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28.05.2012
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Grundschulkinder interessieren sich nicht für "Sexuelle Vielfalt"
Weitere Themen: Bildung, Familie


Foto: Hans Schieser/privat

Professor Hans Schieser ist ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Grundlagen der Erziehungswissenschaften an der DePaul University in Chicago. FreieWelt.net sprach mit dem inzwischen emeritierten Erziehungsexperten und Vorstandsmitglied der „Europäischen Ärzteaktion“ über den derzeit heftig umstrittenen Medienkoffer „Familien, Lebensweisen und sexuelle Vielfalt“ für Berliner Grundschüler, die Folgen früher Sexualerziehung und das Erziehungsrecht der Eltern.

FreieWelt.net: Der Medienkoffer „Familien, Lebensweisen und sexuelle Vielfalt“, mit dem Grundschulkinder von der ersten Klasse an fächerübergreifend aufgeklärt werden sollen, hat kurz vor Schulbeginn in Berlin für einigen Wirbel gesorgt. Hysterische Reaktion bestimmter Presseorgane oder berechtigte Sorge um unsere Kinder?

Prof. Schieser: „Fächerübergreifend aufklären“ ist pädagogischer Unsinn! Kinder im Grundschulalter interessieren sich nicht für „andere Lebensweisen und sexuelle Vielfalt“, weil sie zunächst eine stabile (= gleichbleibende) Umwelt brauchen, um ihre „Identität“ aufzubauen („ich gehöre meiner Mama und meinem Papa“) und die dazu notwendige Sicherheit zu erleben, wobei die Sexualität überhaupt keine Rolle spielt, da sie beim Kind „latent“ (= verborgen, schlafend, wie das fotografische Bild auf dem noch unentwickelten Film vorhanden, aber noch nicht sichtbar) ist. Sigmund Freud, auf den man sich ja immer wieder beruft, hat immer wieder ausdrücklich betont, daß man diese Latenz nicht verfrüht „wecken“ darf, weil es sonst zu negativen Verhaltensstörungen (nicht im Bereich der Sexualität, sondern im allgemeinen Verhalten) führt: „Der Verlust des Schamgefühls ist das erste Zeichen von Schwachsinn... Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig; die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Mißachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen“.

FreieWelt.net: Die Verantwortlichen des Medienkoffers argumentieren, die Kinder sollten sich vor dem „Kicheralter“ mit „sexueller Vielfalt“ auseinandersetzen, da sie z.T. schon im Kindergartenalter beginnen würden, ihre sexuelle Identität zu suchen. Kann da schulische Aufklärung nicht doch sehr hilfreich sein?

Prof. Schieser: Schon die Begriffe „Kicheralter“ und „auseinandersetzen“ verraten, daß es sich bei den Verantwortlichen nicht um Pädagogen oder ernstzunehmende Psychologen handeln kann. Kinder im Grundschulalter setzen sich NICHT „auseinander“, sondern nehmen die Dinge, wie sie sind. Da geht es noch nicht um „sexuelle Identität“, auch wenn sie z.B. bei Geschwistern oder im Kindergarten feststellen, daß es Buben und Mädchen gibt. Dazu bedarf es keineswegs einer Schulischen „Aufklärung“, sondern der gelegentlichen Erfahrungen in der Familie und im Umgang mit anderen Kindern. Auch hier muß man nicht auf Dinge aufmerksam machen, die das Kind noch gar nicht „sieht“.

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Daß die „Aufklärung“ in der Schule nicht die erwarteten Wirkungen bringt, zeigen diesbezügliche wissenschaftliche Untersuchungen (hauptsächlich in den USA), die diese „Sex“perten allerdings überhaupt nicht zu kennen scheinen.

FreieWelt.net: Die Befürworter der staatlichen Sexualerziehung argumentieren häufig, Aufklärung schütze vor Teenagerschwangerschaften, vor allem aber auch vor Mißbrauch. Wie sind diesbezüglich Ihre Erfahrungen?

Prof. Schieser: Diesen Nachweis müßte man noch erbringen, daß die „staatlich vorgeschriebene Aufklärung“ bei Jugendlichen Schwangerschaften und sexuellen Mißbrauch verhindert. Von „Verhindern“, oder „Weniger“ ist weder in den USA, wo man mit diesem Unsinn schon vor Europa begonnen hat, noch irgendwo auf der Welt etwas zu sehen! Die Amerikaner haben inzwischen eine umfangreiche Dokumentation für jeden zugänglich gemacht, die zeigt, daß gerade nach Einführung der schulischen „Sex Education“ die Probleme unter den Teenagern drastisch zugenommen haben!

