Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte davor, die Euro-Schuldenkrise mit weiteren Milliarden bekämpfen zu wollen. Den von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hochgelobten Fiskalpakt hält Weidmann für wirkungslos: "Der bisherige Verlauf sollte verdeutlicht haben, dass der Ansatz, die Krise mit immer mehr Geld zu bekämpfen, an Grenzen stößt – Grenzen der politischen Akzeptanz, der finanziellen Möglichkeiten und damit auch der Glaubwürdigkeit", sagte Weidmann beim Jahresempfang der Bundesbank-Hauptverwaltung. Der frühere wirtschaftspolitische Berater Merkels kritisierte, dass der Pakt gegenüber Merkels Plänen aufgeweicht wurde.
Deutliche Kritik übte Weidmann auch an den Krisenfonds EFSF und ESM, welche mit noch mehr ausgestattet werden sollen.Kopfschütteln bereitet dem Bundesbank-Chef auch, dass Schuldenstaaten in Zukunft noch leichter an Hilfskredite kommen können.
Mehr unter: FAZ.Net
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte davor, die Euro-Schuldenkrise mit weiteren Milliarden bekämpfen zu wollen. Den von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hochgelobten Fiskalpakt hält Weidmann für wirkungslos: "Der bisherige Verlauf sollte verdeutlicht haben, dass der Ansatz, die Krise mit immer mehr Geld zu bekämpfen, an Grenzen stößt – Grenzen der politischen Akzeptanz, der finanziellen Möglichkeiten und damit auch der Glaubwürdigkeit", sagte Weidmann beim Jahresempfang der Bundesbank-Hauptverwaltung.