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28.05.2012
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"Liebe und Wissen sind die höchsten Werte" - Interview mit Markolf Niemz
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Bild: Markolf Niemz

Der Medizintechnik-Professor Markolf Niemz setzt sich im Rahmen seiner Arbeit mit der Nahtodforschung, einem neuen Zweig der Sterbeforschung auseinander.  Durch seine Lucy-Trilogie, die 2005 mit dem Roman "Lucy mit c" ihren Anfang nahm und mit "Lucys Vermächtnis" abschloss,  wurde er einem breiten Publikum bekannt.  Im Interview mit FreieWelt.net spricht Niemz jetzt über Nahtoderfahrungen, eine Brücke zwischen Religion und Wissenschaft und die Arbeit seiner Stiftung "Lucys Kinder", die sich für notleidende Kinder einsetzt und in die auch die Erlöse seiner Bücher fließen.

FreieWelt.net:  Wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich mit Nahtoderfahrungen auseinandersetzen?

Markolf Niemz: Im Jahr 2005 las ich in einer Fachzeitschrift, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen würden, wenn wir fast mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein könnten. Es handelte sich um eine physikalische Simulation beruhend auf Einsteins Relativitätstheorie und sah aus wie ein Flug durch einen Tunnel. Die abgebildeten Fotos und die sehr hohe Geschwindigkeit erinnerten mich spontan an die Berichte von Sterbenden, in denen oft vom Licht am Ende eines Tunnels die Rede ist. Als ich kurz danach den Tod meines Schwiegervaters im Traum miterlebte und dabei selbst eine Art Lichterfahrung hatte, stand mein Entschluss fest, über die Zusammenhänge von Raum, Zeit und Licht nachzudenken und darüber Bücher zu schreiben. Hierbei kam mir entgegen, dass ich beruflich viel mit intensivem Licht und mit dem Tod konfrontiert bin: Wir forschen in der Lasermedizin und entwickeln elektronische Überwachungsgeräte für Patienten auf Intensivstationen, die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befinden.

FreieWelt.net:  Hat das Ihre persönliche Einstellung zum Tod verändert?

Markolf Niemz: Na, und ob. Meine wichtigste Erkenntnis ist, dass die Liebe und das Wissen die höchsten Werte sind, die das Leben zu bieten hat. Zu dieser Erkenntnis kam ich in zahlreichen Gesprächen mit Menschen, die dem Tod schon sehr nahe waren – sogenannten Nahtoderfahrenen. Folgerichtig setze ich die Seele, weil ich sie als den wichtigsten Teil eines Lebewesens betrachte, mit seiner gefühlten Liebe und seinem gelernten Wissen gleich. Diese Seele hat weder ein Ich noch eine Masse und darf genau deshalb beim Sterben ins Licht eintauchen. Die Ewigkeit existiert tatsächlich – im Licht. Das Licht ist ein gigantischer Speicher von aller Liebe und allem Wissen. Seitdem ich diese Zusammenhänge durchschaut habe, bin ich viel ausgeglichener und zufriedener.

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Mein heutiges Ziel besteht darin, meiner Familie, meinen Freunden und meinen Lesern zu vermitteln, dass sich das Glück nicht im Streben nach materiellen Werten finden lässt, sondern im Streben nach Liebe und Wissen. Daraus ist auch meine „Stiftung Lucys Kinder“ (www.Lucys-Kinder.de) entstanden, die einen Beitrag dazu leisten will, dass selbst die ärmsten Kinder dieser Welt Zugang zu Liebe und Wissen finden können.

FreieWelt.net:  Hat das auch Einfluss auf Ihre Arbeit als Wissenschaftler?

Markolf Niemz: Tatsächlich hat es einen sehr großen Einfluss. Wissenschaft ist alles, was Wissen schafft. Sie darf also nicht nur das anerkennen, was mit bestehenden Theorien konform geht. Wissenschaft macht dann Quantensprünge, wenn wir eine offene Haltung bezüglich neuer Hypothesen einnehmen. Wenn mir jemand von einer Nahtoderfahrung berichtet, kann ich doch nicht wie die Schulmedizin hergehen und sein Erlebnis zu einem Hirngespinst degradieren, nur weil ich es nicht selbst erlebt habe. Wie in jedem Streitfall muss gelten: Im Zweifel für den Angeklagten! Objektive Wissenschaft zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie zunächst alle Möglichkeiten in Betracht zieht, um dann solche auszuschließen, die eindeutig widerlegbar sind. Dank der modernen Notfallmedizin gibt es heute viele bezeugte Berichte, in denen Menschen während eines Herzstillstands etwas erlebt haben, was sich tatsächlich zugetragen hat – aber an einem ganz anderen Ort oder zu einer ganz anderen Zeit. Daraus schließe ich, dass Nahtoderfahrungen real sind.

