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28.05.2012
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Neuer Verband setzt sich für kinderreiche Familien ein
Weitere Themen: Allgemein, Familie


Foto: Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.

Kinderreiche Familien sollten endlich wieder normal sein. Sie sollten weder als Kuriosität gelten, noch als asozial. So fasste Dr. Elisabeth Müller, Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Verband kinderreicher Familien e.V.“, dessen Kernforderung bei der gestrigen Pressekonferenz zusammen. Kinderarmut sei hierzulande eines der größten gesellschaftlichen Probleme. In Deutschland kämen sehr wenige Kinder zur Welt. Einer Studie der „Stiftung für Zukunftsfragen“ zufolge schätzten sich nur die Russen noch kinderunfreundlicher als die Deutschen ein. 

Dies wolle der „Verband kinderreicher Familien e.V.“ ändern, ohne aber die Diskussion auf Finanzen und Betreuungsangebote zu beschränken.

„Niemand bekommt Kinder aus ökonomischen Erwägungen“, so Müller. Vom ökonomischen Standpunkt scheint Deutschland keineswegs kinderunfreundlich zu sein. In  den letzten Jahren wurde das Kindergeld erhöht, Kinderbekommen wird über die Riester-Rente gefördert und der Staat gibt mehrere hundert Euro im Monat für jeden Kindergartenplatz aus. „Am Geld scheint es nicht zu hapern“, konstatiert Thomas Franke, der Pressesprecher des Vereins. Allerdings, sei Kinderreichtum in Deutschland negativ konnotiert. Eltern, die mehr als zwei Kinder haben, sähen sich mit Vorurteilen und fehlender Akzeptanz konfrontiert. Es ginge nicht um mehr Geld für Familien, sondern um eine kinderfreundlichere Gesellschaft.

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Was die deutsche Gesellschaft kinderunfreundlich macht, erklärt Müller an einigen konkreten Beispielen: Familienkarten für Schwimmbäder berücksichtigten maximal zwei Kinder. Wenn man mehr Kinder habe, müsse man extra bezahlen. Große Wohnungen seien, gerade in Städten, schwer zu finden. Viele Menschen würden die Geräusche von spielenden Kindern zu wenig tolerieren. Spielplätze würden nicht gepflegt. Politik, Medien und die Chefetagen der großen Konzerne würden von Kinderlosen dominiert. Kinder erwiesen sich, nach wie vor, als Karrierehindernis. Es sei also nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen wenig sensibel sind, für die Belange junger Großfamilien. Daher wolle sich der Verband auf allen politischen Ebenen für diese Belange einsetzen. Zwei wichtige Themen seien das Familiensplitting in der Steuergesetzgebung und die Anerkennung der Erziehungsleistung bei der Berechnung von Altersbezügen. Darüber hinaus müsse die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum steuerfreien Existenzminimum endlich umgesetzt werden. Der Verein will sich stark machen im Bereich des Wohnungsbaus und setzt sich für mehr Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung ein. Seine Kinder daheim zu betreuen, solle genau so gefördert werden, wie ein Kindergartenplatz. 

Viele Unternehmen, die sich nach außen als kinderfreundlich gäben, würden diesem Anspruch, bei näherer Betrachtung, nicht gerecht. Solche Firmen wolle der Verein mit einer „goldenen Himbeere“ abstrafen. Im Gegenzug hätte der Verein vor, familienfreundliche Unternehmen auszeichnen, die sie sich nicht auf Lippenbekenntnisse beschränken. Auch in anderen Bereichen will der Verein mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. So wollten sie Unternehmen über die Belange kinderreicher Familien informieren; über Arbeitszeitmodelle oder die steuerliche Absetzbarkeit von Beteiligungen an Kinderbetreuung und Haushaltshilfen. Niemand solle wegen der Zahl seiner Kinder diskriminiert werden, wenn er sich um eine Stelle bewirbt. Es sollten für Eltern mit vielen Kindern Angebote geschaffen werden, beim Kauf eines PKWs oder beim Kauf von Kleinkindbedarf.  Die Lebenshaltungskosten stiegen mit jedem Kind und dem müsse man entgegenwirken. Alle diese Angebote sollten in einem speziellen Programm „Familie 3+“  zusammengefasst werden.  

