150. Geburtstag
Schneller Jobs für Asylbewerber
Reformen
»Einheitliche EU-Steuersätze weder nötig noch sinnvoll«
Türkei nicht mehr Ramsch
Sarko-Kopie François Hollande
Wirtschaftspolitik
ESM: Bankenfinanzierung noch vor Bundestagswahlen
Neue EU-Zugeständnisse an Griechenland
Lafontaine: Raus aus dem Euro
Familie
U-3 Betreuung: Bedarf künstlich hochgeschraubt
Homo-Ehe spaltet weiter die Gesellschaft
Steinbrück gegen höhere Mütterrenten
Autoindustrie
SPD und Grüne für Tempolimit
Automarkt brummt nicht mehr
Absatzkrise läßt Daimler straucheln
Wahlen
SPD nicht mehr Arbeitnehmerpartei
AfD bei nur noch 2 Prozent
Rot-Grüne Steuerpläne verärgern Wähler
Justiz
Missbrauchsbeauftragter kritisiert Cohn-Bendit
Neue Dreiprozenthürde: Bundestag will Kleinparteien bei Europawahl behindern
BGH urteilt gegen Google

Nach Oben  |  Impressum  |  Home  |  Politik  |  Wirtschaft  |  Lebenswelt  |  RSS RSS
© FreieWelt.net 2008