FreieWelt.net:  Sie haben gesagt, es käme im Sterben vor allem darauf an, das eigene Ich loszulassen.  Aber sind wir etwas anderes als unser Ich?

Markolf Niemz: Bei jedem Begriff, den wir verwenden, sollten wir uns zunächst bewusst machen, was er eigentlich bedeutet. Meines Erachtens besteht das Ich aus seinem Körper und aus seiner Seele. Die Seele selbst hat also kein Ich. Wenn mein Körper stirbt, bricht eine wichtige Säule meines Ichs weg. Folglich stirbt mit meinem Körper auch mein Ich. Die Seele ist davon nicht betroffen, das heißt, sie kann unsterblich sein. Genau das berichten viele Nahtoderfahrene: Sie hatten das Gefühl, dass sich das Ich allmählich auflöse – meistens während der Lebensrückschau. Diese spult das eigene Leben nicht wie einen Film ab, sondern sie zeigt es aus den Perspektiven aller, die irgendwie daran beteiligt waren. Ich werde dabei alle Liebe, die ich anderen geschenkt habe, selbst empfinden. Entsprechend werde ich alles Leid, das ich anderen zugefügt habe, selbst empfinden. Eine Sterbeerfahrung verläuft positiv, wenn sich der Betroffene auf die Lebensrückschau einlässt, also bereit ist, sein Leben offenzulegen und aus seinen Fehlern zu lernen. »Loslassen vom Ich« bedeutet demnach, alles von sich preiszugeben.

FreieWelt.net: Ist es Ihnen nach Ihrer eigenen Einschätzung gelungen, eine Brücke zwischen Religion und Wissenschaft zu bauen?

Markolf Niemz: Ich denke schon, aber ob diese Brücke auch von meinen Lesern beschritten werden kann, müssen sie natürlich selbst beurteilen. Persönlich denke ich, dass der Dialog zwischen Naturwissenschaft und Religion dringend vertieft werden muss. Wir Physiker leben schließlich nicht in einer anderen Welt als die Theologen. Also muss es auch möglich sein, dass wir eine gemeinsame Sprache finden. Der Weltfrieden und eine intakte Umwelt sind extrem labile Voraussetzungen für das Fortbestehen der Menschheit. Leider ist die Menschheit bereits in der Lage, sich selbst zu vernichten – gewollt mit Waffen oder ungewollt, indem sie die zunehmende Umweltzerstörung ignoriert. Um beides zu verhindern, bedarf es des Dialogs zwischen den Menschen, aber auch zwischen Naturwissenschaft und Religion.

FreieWelt.net:  Die Lucy-Trilogie ist abgeschlossen.  Wird es trotzdem auch in Zukunft Veröffentlichungen von Ihnen zu diesem Thema geben?

Markolf Niemz: Ja, ich bin schon mittendrin. Im August erscheint mein neues Buch „Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?“ beim Verlag Kreuz im Hause Herder. Darin verarbeite ich viele neue und vor allem spannende Erkenntnisse in Bezug auf Grenzerfahrungen. Außerdem enthält es erstmals eine in sich schlüssige Erklärung für die wissenschaftlich umstrittenen Phänomene „Jenseitskontakte“ und „Wiedergeburt“.

FreieWelt.net: Herzlichen Dank für dieses Interview!

Das Interview führte Fabian Heinzel

www.lucys-kinder.de

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Redaktion, 01.02.2011 09:45 | Kommentare (20)




 
  Kommentare (20)

HeideMarie R. Ehrke, 08.02.2011 23:17
@ Gems
@ Prof. Dr. Niemz

Was Sie glauben, Herr Gems, ist mir einfach EGAL.
Es ist nicht meine Absicht, SIE von etwas zu überzeugen und schon gar nicht einen MENSCHEN zu beleidigen.
Das sind ganz alleine IHRE Gedanken.

Wie schrieb Herr Klinkmüller:
"Goethe gab Ihnen vorab die Antwort im Faust:
Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt."

SIE sehen "Aggressivität". DAS sind IHRE Gedanken, Ihre EINBILDUNGEN, NICHT meine.

WICHTIG und INTERESSANT sind der wunderbare Artikel von Herrn Fabian Heinzel und die unglaublichen Ergebnisse von Herrn Prof. Dr. Niemz – und NICHT ein Gedankenaustausch mit IHNEN über IHR ureigen-GLAUBENS-geprägtes Weltbild – nach IHREM Bilde.

Meine wertvolle Zeit schenke ich lieber voller Vorfreude den Büchern von Lucy, auf die ich sehr gespannt bin.
Schluss.


Rudi Gems, 08.02.2011 14:16
@ Fr. Ehrke

Ihre Aggressivität, verrät Sie doch Fr. Ehrke!