Durch diese Maßnahmen und eine verstärkte Berichterstattung möchte der „Verband kinderreicher Familien e.V.“ das Bewusstsein dafür wecken, wie wichtig es sei, mehr als nur ein oder zwei Kinder zu haben. Denn nur so könne man dem demographischen Wandel begegnen. 

 



Redaktion, 18.10.2011 12:36 | Kommentare (9)




 
  Kommentare (9)

Herbert Fleischhauer, 23.04.2012 00:23
Nehmen Sie doch bitte endlich zur Kenntnis, dass die deutsche Sozialpolitik erfolgreich ist, und genau das erreicht, was sie erreichen möchte.\r\n\r\nNehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass Sie zwar nach Ihrer Meinung gefragt werden, diese aber überhaupt keine Rolle spielt.

Yussuf K., 21.03.2012 13:12
Eine deutsche Familie wird von der Justiz in 11h und 20 Minuten entkernt. Diese Zeit unterteilt sich in

- 200 Minuten für die Scheidung,
- 210 Minuten für das Umgangs-/Sorgerecht
- 270 Minuten Kindesunterhalt

Diese Zeiten sind sogenannte “Basiszahlen”, anhand dessen die Justiz den Bedarf an Richtern für das jeweilige Amtsgericht ermittelt. (genaue Erklärung: http://de.wikipedia.org/wiki/PEBB%C2%A7Y ) Erfahrungswerte besagen, dass sich Richter weit weniger Gedanken machen.

Im Klartext heißt das für einen Vater: In weniger als einem halben Tag ist er gesetzlich raus aus dem Leben seines Kindes. Als Mensch, nicht als Zahlesel ...

Juristen kassieren an jeder Familienentkernung:

- Scheidung: Streitwert ca. 12.000,00 EUR = ca. 1.400,00 EUR/Anwalt
- Sorgerecht/Umgang: ca. 3000,00 EUR = ca. 1.000,00 EUR/Anwalt
- Kindesunterhalt: min. 3.3000,00 EUR = ca. 1.200,00 EUR/Anwalt

Summasummarum bringt jede Scheidung für die Anwaltschaft runde 10.000,00 EUR.

DAS IST DEUTSCHE FAMILIENPOLITIK!


Gregor Gregorivic, 13.03.2012 15:39
Das exponentiell wachsende Geldvermögen braucht für den Zinseszins einen entsprechend exponentiell zu liefernden Geburtennachwuchs.
Kommen die Eltern dieser Kapitalbedingung nicht entgegen, müssen sie immer mehr Steuern für Verzinsung zahlen: sodass Eltern selbst mit einem Kind ärmlich dastehen. Das ist ihnen meist lieber als mit mehreren Kindern.
Was an der Kapitalertrags- oder Zinswirtschaft übersehen wird in verhängnisvollster Weise ist, dass Verzinsung die Verarmung aller bedingt, die den Zinseszins erwirtschaften sollen. Weil jene anderenfalls keinen Kredit aufnehmen müssen.
Der Staat als Büttel des Kapitals ging zunächst dahin, Lebensmittel mit Steuern aufzukaufen, um den Rest für den Markt zu Wucherpreisen verkaufbar zu machen. Die aufgekauften Lebensmittel wurden entweder denaturiert, oder in andere Ländern mehr oder weniger verschenkt, vor allem an Feindstaaten. Das alles diente dem Zweck, die Sparrücklagenbildung der schaffenden Bevölkerung zu verhindern, um ihre Kreditabhängigkeit zu erhalten.
Zusätzlich wird die Bevölkerung über ihren Kopf durch die Staats-, bzw. Kapitaldiener, verschuldet und die Verzinsung dieser Schulden über noch mehr Steuern eingetrieben.
Kinder werden so direkt in eine lebenslange Staats-, Steuer-, Zoll- und Zinsversklavung hineingeboren in Städte, die man als Staats-, Steuer-, Zoll- und Zinssklaven – Legebatterien bezeichnen sollte. Kinder sind nur noch Staats-, Steuer-, Zoll- und Zinssklaven – Azubis, die sich an ihren Staats-, Steuer-, Zoll- und Zins – Jubeltagen, ihren Geburtstagen, freuen sollen, für die Finanzämter geboren worden zu sein, den Einzugsstellen für “ staatliche Einnahmen .“ Aus denen die Reichen und Superreichen, der Boden- und Geldadel, ihre – arbeitslosen Einkommen – entnehmen.
Wenn ich schon höre, wie edle, unbelehrbare, jede Kriegs- und Nachkriegszeit vergessende oder leugnende Mitmenschen für mehr Kinder, d.h. Staats-, STEUER-; Zoll- und Zinssklaven plädieren, insbesondere die, welche diese Staats- und Reichen-Ermächtigungsabgaben aufzubringen haben, dann finde ich den Erfolg der Selbstverdummung mit eigenen Steuern über die staatskirchlichen Verdummungsanstalten ungeheuerlich. Und es fällt mir unendlich schwer, als Ausweg aus diesem ganzen Schwachsinn die Freiwirtschaft mit den unverfälschten Reformen – Freiland – und – Freigeld anzumahnen.


