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BILD und Blome gegen Henkel
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AllgemeinBildung
 Foto: Katja Lenz/ ddp
Nachdem die Bild-Zeitung vor einem Jahr auf ihrer Seite Eins schon einmal ein Attacke gegen Hans-Olaf Henkel geritten hat ("Diesen wollen wir nicht mehr (in den Talk-Shows) sehen") und offensichtlich damit nicht erfolgreich war, führte die Zeitung letzte Woche einen neuen Angriff. Unter der Überschrift „Ranschmeisser“, „Trittbrettfahrer“ ,, „Wendehals“ und „Keiner wechselt die Überzeugungen so oft wie Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel“, führt der stellvertretende Chefredakteur Nikolaus Blome seine Leser in die Irre. Der Aufmacher ist ein Spaß-Foto, welches von Henkels Frau, Prof. Dr. Bettina Hannover, ihrer Zwillingsschwester Almut und Henkels selbst auf dem Presseball gemacht wurde. Auf dem Foto wird Henkel dabei ein (Luft-)Küsschen zugeworfen. "Bild" fügte die Unterschrift hinzu: „Eine Frau genügt nicht“. In den meisten anderen Blättern hätte man diese Bildüberschrift noch als humorvoll hinnehmen können, dass Henkel in der "Bild" zum Bigamisten gemacht werden sollte, war Blome natürlich klar. Als „Ranschmeisser“ wird der Ex-BDI-Chef bezeichnet, weil er das Wahlprogramm von Rot/Grün im Wahlkampf 1998 (!) zwar kritisierte, dem Gewinner der Wahl, Gerhard Schröder, trotzdem am Wahlabend gratulierte. In Erinnerung bleibt, dass sich der damalige Amtsinhaber Helmut Kohl mit seinem "Elefantengedächtnis" für Leute, die ihm mal auf die Füße getreten sind, fürchterlich darüber aufregte. Dass auch Vertreter der unterlegenen Koalition dem Neugewählten gratulierten und dies eine Selbstverständlichkeit für jeden BDI-Präsidenten sein sollte, wird Blome sicher auch gewusst haben. Ein „Trittbrettfahrer“ ist Henkel laut „Bild“, weil er bei Mitgliedern der FDP dafür geworben habe, für den sogenannten „Schäffler-Antrag“ zu stimmen und zu diesem Zweck gegebenenfalls auch in die Partei einzutreten, um die Chancen für einen Erfolg und damit auch für eine liberale Europolitik zu verbessern. Blome behauptet fälschlicherweise, dass Hans Olaf Henkel sowohl Merz, Sarrazin als auch Clement gern als „Mitstreiter“ nenne. Um das zu untermauern, zitiert er aus einem Brief von Merz, in dem dieser Henkel bittet, ihn im Zusammenhang von Parteigründungen nicht mehr zu erwähnen. Hier wird insinuiert, Henkel hätte Merz gefragt, ob er mit diesem gemeinsam eine neue Partei gründen wolle. Richtig ist, dass auf die Frage des Magazin "Stern", ob ier der geeignete Mann wäre, eine neue Partei zu gründen, Henkel dies verneint hat und anstatt dessen auf Herrn Merz als eine Person verwies, der aus seiner Sicht dabei erfolgreich sein könnte. Ein „Wendehals“ ist er laut Bild, weilier einmal ein enthusiastischer Befürworter des Einheitseuro gewesen ist und die Dinge heute anders sieht. Dass als Henkel Einziger - im Unterschied zu allen anderen, die nicht den Mut haben, einen Fehler zuzugeben - seine Fehleinschätzung öffentlich bekannt hat, soll ihm hier zum Nachteil ausgelegt werden. Dass für seinen Meinungswandel die Wendehälse in der Politik verantwortlich sind, die den Maas-tricht-Vertrag über sechzigmal brachen und nun zulassen, dass deutsche Steuerzahler für Schulden anderer Länder haften, erwähnt Blome natürlich nicht. Weitere Belege für Henkels angeblich so „häufigen Meinungswechsel“ bleibt Blome schuldig. Infam wird Blome, wenn er den Leser aus Henkels Tätigkeit als Berater (für Deutschland) einer US-Bank ableiten lässt, er würde sich deshalb für eine andere Europolitik einsetzen, da „Experten unterstellen, U.S.