Sie können unmöglich von Liebe und Wissen erfüllt sein, sonst würden sie nicht so aggressiv reagieren. Offensichtlich, versuchen Sie doch gar nicht zu verstehen, was ich meine. Für Sie bin ich ein Irrdenkender, und gehöre in eine Schublade. Na Danke!

Wenn ich nicht gleich den Scientologenkittel anziehe, und Hurra und Bravo schreie, weil eine Fr. Ehrke oder ein Herr Niemz etwas geäußert hat, bin ich wohl gleich ein Irrdenkender? Volle Begeisterung!

Was bilden Sie sich eigentlich ein, wer Sie sind? Haben Sie tatsächlich geglaubt, ich würde noch auf Märchen mit absolutem Glauben reagieren? Sowas habe ich vielleicht mal in meiner Kindheit gemacht. Ich will ja gar nicht behaupten, das Sie oder Herr Niemz, "Märchen" erzählen, aber überprüfen, kann ich nichts davon, so das ich eben auch nicht ausschließen kann, das es sich um ein Märchen handelt. Märchenhaft anhören, tut es sich aber auf jeden Fall. Und solange es sich für mich so anhört, bleibe ich eben skeptisch. Das einzige, was ich dann noch überprüfe, ist die Frage "passt es in mein Weltbild?" Und das tut es eben nicht. Und damit ist die Sache, dann erstmal für mich erledigt. Und damit müssen auch Sie, sich abfinden, Fr. Ehrke!

Sie Können hier, von mir aus so aggressiv werden, wie Sie wollen. Sie können mich auch ruhig versuchen zu beleidigen. Mich zu überzeugen, wird Ihnen, damit, nicht gelingen. Im Gegenteil. Die Erfahrung hat mir gezeigt, das Menschen, die unberechtigt aggressiv werden, mit äußerster Vorsicht zu genießen sind.

Rudi Gems


HeideMarie R. Ehrke, 07.02.2011 20:02
@Rudi Gems
@ Rudi Gems zu Herrn Johannes Klinkmüller

Ich zitiere SIE:
"Wir Beide, sind uns vielleicht wesentlich näher, als Sie denken?"

Gott BEWAHRE kann ich da nur sagen! Was für ein Irrdenken Ihrerseits!

Ich zitiere SIE ein zweites Mal:
"Und wenn Sie, Frau Ehrke, solche Texte, als von Gott inspiriert empfinden, und als "Heilige Schrift", verehren, dann können Sie mir nur noch Leid tun."

Nicht umsonst sagt der Volksmund: "Pack Dich doch mal an der eigenen Nase!". Erstens habe ich das SO gar nicht geschrieben und zweitens, wüssten gerade SIE NICHT, was damit gemeint wäre. Ihnen scheint NICHTS heilig zu sein und Ihre Worte wie: "Also, wie gesagt, "Liebe und Wissen", geht 100% in Ordnung" sind einfach nichts anderes als Lippenbekenntnisse, um SICH auch DAMIT zu schmücken wie mit einer Trophäe.
Ihnen fehlt beides, weshalb WIR Welten auseinander sind.

Mein Fazit, was Ihre Kommentare betrifft:
Selbst SIE IGNORIEREN ist schon zuviel der Ehre. Wie mutig von Herrn Klinkmüller, IHNEN so offen die Wahrheit zu sagen. Meine Hochachtung.

Ich zitiere SIE ein drittes Mal:
"Aber für Nahtoderfahrungen, bleibe ich bei meinem Urteil."

Wie können Sie so arrogant sein und über ERFAHRUNGEN urteilen, von denen SIE gar keine Ahnung haben. SIE haben NULL Erfahrung! Der erfahrene Notarzt, der mich kurz nach einem schweren Unfall untersuchte, war fassungslos und immer wieder hörte ich von ihm den EINEN Satz: "Wie kann das sein? WIE Kann das sein? SIE haben einen Ruhepuls von 60? Wie kann das sein?" JA, der Körper lügt nicht. (So heißt übrigens auch ein interessantes Buch). Mein Mann, der das Auto gefahren hatte, schrie und stöhnte schrecklich – und ich war wesentlich schwerer verletzt als er. Mein Puls war ein RUHEPULS - auf 60.

Die Erfahrung, über die Sie so dreist urteilen, die haben SIE NICHT gemacht. Da ICH darüber sprechen kann, bin ich FROH und DANKBAR, dass es so einen mutigen Wissenschaftler gibt, der aus seiner Warte davon berichtet, trotz solcher Irrgläubigen, auf die er auch hier trifft.

Wie gesagt: "SIE IGNORIEREN ist schon zuviel der Ehre." – aber trotzdem der beste Weg. Vergelte es Gott in seiner großen, großen Weisheit, denn Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher.


Rudi Gems, 07.02.2011 14:06
@ Frau HeideMarie R.Ehrke

Wir Beide, sind uns vielleicht wesentlich näher, als Sie denken?