Freigeist, 23.02.2012 20:56
@ v. Schlichting
..Doch ist eine große Familie etwas Wunderbares, eben wirkliches Leben...
In Afrika können Sie sehen, wie wunderbar dies ist. In Teilen Südamerikas können Sie es sehen. In Nordafrika können Sie es sehen, dort führen die Überzähligen gerade Krieg gegeneinander. Deutschland als Rohstoffhabenichts ist überbevölkert.
60 Mio. sind ausreichend und Teile der ehem. DDR sind gerade als Naturschutzgebiet noch zu gebrauchen.


Freigeist, 23.02.2012 20:46
Dass im Schwimmbad nur zwei Kinder begünstigt werden ist ein Skandal. Jedoch sollte jeder, der mehr als 1 Kind hat, sich diese auch selbst leisten können.
Von Umverteilung halte ich auch hier nichts. Bessere Schulen für die wenigen Kinder und ein reformierter Staatsapparat sind meine Devise. Menschenmassen hat die Erde schon genug. Wir brauchen Klasse!


Michael G., 20.01.2012 10:18
Auch als Betroffener bin ich der Meinung dass es vor allem klare Richtlinien in der Familiengesetzgebung geben muss, so wie es im Grundgesetz eigentlich verankert ist.
Aber dieser Staat und die unheimliche Allianz von linksfeministischen Lobbygruppen sowie Institutionen sind in erster Linie daran interessiert, die Familien zu zerstören. Teils aus purer ja schon krankhaften Idiologie, teils aus marktwirtschaftlichen oder finanziellen Erwägungen (Rechtsanwälte, Therapeuten, Jugendämter, Gerichte).
In der „politischen Korrektnis“ wird die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft gehuldigt und alles Mögliche getan, um diesen "Lebensentwurf" als "normal" zu propagieren. Die Familie bleibt auf der Strecke. Frauen können "ihre" Familie nach Lust und Laune zerstören; wissen sie doch das „Recht“ auf ihrer Seite. Anstatt langfristige Familien, möglichst mit vielen Kinder, zu premieren, wird das Gegenteil getan: die Zerstörung der Familie wird mit teils unendlichen Unterhaltszahlungen gefördert, zum seelischen Ruin der Kinder, zum seelischen und finanziellen Ruin der Väter und letztendlich zur Zerstörung der Gesellschaft.
Eine homosexuell, linksfeministisch ausgerichtet Gesellschaft ist zum Untergang verdammt.
Es müssen klare gesetzliche Grundlagen her, die die Familien schützen und eben mit Kindern die Zukunft sichert. Wer seine Familie aus nichtigem Grund verlässt, muss die Konsequenzen tragen.
Das Recht muss für alle im gleichen Maße gelten. In Zeiten, in dem ein „Gewaltschutzgesetz“ einseitig jeden Mann mit einer einzigen Behauptung einer Frau um die Existenz bringen kann, kann man nicht mehr von Recht sprechen. Ein Mann, der sich heute in eine Beziehung einlässt, geht ein extrem hohes Risiko der Verarmung, Unterhaltsversklavung (fiktives Gehalt), bis weit unter dem Lebensminimum hinaus, ein und hat dazu das Problem, dass er faktisch seine Kinder nur nach dem guten Willen der Mutter sehen kann und darf.
Kurzum: Die Politik muss zunächst erstmal familiengerechte Rahmenbedingungen schaffen. Alles weitere ist zum Scheitern verurteilt.