-Banken hätten ein Interesse an einem schwachen Euro“. Da ich Henkel für einen starken („Nord-)Euro und nicht für schwachen Einheitseuro wirbt, macht diese Unterstellung zwar keinen Sinn, belegt dafür aber umso deutlicher die Absichten des Autors. Blome berichtet über die Auftritte Henkels bei Großveranstaltungen zum Thema Euro und fügt hinzu: „oft gegen Eintrittsgeld“. Damit vermittelt er bewusst den Eindruck, Henkel würde daran verdienen. Dass diese Eintrittsgelder vom Veranstalter DEAG erhoben werden mussten, um wenigstens einen Teil der entstandenen Kosten zu decken, Henkel dagegen die Auftritte ehrenamtlich absolvierte und seine Reisekosten selbst trug, hat Blome unterschlagen, obwohl der Veranstalter öffentlich darauf hingewiesen hat. Dazu passt, dass er auf der Suche nach der Motivation für Henkels Engagement auch auf Leute gestoßen sein will, die ihm „Egomanie“ und „Eitelkeit“ unterstellen. Dazu passt auch, dass Blome behauptet, Henkel würde sich gern öffentlich als „Ex-BDI-Präsident“ bezeichnen, um sich „wichtig zu machen“. Dafür, dass es die Medien sind, die diese Position im Zusammenhang mit Henkel gern verwenden, liefert Blome selbst den Beweis: in der Überschrift stellt er ihn den Lesern als „Ex-BDI-Chef“ vor und nicht als „Ex-IBM-Deutschland-Chef“, „Ex-Chairman der IBM Europe, Middle East and Africa Corporation“, „Ex-Präsident der Leibniz-Gemeinschaft“ oder „Honorarprofessor an der Universität Mannheim“.
Von anderen Zeitschriften und Magazinen bekam Hans-Olaf Henkel seitdem Anrufe, in denen der Verwunderung über den massiven Angriff der Bildzeitung auf seine Person Ausdruck verliehen und über die Motive spekuliert wurde. Einig war man sich in der Einschätzung, dass es sich um einen bestellten Auftrag, Henkel als Person zu desavouieren, handelt. Ein erfahrener Kollege Blomes sprach explizit von „Auftragsarbeit“. Die gegenüber Henkel genannten möglichen Motive des Auftraggebers: „Ihre Opposition zum Einheitseuro nervt die politische Klasse und insbesondere Helmut Kohl“ war eine andere Aussage. Dabei fiel mir die enge Beziehung zwischen Bild-Chefredakteur Diekmann und dem Einheitseurofreund mit Langzeitgedächtnis, Helmut Kohl, ein. Dazu würde passen, dass der „Bild“-Redaktion die „Anschmeissergeschichte“ aus dem Jahre 1998 erst jetzt wieder eingefallen ist. Ein anderer wunderte sich über Blomes Hinweis am Schluss des Interviews, in dem er in Erinnerung rief, dass Henkel von 2001 bis 2007 mal „gelegentlicher Kommentator“ für Bild war. Blome schloss seinen Artikel mit der Bemerkung: „Dann trennte man sich...“. Hintergrund war, dass sich im Jahre 2007 sein Chef Dieckmann von Henkel auf den Schlips getreten fühlte. Man kann nur darüber spekulieren, was Henkel ins Fadenkreuz der "Bild" gebracht hat und warum man seine persönliche Integrität verletzt und seine Glaubwürdigkeit untergraben will. „Bild Dir einene Meinung“ heißt es dabei in "Bild".