Ja, wer mit der Bibel umgehen kann, merkt schnell, wo ein Bibelschreiber, wirkliche Inspirationen bekommen hat, und wo ein Scharlatan am Werk war.

Es gehört allerdings, zu meinen traurigen Erfahrungen, das Religionen dahingehend tendieren, grundsätzlich nur die Machwerke der Scharlatane zu zitieren und zu interpretieren, und die schönen Stellen bestenfalls am Rande erwähnen.

Am deutlichsten, zeigt sich das in dem Johannesevangelium, wo da die Ehebrecherin gesteinigt werden sollte. Selbst die Bibel der Zeugen Jehovas, gibt an dieser Stelle zu, das es sich um eine Fälschung handelt.

Dies gibt mir zu denken. Im Prinzip, ist das für mich die schönste Stelle in der Bibel, obwohl es eine Fälschung ist. Das zeigt mir, das der Schöpfer immer noch aktiv ist, und noch lange nicht an Harmageddon denkt.

Auch die Stellen bei den 3 Evangelienschreibern, bezüglich des Hauptgebotes der Nächstenliebe, oder die Aufforderung zur Ethik, die man in der Bibel, "Die Goldene Regel" nennt, faszinieren mich immer wieder, und würde ich auch nie als "Gesülze" bezeichnen. Nur leider, kenne ich keinen Christen, der sich an diese Bibelstellen hällt. Die Meisten, können sich gar nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal Nächstenliebe gezeigt haben.

Deshalb finde ich es auch so schön, das der Schreiber Herr Niemz, "Liebe und Wissen", in den Vordergrund stellt. Allerdings, verträgt Nächstenliebe, keine Öffentlichkeit. Öffentlichkeit, entwertet Nächstenliebe.

Wie gesagt, die Schöpfung ist ein kontinuierlicher Prozess. Alles was in der Bibel steht, von Zeiten die abgeschlossen sind, oder abgeschlossen werden, sind für mich dummes Zeug. Auch war Jesus, keine einzelne Person. Schon gar nicht war er der, der in der Bibel steht. Dieser Jesus, ist historisch ein Phantom. Ihn gibt es in der neutralen Historie, überhaupt nicht. Für mich steht dieser Jesus, stellvertretend für viele Jesusse, die schon gekommen sind, und noch kommen werden. Spartakus, Ghandi oder Martin Luther King, dürften einige von Ihnen gewesen sein.

Die vielen Dinge, die in der Bibel stehen, die eher an Verbrechen, als an Religion erinnern, sind für mich, eine Entwertung der "Heiligen Schrift", ersten Grades. Wer Vielweiberei gutheißt, Brautgelder, die in Zusammenhang mit Zwangsverheiratung bezahlt werden, ebenso, oder Vergewaltigungen dadurch ahndet, das der Täter die Frau entweder heiratet, oder dem Vater Silberstücke bezahlt, hat so verworrene Gedanken, das es einem übel werden kann. Und wer immer noch nicht verstanden hat, woher die Wurzeln, in den Religionen, kommen, das Kinder insbesondere Mädchen, sexuell missbraucht werden, hat die Texte nicht verstanden, wo damals Mädchen, im Alter von 6 bis 14 Jahren, als Bräute verkauft wurden, und in der "Hochzeitsnacht" zu über 90% vergewaltigt wurden.

Und wenn ich solche Erkenntnisse oder Texte, als "Wirres Zeug", oder als "Gesülze" bezeichne, dann bitte ich um Verständnis? Ich kenne Zeitgenossen, die die Bibel, aufgrund von solchen Texten, als "klassischen Stürmer" bezeichen. Und wenn Sie, Frau Ehrke, solche Texte, als von Gott inspiriert empfinden, und als "Heilige Schrift", verehren, dann können Sie mir nur noch Leid tun.

Also, wie gesagt, "Liebe und Wissen", geht 100% in Ordnung. Aber für Nahtoderfahrungen, bleibe ich bei meinem Urteil.

Grüße, Rudi Gems


Rudi Gems, 05.02.2011 17:34
@Johannes G. Klinkmüller

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich Ihnen überhaupt antworten soll. Ich habe aber bis jetzt, weder verstanden, wo die Intension Ihres Beitrages liegt, noch habe ich verstanden, was Sie eigentlich sagen wollen, bzw. was Sie stört oder was Sie meinen.

Ich habe Herrn Niemz, durchaus meine Wertschätzung erteilt, indem ich darauf hingewiesen habe, das ich die Forderung nach "Liebe und Wissen", durchaus mit ihm teile.

Der Begriff, "Gesülze" bezog sich nur auf die religiösen Beiträge. Und dabei bleibe ich auch. Ich finde sogar, für manche Einträge, in der Bibel, ist das Wort "Gesülze", noch eine harmlose Untertreibung.