I. Baron v. Schlichting Löchgau, 30.11.2011 20:34
Ein großer Teil deutscher Familien sind nicht bereit mehr Kinder zu haben als 2 Als sie selbst Eltern sind. Es ist eben leichter zu leben mit weniger Kindern. Aber es ist eben egoistisch und zwar so, daß es kein Zukunfsmodell, sondern ein absterbendens Modell ist. Alle Errungenschaften unserer Zeit in Europa bleiben vielleicht in der Welt in Erinnerung, doch alle Familien mit 2 und weniger Kindern sterben langsam ab. Welche Gründe letztlich dazu ausschlagebend sind, sind in der Zukunft unbedeutend. Es ist Tatsache, daß es Nachkommen der Merkels, Wowereits, Westerwelles etc. und Millionen weiterer einfach nicht mehr gibt. Es wird eben in der Mehrheit nur noch Menschen geben, deren Eltern heute bereit sind 3 und mehr Kinder zu haben. Die bedeutet Einsatz, Fleiß, Disziplin, keine Mühe zu scheuen, Vorbild sein. Mehr geben als Nehmen. Es bedeutet auch angegriffen zu werden, mehr Steuern zu zahlen, weniger Rente der Frauen, mehr Lebensrisiko, wenn ein Partner stirbt oder aussteigt und die Kinder haben nicht so viel Starthilfe. Doch ist eine große Familie etwas Wunderbares, eben wirkliches Leben. Es ist sehr schön daß es dies auch heute und in Zukunft noch gibt. v. Schlichting

Karina W., 23.10.2011 16:04
"Seine Kinder daheim zu betreuen, solle genauso gefördert werden wie ein Kindergartenplatz." Diese Forderung gefällt mir am besten.
Tritt der "Verband kinderreicher Familien e.V." der Diskreminierung nicht berufstätiger Mütter auch in anderer Hinsicht als nur der finanziellen entgegen?
Geradezu schlimm sind Ausdrücke wie "Herdprämie" oder "Fernhaltungsprämie". Damit versuchen manche Leute im Sinne ihrer Parteiideologie nicht nur den politischen Gegner zu diffamieren, sondern auch Familien, speziell Mütter, die nicht arbeiten gehen. Sie sollen lieber zum Bruttosozialprodukt beitragen. Die Kinder bewahrt man derweil in Masseneinrichtungen auf.
Ist es wirklich verwerflich, wenn Eltern Kinder in die Welt setzen, um sie selbst großzuziehen?
Und müssen verantwortungsbewusste Elternhäuser deswegen höhnische Worte ertragen, weil für bildungsferne Familien eine institutionelle "Betreuung" der Kinder besser wäre?


Klaus Z., 18.10.2011 12:59
Ich lebe von meiner Ex-Frau getrennt, das gemeinsame Kind ist weg und deren Beute. Von ihrem neuen Partner ist sie schwanger und da die Ehe noch nicht geschieden ist, bin ich per Gesetz der Vater, ohne dass ich dazu etwas dazugetan habe. Bin ich da auch kinderreich, obwohl ich von keinem Kind etwas haben und nur zur Kindesunterhaltszahlung aufgefordert werde? Die Post vom Jugendamt ist schon da!

Manchmal habe ich den Eindruck, dieses Land ist nur noch ein einziges Irrenhaus. Mit Logik, Verstand und Vernunft will man hier gar nichts lösen.

Ich steh der Sache kritisch gegenüber, weil die den Frauen durch den Feminismus eingeblasene Meinung sich nicht ändern wird. Hier im Staat werden AE-Familien gefördert (Edtih Schwab, BVK) und so wird es mit hoher Sicherheit so ausgehen, dass noch viele Väter ihre Kinder nur noch auf Grund der Kontoabbuchung wahrnehmen. Ein Mehr an Kindern, geht somit einher mit einem Mehr an Familienstreitigkeiten, auch und vor allem zu Lasten der betroffenen Kinder. Kinderreichtum stellt sich ein, wenn dazu die Rahmenbedingungen stimmen. Schaut man sich die Familienrechtspraxis an, dann nimmt man genau das Gegenteil davon wahr.



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