In Deutschland gibt es mit Ausnahme von Christa Meves kaum Veröffentlichungen zu diesem Thema  während das Bundesministerium für „Gesundheit“ eher pornografisches Material verbreitet, als tatsächliche Aufklärung zu leisten.

Was sexuellen Mißbrauch betrifft, haben die „altmodischen“ Verhaltensregeln der Kirche wie „Keuschheit“ oder „anständige Kleidung“ wesentlich mehr dazu beigetragen, daß diese heute grassierenden Mißbräuche eher selten waren. Wenn z.B. die Priester sich an die vorgeschriebene „Kleiderordnung“ („der Priester sollte immer priesterliche Kleidung tragen...“) halten würden, wäre mancher Mißbrauch gar nicht möglich! Das gilt auch für Lehrer und Lehrerinnen! So, wie manche (selbst Kindergärtnerinnen) daherkommen, wird ihnen auch kaum der „professionelle Respekt“ entgegengebracht, den jeder Lehrer(in) und jeder Arzt (Ärztin) braucht, um überhaupt ernst genommen zu werden.

Meine Erfahrungen in der Lehrer-Bildung (und in sogenannten „Fortbildungsseminaren“) bestätigen immer wieder, daß z.B. Nonnen in Kindergärten und Schulen kaum Disziplinschwierigkeiten haben und erst recht keiner Mißbräuche schuldig werden, aber sie werden sowohl von den Kindern, als auch von den Eltern ernst genommen. Das ist kein Problem der „Distanz“, denn gerade diese Leute sind liebevoll und werden von den Kindern wirklich geliebt. Dagegen haben manche Kindergärtnerinnen und Lehrer(innen) wesentlich mehr Probleme, wenn sie selbst „unmöglich“ daherkommen.

Man kann das jetzt fast überall beobachten, daß die „Entprofessionalisierung“ nicht nur beim Lehrberuf, sondern auch bei den Ärzten und anderen „Professionen“ zu denselben Resultaten führt: Vertrauensverlust und Respektlosigkeit.

FreieWelt.net: Aber was ist mit den Kinder, deren Eltern sich nicht an diese Themen wagen, wo Sexualaufklärung einfach nicht stattfindet?

Prof. Schieser: Es stimmt, daß auch heute noch die meisten Kinder „auf der Straße aufgeklärt werden“, weil sich die Eltern schwer tun, ihren Kindern das Wunder der Zeugung zu erklären. Es gibt so viele Programme und Materialien, die besonders von der Kirche (schon seit hundert Jahren!) angeboten werden. Aber wer kennt sie schon? Wer liest denn heute die wertvollen und wirklich kompetenten Ratschläge der Christa Meves, die schon seit „zig“ Jahren diese Thematik in vielen Büchern allgemein-verständlich und wissenschaftlich haltbar jedem zugänglich macht?

Aber selbst wenn bisher die meisten weder von den Eltern, noch von „Sexperten“ aufgeklärt wurden, hatten wir bislang immer noch relativ wenig Probleme, wie sexuelle Verwilderung, Geschlechtskrankheiten und der gleichen in dem Ausmaß, wie es jetzt auf einmal nach all der „Aufklärung“ beobachtet wird.

Und es bleibt auch in diesem Fall, wo die Eltern versagen, das Elternrecht VOR dem „Recht“ des Staates und seiner Vertreter! So sieht das das Deutsche Grundgesetz, „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht!“ (Art. 6,2) und so steht es auch in der Menschenrechtsdeklaration der UNO (26,8): „Eltern haben das erste Recht, die Bildung ihrer Kinder zu bestimmen…“. Der Staat hat KEIN Mandat zur Erziehung und Bildung, sondern nur eine „Kontroll-Funktion“, ähnlich der „Aufsichtspflicht“ des Lehrers, der z.B. im Schulhof darauf achten muß, daß nichts passiert, aber keine Befehlsgewalt hat, was die Kinder in der Pause spielen.

FreieWelt.net: Welche Folgen befürchten Sie für unsere Kinder durch immer frühere Sexualerziehung durch den Staat?

Prof. Schieser: Auf die Folgen der „frühen Sexualerziehung“ habe ich weiter oben schon hingewiesen: da sind jetzt MEHR, nicht weniger Probleme, sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen! Die Statistiken sind einsehbar, aber man will sie nicht zur Kenntnis nehmen. Wen es interessiert: ich kann jederzeit eine umfangreiche Bibliografie zur Verfügung stellen. Allerdings ist das meiste aus den USA, wo man noch mehr Freiheit hat, Dinge zu publizieren, die der „staatlichen Inquisition“ widersprechen.