Was soll ich z.B. mit der Auforderung durch JHVH anfangen, wo er da angeblich, die Israelis auffordert, gegen die Maobiter, einen Angriffskrieg zu starten, und in dem Land einen Krieg "der verbrannten Erde" durchzuführen, und alles kurz und klein zu schlagen, bzw. zu töten und zu morden, bis auf die Mädchen, die noch keinen Sex hatten?

Es wäre schön gewesen, wenn sie anhand meines Textes, Gegendarstellungen aufgezeigt hätten, dann wären wir ja vielleicht noch in eine ganz interessante Diskussion gekommen?

Das was Sie da abgeliefert haben, indem Sie sich u.A., über mein Niveau, mokiert haben, ist durchaus dazu geeignet, die anderen Leser urteilen zu lassen. Ob dabei, aber ihr Niveau, Herr Klinkmüller, besser wegkommt als meins? Nun ja, lassen wir uns überraschen?

Grüße, Rudi Gems


Johannes G. Klinkmüller, 05.02.2011 10:41
@ Rudi Gems

"Vielleicht, sollte ich euch mal berichten, wie ich die Sache sehe?", - so schreiben Sie.
NEIN! NEIN! NEIN!
Aber die Ansichten anderer interessieren Sie ohnehin nicht, das demonstrieren Sie ständig. Belästigen Sie uns deshalb doch wenigstens nicht mit solch dämlichen rhetorischen Fragen.

"Wie bitte soll ein Schöpfer ..." - fragen Sie.
Mit Verlaub, Herr Gems, der Schöpfer kann nicht auf IHREN intellektuellen Horizont und auf IHR Niveau Rücksicht genommen haben ... und er muss Ihnen geholfen haben trotz Ihrer heftigen Gegenwehr, sonst würden Sie noch Steine klopfen.

Sie schreiben:
Gott hat ein Problem ...
Menschen reagieren wie die übrigen Tiere ...

Lesen Sie den Kommentar von Frau HeideMarie R. Ehrke und gestatten Sie - vor allem auf dem Hintergrund des dort trefflich formulierten Schlussbildes - die Frage:
WAS muss geschehen, damit Sie aufhören, sich als DER aufzuspielen, der weiß, was Gott wie und warum plant und gemacht hat und bis SIE erkennen, an welchem Ende der GABEL SIE sich mit IHREM Gesülze befinden?
WASS muss geschehen?

Viele Kommentare auf der FREIEN WELT zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Original-Beitrag bereichern, durchaus auch durch eine kontroverse Sichtweise..
Manchen allerdings - und dazu gehören Sie für mich - geht es nicht um die Thematik, sondern Sie möchten einfach ihr pseudointellektuelles Gesabbere loswerden.
Wenn Sie Ihr Herz sprechen lassen könnten, glauben Sie nicht auch, dass Sie dann statt Ihres Gesülzes (ein Wort, mit dem Sie andere diffamieren) Worte der Wertschätzung für Herrn Markolf Niemz finden könnten, für seine Menschlichkeit, für sein Lebenswerk?

Wofür sollen, so fragen Sie in Ihrem ersten Kommentar, Nahtoderfahrungen, wie Sie uns Herr Niemz näherbringen will, nützlich sein?
Wie sollten Sie das wissen, Herr Gems?
Goethe gab Ihnen vorab die Antwort im "Faust":
"Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt."

Ihren Wunsch, von dem Gesülze anderer wenigstens hier auf der FreienWelt verschont zu bleiben, sehen ich und sicherlich auch andere so:
Wenn Sie die freie Welt - hier und anderswo - nicht mit weiteren Kommentaren überziehen, steigt das Niveau, dort, wo Sie bisher schrieben, signifikant!


Rudi Gems, 04.02.2011 17:54
@ Katholik, und die anderen

Vielleicht, sollte ich euch mal berichten, wie ich die Sache sehe?

Der Schöpfer, hat mit Hilfe der Evolution, die Erde und das Weltall erschaffen. In einer langen Kette, wo der Schöpfer ein Tier nach dem anderen erschaffen hat, hat er in einem Zweig der Tierarten, den Menschen erschaffen.

Mit dem Menschen, hatte er ein Problem. Menschen reagieren nicht immer so, wie die übrigen Tiere. Oft sind Menschen, in der Lage, Dinge zu tun, die die Schöpfung extrem behindern. Deshalb war der Schöpfer gezwungen, wenn er seine Schöpfung weiter machen wollte, mit einzelnen Menschen, in Kontakt zu treten. Insbesondere, musste er dem Menschen, "Liebe und Wissen" näher bringen. Damit bin ich auch, mit der Überschrift des Herrn Niemz, völlig dakor. Ja, es kommt dem Schöpfer auf Liebe und Wissenschaft an.