Nachdem die Bild-Zeitung vor einem Jahr auf ihrer Seite Eins schon einmal ein Attacke gegen Hans-Olaf Henkel geritten hat ("Diesen wollen wir nicht mehr (in den Talk-Shows) sehen") und offensichtlich damit nicht erfolgreich war, führte die Zeitung letzte Woche einen neuen Angriff. Unter der Überschrift „Ranschmeisser“, „Trittbrettfahrer“ ,, „Wendehals“ und „Keiner wechselt die Überzeugungen so oft wie Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel“, führt der stellvertretende Chefredakteur Nikolaus Blome seine Leser in die Irre. Der Aufmacher ist ein Spaß-Foto, welches von Henkels Frau, Prof. Dr. Bettina Hannover, ihrer Zwillingsschwester Almut und Henkels selbst auf dem Presseball gemacht wurde. Auf dem Foto wird Henkel dabei ein (Luft-)Küsschen zugeworfen. "Bild" fügte die Unterschrift hinzu: „Eine Frau genügt nicht“. In den meisten anderen Blättern hätte man diese Bildüberschrift noch als humorvoll hinnehmen können, dass Henkel in der "Bild" zum Bigamisten gemacht werden sollte, war Blome natürlich klar. Als „Ranschmeisser“ wird der Ex-BDI-Chef bezeichnet, weil er das Wahlprogramm von Rot/Grün im Wahlkampf 1998 (!) zwar kritisierte, dem Gewinner der Wahl, Gerhard Schröder, trotzdem am Wahlabend gratulierte. In Erinnerung bleibt, dass sich der damalige Amtsinhaber Helmut Kohl mit seinem "Elefantengedächtnis" für Leute, die ihm mal auf die Füße getreten sind, fürchterlich darüber aufregte. Dass auch Vertreter der unterlegenen Koalition dem Neugewählten gratulierten und dies eine Selbstverständlichkeit für jeden BDI-Präsidenten sein sollte, wird Blome sicher auch gewusst haben. Ein „Trittbrettfahrer“ ist Henkel laut „Bild“, weil er bei Mitgliedern der FDP dafür geworben habe, für den sogenannten „Schäffler-Antrag“ zu stimmen und zu diesem Zweck gegebenenfalls auch in die Partei einzutreten, um die Chancen für einen Erfolg und damit auch für eine liberale Europolitik zu verbessern. Blome behauptet fälschlicherweise, dass Hans Olaf Henkel sowohl Merz, Sarrazin als auch Clement gern als „Mitstreiter“ nenne. Um das zu untermauern, zitiert er aus einem Brief von Merz, in dem dieser Henkel bittet, ihn im Zusammenhang von Parteigründungen nicht mehr zu erwähnen.