Die Wirklichkeit hat aber auch uns schon lang eingeholt, das zeigt der zunehmende Andrang an die Privatschulen, und zum „Home-schooling“, wo man noch den Mut hat, den Kindern und Jugendlichen eine solide und pädagogisch verantwortbare Bildung zu bieten.

FreieWelt.net: Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Kerstin Schneider

Prof. Dr. Hans Schieser
Prof. emeritus DePaul University Chicago
Veilchenweg 9,  D-89134 Blaustein

Europäische Ärzteaktion in den deutschsprachigen Ländern e.V.



Redaktion FreieWelt.net, 23.08.2011 21:13 | Kommentare (25)




 
  Kommentare (25)

Rudi Gems, 25.09.2011 15:55
Was wollen Sie Herr Janowitz? Sexuelle Einfalt? Nein, die Sexuelle Vielfalt, ist eine Erungenschaft der letzten 50 Jahre, hinter die ich nie wieder zurückgehen möchte. Allerdings, die Frage im Sinne des Eingangstextes, ist es, wie man mit so einer Sexuellen Vielfalt, bei Kindern umgeht? Und hier gebe ich sogar Recht. Mit Themen wie Sexuelle Vielfalt, muss man bei Kindern im Grundschulalter, besonders behutsam und kindgerecht umgehen. Ein Aufzwingen solcher Themen, betrachte ich, als nicht kindgerecht.

Wenn aber hier jetzt, die USA, als Vorbild für solche Probleme, dargestellt werden sollen, springe ich aus der Hose. Hier Political Correctness zu fordern, empfinde ich schon fast als Verbrechen. Was sich hier konservative Kreise, ( es sind in den USA, mitnichten die "linken Freiheitsfeinde"), in den USA herausnehmen, bezüglich sexueller Freiheit und sexueller Selbstbestimmung, erinnert eher an rechtsradikalen Lösungen, als an niveauvoller Intelligenz.

Selbst das Betrachten, eines Filmes, das durch irgendwelche "Fachleute", als Kinderpornographie eingestuft worden ist, erzeugt einen Hass, der nur noch als Hysterie, bezeichnet werden kann. Wer nicht mehr in der Lage ist, zu differenzieren, das das Töten eines ungeborenen Kindes, um das millionenfache schlimmer ist, als das betrachten eines Filmes, mit fragwürdigem Inhalt, der hat von Rechtssicherheit, soviel Ahnung, wie eine Kuh vom Twisttanzen. Und wenn eine Nation, nichts unversucht lässt, uns hier Wertvorstellungen auf die Nase drücken zu müssen, obwohl sie noch nichtmal in der Lage ist, eine Todesstrafe abzubrechen, wenn das Opfer bis zum Schluss, seine Unschuld beteuert, dann soll mir eine solche Nation, nichts über Moral in Sachen Sex, erzählen. Dann hat eine solche Nation, soviele Hausaufgaben zu erledigen, das sie gar keine Zeit mehr für einen solches Moralgesülze haben darf.

Politikal Correctness? Zähneknirschende Toleranz, ist das Einzige, was ich anbieten kann!

Grüße, Rudi Gems


Peter Janowitz, 23.09.2011 22:58
@Rudi Gems:

Hier in Deutschland verteidige ich selbstverständlich auch Ihr Recht auf Erziehung Ihrer Kinder.
Versuchen Sie es doch im Gegenzug auch einmal.
Die Political Correctness in den USA aus ihrem Beispiel stammt dort ja auch von denselben linken Freiheitsfeinden, die uns hier die "sexuelle Vielfalt" andrehen wollen.


Rudi Gems, 23.09.2011 07:27
Aha, Herr Janowitz? Haben Sie mal wieder die Gelegenheit genutzt, andere diffamieren zu können? Gefällt Ihnen wohl nicht, das es auch Kritiker gibt, die noch ein waches Auge, für mittelalterlichers Verhalten haben, und auf Missstände hinweisen, die nicht in den Fünfzigern ablaufen, sondern in den USA, und Heute?

Wenn in den USA, Kinder, die ihrer Schwester beim Pipi machen helfen, schon Pädokriminelle sind, dann wird es doch wohl ehrbar sein, wenn man auf solche Missstände hinweist? Hier gleich Unterstellungen zu machen, die sich in meine Erziehung einmischen, betrachte ich als niederträchtig.