Der Schöpfer erkannte sehr schnell, das es sehr wohl, darauf ankam, das es einige Menschen gibt, für die, das "Hauptgebot der Nächstenliebe", keine leere Floskel ist, so wie bei den meisten Christen, sondern wirklich ein Mittelpunkt ihres Lebens. Und da Nächstenliebe, nichts für einfache Gemüter ist, war es unabdingbare Vorraussetzung, das sie gleichzeitig, auch ein hohes Wissen haben mussten.

Die Erde ist ein gefährlicher Ort. Um die Schöpfung bewerkstelligen zu können, greift der Schöpfer, auf alles mögliche an gefährlichen Sachen zurück. Da gibt es dann Kometeneinschläge, Vulkanausbrüche, bis hin zu Riesenvulkanausbrüche, aber auch Tsunamis, Erdbeben, Unwetter und sonstige Katastrophen. Dies alles, war in der Vergangenheit nötig, um die Schöpfung, so ablaufen zu lassen, wie der Schöpfer dies gerne gehabt hat. Um dies alles auszugleichen, ist er auf Menschen angewiesen, die Nächstenliebe üben. Diese pickt er sich dann heraus, und tritt mit ihnen in Kontakt.

Nahtoderfahrungen, wie uns dies Herr Niemz näher bringen will, haben dort, kaum ihren Platz. Wofür sollte das nützlich sein? Und deshalb, stehe ich dem auch skeptisch gegenüber.

Nun vielleicht noch ein paar Takte zu den "Heiligen Schriften"? im Prinzip, interessiert es mich eigentlich überhaupt nicht, was dort geschrieben steht, und wer es warum, dort aufgeführt oder rezitiert hat. Allein schon einige Stellen, in dem Neuen Testament, sind für mich, so verworren und abenteuerlich, das mir die Sache, doch ziemlich am Po vorbei geht.

Wie bitte, soll ein Schöpfer, mit einem Bibelschreiber, Kontakt aufgenommen haben, und ihm per "Inspiration", erzählt haben, das Jesus eine Mutter hatte, die Maria hieß, und eine Oma, die Anna hieß? Wie soll er die Begleitumstände, der Zeugung von Jesus, und dessen Geburt, per Inspiration erhalten haben? Und bitte was ist das für eine Beleidigung des Schöpfers, wenn man ihm unterstellt, das er Inspirationen versendet, in denen er sich soweit entblößt, das er zugibt, an den Klapperstorch zu glauben?

Wie gesagt, glaubt von mir aus was ihr wollt. Glaubt an den Klapperstorch, glaubt an Väter, die es als unabdingbar darstellen, das ihr eigener Sohn auf bestialischer Weise ermordet wird, und glaubt von mir aus, auch an Nahtoderfahrungen. Ich kann euch eh nicht daran hindern. Mein Ding, ist das nicht. Ich glaube an den Schöpfer, an den Imperativ, zur Nächstenliebe und Wissensaneignung, und sonst gar nichts.

Grüße, Rudi Gems


HeideMarie R. Ehrke, 04.02.2011 12:51
Auge um Auge, Zahn um Zahn - Fortsetzung

Um eine Sache WIRKLICH zu verstehen, muss man immer das GANZE sehen. Jede Reduzierung bleibt reduziertes "Wissen" – außer es gibt einen Albert Einstein oder einen anderen Wissenden, der alles in einer Formel, in einem Satz zusammenfassen kann. Dazu zähle ich auch Antoine de Saint-Exupéry, an den ich gerade hier erinnern will, der DIESE Wahrheit erkannte: "Man sieht nur mit dem Herzen gut!"
Wie WAHR.

Auch hierzu mein Kommentar:
@Freigeist, 02.02.2011 18:18 
Alle Religionen sind ein RIESIGER SCHWINDEL zur Beruhigung der bildungsfernen Massen.


@Rudi Gems, 03.02.2011 15:20
"Trotzdem, wäre es schön, wenn man von einem solchen GESÜLZE, wenigstens hier auf den Seiten der " DIE FREIE WELT", verschont bliebe."

@Rudi Gems, 03.02.2011 15:20
"Die Evangelien, sind ein GESCHREIBE, wo sich Menschen berufen fühlten, WIRRES ZEUG zu schreiben."
…

Wie WAHR –  in DEM Sinne, wie Oscar Wilde sich gegenüber einem Witze-Erzähler wehrte, dessen Witze ständig gegen den guten Geschmack verstießen. 
Als dieser Mensch wieder zu solch einem Witz anhob, eine Gabel in ein Stück Fleisch stieß und fragte: "Ist das Schwein?" antwortete Oscar Wilde:
"Die Frage ist: 'An welchem Ende der Gabel!'

Ich würde ergänzen: "WO ist ein RIESIGER SCHWINDEL? WO ist ein GESÜLZE? WO ist ein GESCHREIBE? WO ist WIRRES ZEUG'?
Die Antwort, die Frage ist: Auf welcher Seite? Aus wessen Feder?