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Hier wird insinuiert, Henkel hätte Merz gefragt, ob er mit diesem gemeinsam eine neue Partei gründen wolle. Richtig ist, dass auf die Frage des Magazin "Stern", ob ier der geeignete Mann wäre, eine neue Partei zu gründen, Henkel dies verneint hat und anstatt dessen auf Herrn Merz als eine Person verwies, der aus seiner Sicht dabei erfolgreich sein könnte. Ein „Wendehals“ ist er laut Bild, weilier einmal ein enthusiastischer Befürworter des Einheitseuro gewesen ist und die Dinge heute anders sieht. Dass als Henkel Einziger - im Unterschied zu allen anderen, die nicht den Mut haben, einen Fehler zuzugeben - seine Fehleinschätzung öffentlich bekannt hat, soll ihm hier zum Nachteil ausgelegt werden. Dass für seinen Meinungswandel die Wendehälse in der Politik verantwortlich sind, die den Maas-tricht-Vertrag über sechzigmal brachen und nun zulassen, dass deutsche Steuerzahler für Schulden anderer Länder haften, erwähnt Blome natürlich nicht. Weitere Belege für Henkels angeblich so „häufigen Meinungswechsel“ bleibt Blome schuldig. Infam wird Blome, wenn er den Leser aus Henkels Tätigkeit als Berater (für Deutschland) einer US-Bank ableiten lässt, er würde sich deshalb für eine andere Europolitik einsetzen, da „Experten unterstellen, U.S.-Banken hätten ein Interesse an einem schwachen Euro“. Da ich Henkel für einen starken („Nord-)Euro und nicht für schwachen Einheitseuro wirbt, macht diese Unterstellung zwar keinen Sinn, belegt dafür aber umso deutlicher die Absichten des Autors. Blome berichtet über die Auftritte Henkels bei Großveranstaltungen zum Thema Euro und fügt hinzu: „oft gegen Eintrittsgeld“. Damit vermittelt er bewusst den Eindruck, Henkel würde daran verdienen. Dass diese Eintrittsgelder vom Veranstalter DEAG erhoben werden mussten, um wenigstens einen Teil der entstandenen Kosten zu decken, Henkel dagegen die Auftritte ehrenamtlich absolvierte und seine Reisekosten selbst trug, hat Blome unterschlagen, obwohl der Veranstalter öffentlich darauf hingewiesen hat. Dazu passt, dass er auf der Suche nach der Motivation für Henkels Engagement auch auf Leute gestoßen sein will, die ihm „Egomanie“ und „Eitelkeit“ unterstellen. Dazu passt auch, dass Blome behauptet, Henkel würde sich gern öffentlich als „Ex-BDI-Präsident“ bezeichnen, um sich „wichtig zu machen“. Dafür, dass es die Medien sind, die diese Position im Zusammenhang mit Henkel gern verwenden, liefert Blome selbst den Beweis: in der Überschrift stellt er ihn den Lesern als „Ex-BDI-Chef“ vor und nicht als „Ex-IBM-Deutschland-Chef“, „Ex-Chairman der IBM Europe, Middle East and Africa Corporation“, „Ex-Präsident der Leibniz-Gemeinschaft“ oder „Honorarprofessor an der Universität Mannheim“.
Von anderen Zeitschriften und Magazinen bekam Hans-Olaf Henkel seitdem Anrufe, in denen der Verwunderung über den massiven Angriff der Bildzeitung auf seine Person Ausdruck verliehen und über die Motive spekuliert wurde. Einig war man sich in der Einschätzung, dass es sich um einen bestellten Auftrag, Henkel als Person zu desavouieren, handelt. Ein erfahrener Kollege Blomes sprach explizit von „Auftragsarbeit“. Die gegenüber Henkel genannten möglichen Motive des Auftraggebers: „Ihre Opposition zum Einheitseuro nervt die politische Klasse und insbesondere Helmut Kohl“ war eine andere Aussage. Dabei fiel mir die enge Beziehung zwischen Bild-Chefredakteur Diekmann und dem Einheitseurofreund mit Langzeitgedächtnis, Helmut Kohl, ein. Dazu würde passen, dass der „Bild“-Redaktion die „Anschmeissergeschichte“ aus dem Jahre 1998 erst jetzt wieder eingefallen ist. Ein anderer wunderte sich über Blomes Hinweis am Schluss des Interviews, in dem er in Erinnerung rief, dass Henkel von 2001 bis 2007 mal „gelegentlicher Kommentator“ für Bild war. Blome schloss seinen Artikel mit der Bemerkung: „Dann trennte man sich...“. Hintergrund war, dass sich im Jahre 2007 sein Chef Dieckmann von Henkel auf den Schlips getreten fühlte. Man kann nur darüber spekulieren, was Henkel ins Fadenkreuz der "Bild" gebracht hat und warum man seine persönliche Integrität verletzt und seine Glaubwürdigkeit untergraben will. „Bild Dir einene Meinung“ heißt es dabei in "Bild".
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