Grüße, Rudi Gems


P. Janowitz, 21.09.2011 12:37
Ehrlich gesagt wundert es mich, warum es für den ein oder anderen "Aufklärer" so schwer zu begreifen ist, daß viele Eltern solch staatlich verordnete gegenderte Volkserziehungsprogramme wie die Berliner Schulaktion dankend für ihre Kinder ablehnen. Und das ist wirklich ernst gemeint.
Und es liegt genau auf derselben Linie wie irgendwelche obskuren staatlichen Therapiemassnahmen in den Fünfzigern aus den USA, die hier angesprochen wurden.
Danke für das interessante Interview. Die Kommentare waren zum Teil auch sehr aufschlussreich, wenn auch vielleicht ungewollt.

"...man vor Pädosexuellen oder angeblich Pädosexuellen warnen will?
Haut ab, mit den USA! Es gibt Dinge, die kotzen mich an, in den USA.":


Da läuft der Hase lang, nicht wahr, Herr Gems.
Halten Sie Ihren "vernünftigen Aufklärungsunterricht" daheim ab und lassen Sie ihre Kinder gegebenenfalls gnädig "flüchten".


Rudi Gems, 13.09.2011 12:24
Danke Patricia!

Ja, man muss schon ganz schöne Wahrnehmumgsprobleme haben, wenn man sich die USA, als Vorbild, für gelungene Sexualaufklärung und Sexualverhalten nehmen will.

Wie war das denn, mit dem Zehnjährigen, den man in den USA, ins Gefängnis gesteckt hat, weil er seiner Schwester beim Pipi machen helfen wollte?

Wie war das denn mit der Lehrerin, die mit einem 14 Jährigen 2 Kinder gemacht hat, und dafür wegen Vergewaltigung ins Gefängnis musste? Hier in der BRD, hätten sie heiraten können, und die Lehrerin, Lehrerin bleiben können.

Wie war das denn, mit den Elektroshocks, die man Jugendlichen in den Penis verpasst hat, um sie von der Homosexualität zu heilen?

Und, wie ist das denn mit dem mittelalterlichen Steckbriefsystem, mit dem man vor Pädosexuellen oder angeblich Pädosexuellen warnen will?

Haut ab, mit den USA! Es gibt Dinge, die kotzen mich an, in den USA.

Grüße, Rudi Gems


Patricia, 13.09.2011 02:41
Ich wuerde die USA nicht als Vorbild fuer Sex-Erziehung nehmen. Die Schwangerschaftsrate bei Teenagern zwischen 15-19 Jahren ist 8mal hoeher als in Deutschland! Ich wohne in den USA und finde es laecherlich wenn ich als Mutter fuer eine 17Jaehrige unterschreiben muss, dass ihr SexEd an der Highschool unterrichtet werden darf, wenn gleichzeitig beim Principal zwei 15 Jaehrige Maedels mit dicken Baeuchen sitzen. Dann ist es zu spaet.
Allerdings als Mutter eines 8jaehrigen
kann ich bestaetigen, dass die diese ganze sexuelle Vielfalt die KInder im Grundschlalter kaum interessiert und eher als Belaestigung wahrgenommen werden wuerden. Genuaso laecherlich wie das pruede Getue ist das Aufdraengen einer Moechtegerntoleranz fuer die die Kinder noch nicht reif sind. Gesunder Menschenverstand und Vertrauen in die eigenen Kinder waere besser als die ganze ideologisch gefaerbte, selbstverliebte Getue beider Seiten!
Es ware besser einigen Jungs mit sogennannnten Migrationshintergrund(meistens) klarzumachen, dass Schwule verpruegeln keine Heldentat, sondern eine Straftat ist die mit sofortiger Ausweisung oder Gefaengnis geahndet werden sollte.


AKKU MENSCH, 11.09.2011 02:58
Der Artikel zeigt wieder mal von allen Seiten, wie schlimm eine zwanghafte Pauschal-Verregelung ist!
Kinder zwanghaft aufklären genau wie vor ihnen etwas zu verstecken.

Meine Freundin wurde von ihrer kath. Mutter extrem rigide erzogen. Die Dame (Mutter) hatte die Vorstellung, ihre Tochter würde beschützt sein, indem sie einfach das Thema total totschwiege. Das Kind hat damals nicht verstanden, warum fremde Jugns das Haus nie betreten durften und sie keine Jungs besuchen sollte, in der Pubertät wurde es nur schlimmer und das Mädel ging nur in die Kirche, um dort einige Jungs zu sehen... krass, oder?