HeideMarie R. Ehrke, 03.02.2011 23:58
Auge um Auge, Zahn um Zahn

Wieso entsteht bei mir der Eindruck, dass man einige Kommentare unter BELIEBIGE Interviews stellen könnte?

Herr Reinhard Jung fiel mir auf, der auf diesen Artikel von Fabian Heinzel mit dem Bewusstsein eingeht:
@Reinhard Jung, 02.02.2011 09:03
Mich beeindruckt Markolf Niemz und macht mich neugierig auf seine Veröffentlichungen.

Mich in der Tat auch. Leider habe ich bisher noch keines dieser drei Bücher gelesen. Unglaublich hat MICH beeindruckt, was Markolf Niemz mit dem Erlös seiner Bücher auf die Beine gestellt hat. Welch' ein Engagement: "Mit 100.000 Euro – dem bisherigen Erlös seiner populärwissenschaftlichen Lucy-Bücher – hat der Wissenschaftler und Buchautor im Mai 2007 die Stiftung Lucys Kinder ins Leben gerufen. Die Stiftung möchte es Kindern aus den ärmsten Ländern dieser Welt ermöglichen, die Bedeutung von Liebe zu erfahren und Wissen zu erwerben. Jedes Kind soll die Chance erhalten, geliebt und gebildet zu werden: durch die Verbesserung seiner Lebensbedingungen, die Stärkung seiner Familie und den Besuch einer Schule.
Mit seiner Stiftung für notleidende Kinder" wurden "ein Schulbus und ein Jeep für die Krankenstation finanziert, viele Schulbücher gekauft und ein Brunnen zur Trinkwasserversorgung ausgehoben. Zur Zeit werden noch weitere Schulgebäude errichtet, nach deren Fertigstellung insgesamt je 250 Jungen und je 250 Mädchen vom Kindergarten bis zu der elften Klasse unterrichtet werden können, nämlich in den Fächern Englisch, Hindi, Sanskrit, Umweltkunde, Wissenschaften und Mathematik."

Was für ein Segen für diese Kinder UND ihre Kindeskinder.
Mich wundert, WARUM der Fokus einiger Kommentatoren – wie der Sucher einer Kamera – nur die Größe eines Nadelöhres besitzt.

Es heißt nicht umsonst: "Suchet, so werdet Ihr finden." 
Ihr werdet finden: Genau DAS, WAS Ihr finden WOLLTET!

Mir ist im Laufe meines Lebens und meiner Arbeit EXTREM bewusst und klar geworden, wie viel Weisheit und wie viel Wissen in den Schriften der Bibel steckt, wenn man sie literarisch aufnimmt, nicht wörtlich! und sich ohne Voreingenommenheit mit ihren Inhalte GENAU befasst.

Ja, manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass das ein oder andere sogar mit Absicht von Seiten mancher Kirchen selbst, so verzerrt dargestellt wurde, ja sogar mit verfälschendem Teilwissen, dass das "normale Volk" durch auferlegte Rituale, Interpretationen die die Menschen mit Schuld und Strafe belasten und die dadurch großen Stress verursachen, GERADE von diesen Erkenntnissen abgehalten werden SOLL. Ich bin als gläubiger Christ trotz meines tiefen Glaubens, vielleicht sogar deshalb, bewusst aus der Kirche ausgetreten – Meinen Glauben habe ich NIE verlassen.

"Auge um Auge, Zahn um Zahn" – SO steht es in der Bibel.
Nicht nur "bildungsferne Massen" wenden diesen Bibelsatz auch heute noch an.
 Zu jener Zeit, als dieser Satz eine ungemein wichtige Bedeutung bekam, war es üblich, dass sich derjenige, der ein Auge oder einen Zahn verloren hatte im Recht sah, die GANZE Sippe des Verursachers auszulöschen. Zur DAMALIGEN Zeit, als dieses Gesetz erlassen wurde, dass NUR NOCH ein Auge wegen eines anderen Auges genommen werden durfte statt vieler Leben, war das wie eine Revolution und ein Riesenfortschritt. HEUTZUTAGE gilt dieses Gesetz NICHT MEHR mehr, denn wir haben ANDERE Gesetze, die eine reifere, entwickeltere, bewusstere Vorstellung von Menschenrechten besitzen.

Markolf Niemz will mit seinen Lucy-Büchern sicherlich Bewusstheit und Bewusst-Sein schaffen.

Wenn ich lese: "werden den Lesern selbst komplizierte physikalische Zusammenhänge so klar und einsichtig vermittelt, dass wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen", dann frage ich mich, WARUM darüber in den Kommentaren KEIN Feedback zu erfahren ist. Dass Markolf Niemz in seinem Fachgebiete ein Experte ist, das kann sich wohl jeder Kritiker auch vorstellen.

Um eine Sache WIRKLICH zu verstehen, muss man immer das GANZE sehen. Jede Reduzierung bleibt reduziertes Wissen – außer es gibt eine...


