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Schavan: Lehrer nach Leistung bezahlen
Weitere Themen: Allgemein, Bildung


Foto: B.Stadler/ddp

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) sucht nach Wegen, junge Menschen für den Beruf des Lehrers zu begeistern. Bessere Bezahlung ist einer ihrer Ansätze. Diese solle es jedoch nur bei entsprechender Leistung geben: "Leistungszulagen sind attraktiv, wenn die Pädagogen wissen, dass damit besondere Bemühungen auch finanziell gewürdigt werden", sagte die Ministerin in Stuttgart zum Auftakt von Europas größter Bildungsmesse, der "Didacta".

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Im internationalen Vergleich liege Deutschland bei den Lehrergehältern zwar vorn, "dennoch können Leistungszulagen für Lehrer die Attraktivität des Lehrerberufs heben", erklärte die Politikerin.

Der Fokus müsse darauf liegen, interessante junge Menschen für den Lehrerberuf zu gewinnen. "Am Ansehen der Pädagogen entscheidet sich die Qualität der Schule. In den skandinavischen Ländern ist die Autorität der Lehrer hoch. Bei uns wird damit fahrlässig umgegangen", kritisierte Schavan.

Mehr unter: RP Online und Welt Online



Redaktion, 22.02.2011 10:28 | Kommentare (3)




 
  Kommentare (3)

Rudi Gems, 24.02.2011 18:11
Nun ja, vielleicht wäre es sinnvoller, wenn Lehrer bestimmte Leistungen nicht mehr erbringen würden?

Ich kann es hier nur wiederholen. Hausaufgaben, Tests, Strafarbeiten, Sisyphosarbeiten, Diktate in der Muttersprache, Religiöser Schmus, Herabsetzen von Schülern, gegenseitiges Ausspielen von Schülern, wirken eben extrem kontraproduktiv, und erzeugen in den Schulen ein Klima, das es für alle unerträglich macht. Natürlich, erzeugt ein solches Klima, Krankheiten, bei Lehrern wie bei Schülern, die durchaus schon, im Regelfall, die vorzeitige Pensionierung verursachen können.

Das Geld, ist nicht das geringste Problem. Lehrer werden in der BRD, gut bis fürstlich entlohnt. Hier bringt Mehr, ein Weniger.

Was wir brauchen, sind gebildete und befähigte Lehrer. Daran mangelt es am Meisten. Wenn Lehrer, nicht in der lage sind, die einfachsten logischen Zusammenhänge des optimalen Unterrichts, zu erfassen, geschweige denn umzusetzen, wenn sie nicht in der Lage sind, die ältesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Ausbildung von Schülern zu erkennen, zur Kenntnis zu nehmen, und umzusetzen, dann könnt ihr einer solchen Personengruppe, jeden Monat, 1 Millionen ¤ an Gehalt geben, es wird sich eher verschlechtern, als verbessern. Und ein objektives Urteil, von "Leistung der Lehrer"? wer sollte das denn bitte fällen oder bringen? Sowas würden dann Lehrer, über Kollegen fällen. Dann sollten wir lieber alles so lassen, wie bisher. Das haben wir nämlich schon. Dabei ist es z.B. verboten, "Schlechtes oder Nachteiliges" über Lehrer (Kollegen) zu schreiben. Das wäre weder Neu, noch Hilfreich.

Grüße, Rudi Gems


Julius Pompilius, 22.02.2011 17:17
Dieser Vorschlag ist nicht neu, scheitert aber an der Frage, was Leistungsgerechtigkeit bei Lehrern bedeutet. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass in einem ersten Schritt eine Absenkung des Eingangsniveaus erfolgen soll, damit Anreize geschaffen werden, durch permamente Mehrarbeit das bisher gültige Lohnniveau zu erreichen.
Vielleicht wäre den Lehrern ja auch schon geholfen, wenn Politiker endlich einmal aufhören würden, ständig neue Schulreformen aus dem Hut zu zaubern, um sich persönlich oder ideologisch zu profilieren.
Manchmal wünsche ich mir, dass auch Politiker stärker leistungsbezogen bezahlt würden. Ich bin mir sicher, dass auch einer Bildungspolitikerin tausend Gründe einfallen würde, warum ausgerechnet das nicht geht.


Tobias Rahm, 22.02.2011 13:08
Ich bin mir nicht sicher, dass die Attraktivität des Lehrerberufes bei jungen Menschen durch Leistungszulagen steigen wird. Viel wichtiger wäre es die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass nicht zwei Drittel der Lehrer vor dem Pensionsalter frühzeitig krankheitsbedingt ausscheiden müssen. Wir brauchen ein neues Lehrerarbeitszeitmodell mit weniger Belastungsspitzen mehr Blockunterricht und echten Erholungspausen für Lehrkräfte. Dabei muss das Modell eine deutlich verbesserte Trennung von Arbeit und Freizeit mit sich bringen. Zum Beispiel durch richtige Arbeitsplätze an der Schule.

Die Forderung nach einer Verbesserung des Ansehens hingegen würde ich sofort unterschreiben!



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