Eine Schulpflicht jedoch mit indoktrinierten Werten und allseitigiger rhythmischer Verreglung sowie Elternentmündigung ist kein Allheilmittel gegen derartige Elternhaltungen.
Es darf nicht staatlich den Kindern aufgezwungen werden, außer es liegen im Einzelfall konkrete Anlässe vor und es geht um das unabdingbare Recht auf Selbstbestimmung (dass Kinder früh erfahren, wem ihr Körper gehört: ihnen selbst und keinem sonst, das hat mit konkreten Sexthemen nichts zu tun genauso wenig wie eine toleranzerziehung für gleichgeschlechtliche Partnerschaften usw. etwas mit Sex zu tun hat).
Die Lebensweise anderer interessiert Kinder und ich habe das oft erlebt. Jungen kamen mit NAgellack in die KiTa, weil sie sich eben einfach mal ausprobieren wollten oder zwei Jungs spielten "Mann und Mann" weil sie Familie sein wollten und keiner die Frau sein wollte. Bei kindern sind das in der Regel nicht sexuelle Gründe, verbote oder Bemerkungen und besonders Rollenzuweisungen von außen sexualisieren das ganze kreative Entfalten erst!

P.S.: o.g. katholische Freundin unterlag zudem auch noch der Schulpflicht, gegen die die strengen Eltern nichts einzuwenden hatten und dass es da endlich in der 8. Klasse (als sie schon längst die Regel hatte), eine Aufklärung gab, führte nur dazu, dass sie das zu Haus alles verschwieg und das Biobuch nicht vorzeigte... BTW: sie wuchs im sozialistischen Polen auf...

Schützt Eure Kinder vor religiöser Vereinnahmung, insbesondere vor Eurer eigenen. Macht sie stark und zu Freidenkern und nächstlichen, gerade wenn Lehrer das nicht schaffen.
Macht sie stark zum Freidenken, liebe Lehrer, gerade wenn Elternhäuser das behindern und helft Ihnen, mit ihren Eltern klarzukommen und gegen sinnlose Zwänge - auch in Euren Schulformen, die Ihr Euch im Studium nicht unbedingt ausgesucht habt - kreativ zu rebellieren.
Wir haben so viel schöneres auf dieser Welt und brauchen Zeit, uns auf die andere jeder nach seiner Fasson, vorzubereiten.


Yussuf K., 02.09.2011 13:34
Wenn ich von meinen Kindern ausgehe, dann kann ich das bestätigen. Aber in meinem Alter kann ich dies sicher auf alle Kinder verallgemeinern: Der Staat soll die Kinder mit soetwas zufrieden und einfach nur Kind sein lassen! Vaterlose Kinder sind sowieso schon benachteiligt, warum sollen sie dann noch mit solchen Problemen zusätzlich belastet werden?

Die Politiker und deren Helfershelfer, die das veranlassen, die gehören für mich wegen Kindesmisshandlung bestraft!


Rudi Gems, 02.09.2011 08:33
Holen Sie mal tief Luft, Herr Helmut K.?

Bin ich jetzt für die Curricula des Sexualkundeunterrichtes zuständig? Das ist doch das Problem, das es dafür keine fernünftige Curricula gibt.

Wenn aber der Sexualkundeunterricht so wichtig ist, was sie ja einräumen, Herr K., warum gibt es diesen Unterricht, dann nicht flächendeckend? Ist das jetzt wieder eine Erkenntnis, wo sich Taten und Ergebnisse, erübrigen? Lesen Sie sich doch mal den Stuss hier durch? Hier wird gefordert, das das das Recht der Eltern wäre. Wenn Eltern, über die Jahrhunderte, in Sachen sexueller Aufklärung, gut funktioniert hätten, brauchten wir uns, hier gar nicht zu unterhalten.

Selbstverständlich, sind bestimmte Vorgaben des Sexualkundeunterrichtes, wie sie einigen in Berlin vorschweben, völlig ungeeignet, Kinder in diesem Alter zu vermitteln. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das Sexualkundeunterricht, zwingend geboten ist, eben, weil die Eltern, in der Vergangenheit, so jämmerlich versagt haben. Auch in Berlin, brauchen die Kinder einen vernünftigen Aufklärungsunterricht! Hier jetzt Details aufzuzählen, ist nicht möglich. Das können wir mal bei einem geeigneteren Eingangstext machen?

Was die LINKEN, dazu sagen, weis ich nicht. Ich bin schon seit über 3 Jahren, nicht mehr in dieser Partei.

Grüße, Rudi Gems


Rudi Gems, 02.09.2011 08:16
Hauen Sie ab mit Ihrer "Telegonie", Herr Seewald! Googeln Sie mal, dann können sie lesen, das es für diese Theorie, nicht den gerinsten wissenschaftlichen Halt gibt.

Grüße, Rudi Gems




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