Katholik, 03.02.2011 21:20
@Rudi Gems
Lieber Rudi Gems,
Sie scheinen ja alles genau geprüft zu haben... Aber mein Einspruch lautet, Sie sollten nicht allein die einschlägige kritische Literatur hierzu lesen, sondern auch die Forschungsergebnisse und Argumente auf der anderen Seite berücksichtigen.
Zu 1. Sie gehen von Zeitlichkeit aus. Gott ist selbst in rein philosophischer Hinsicht per se außerhalb der Zeit. Darum geht es ja auch in dem im Artikel genannten „Lichttunnel“. Auch die von Ihnen so leidlich pauschal kritisierte Heilige Schrift berichtet davon (z.B. 2 Petr 3,8). Ich möchte Ihnen auch lieber mit Zitaten großer Denker antworten, die ich allesamt den verbitterten, pseudo-wissenschaftlichen, zudem häufig falschen und gebetsmühlenartig wiederholenden Ausführungen einer Uta Ranke-Heinemann, eines Stefan Aust, eines Karlheinz Deschner und Konsorten vorziehe:
„In der Biologie wurde die Evolution anscheinend zum Gottesersatz. Und wenn schon in der Biologie, warum dann nicht auch anderswo? Am Anfang stellte das Konzept 'Evolution' eine technische Hypothese dar, aber der Begriff wurde sehr schnell zum atheistischen Prinzip erhoben.“ (Donald McKay,Gehirnforscher, in: The Clockwork Image, IVP London, 1976)
„Aus theoretischen Gründen ist nicht zu erwarten, dass innerhalb evolutionärer Linien ein Komplexitätszuwachs mit der Zeit erfolgt; und es gibt keine empirischen Belege, dass dies geschieht.“ (E. Szathmáry, J. Maynard Smith, in: The major evolutionary transitions. Nature 374 (1995), S. 227)
„Offen bleibt auch die Frage nach Grund und Ursache des Naturgeschehens selbst. [...] Der Verweis auf die Naturgesetze wäre ein Missverständnis. Die Naturgesetze bewirken das Naturgeschehen ebenso wenig wie die Ver-kehrsregeln den Straßenverkehr bewirken [...]“ (Dr. rer. nat. Peter Cornelius Hägele, Professor für Physik, Arbeitsgebiet Polymere, Universität Ulm)
Zu 2.
Ganz „wirr“ erscheint mir eher Ihr „Geschreibsel“. Erstens lebte Jesus Christus in eine jüdischen Tradition, in der seit Jahrtausenden Texte auf das Jota genau - und in den allermeisten Fällen vor allem mündlich - überliefert wurden. Zweitens haben nahezu alle historischen Dokumente aus der Antike das Problem, dass man die Originalschriften nicht in den Händen halten kann. Sie würden doch nicht anzweifeln, dass Alexander der Große gelebt hat? Doch es spricht für das Neue Testament, dass im Vergleich zu anderen antiken Schriften ein unübertroffene Anzahl von Kopien aus verschiedenen geographischen Lagen überlebt hat, die weitgehend übereinstimmen. Zum Alter dieser Dokumente ist zudem zu sagen, dass bei den meisten anderen antiken Schriften fünf, sieben oder sogar zehn und mehr Jahrhunderte zwischen originärer Abfassung und ältester erhaltener Kopie liegen. Und dabei handelt es sich meist um politische Größen, Könige, Feldherren, etc. Beim Neuen Testament sind es allenfalls ein paar Generationen, die zeitlich zwischen Abfassung und Kopien liegen. Das liegt neben der gewohnten mündlichen Tradition unter anderem an der „Naherwartung“ der Jünger, die die Wiederkunft Christi noch in ihrer Zeit erwarteten. Es ging Ihnen vielmehr darum, so viele Menschenleben zu retten, wie nur möglich. Wozu noch alles aufschreiben? Und dennoch gab etwas später, aber noch zu Lebzeiten einiger Apostel Abfassungen des Neuen Testaments. Zusätzlich zu griechischen Manuskripten existieren auch frühe Übersetzungen in anderen Sprachen (Latein, Syrisch, Koptisch). Darüber hinaus gibt es Sekundärübersetzungen, die etwas später beginnen (Armenisch, Gotisch) und viele weitere (Georgisch, Äthiopisch, etc.). Ein Rekonstruktion des Originals wäre auf diese Weise - selbst wenn alle griechischen Übersetzungen fehlen würden - möglich. Außerdem hätten viele Menschen Grund gehabt, die Christen durch Widerspruch in Schwierigkeiten zu bringen – und dies hätten sie auch getan. Doch was sagen die Gegner? Sie sprechen von Jesus z.B. als „Hexenmeister“, weil die Wunder Jesus so vielen Menschen offenbar waren, dass die Kritiker die Sa...




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