Die Mittel sind aber nicht komplett mobilisierbar, weil die EFSF große Sicherheiten vorhalten muss, um die Bestnote der Rating-Agenturen zu bekommen. Daher kann sie nur etwa 250 Milliarden Euro an bedürftige Staaten ausleihen. Die EU-Kommission plant, den Sicherheitspuffer überflüssig machen. Zusätzlich sollen solvente Mitgliedstaaten weitere Garantien und neue Milliarden bereitstellen, um die Kapitalbasis des Rettungsschirms zu erhöhen. Dessen Kreditrahmen soll darüber hinaus maximal flexibel sein.
"Die Mitgliedstaaten stehen bereit, die Größe der EFSF zu überdenken, wann immer dies notwendig ist", heißt es weiter. Zudem soll die Luxemburger Institution ermächtigt werden, Anleihen von Ländern in Finanznot aufzukaufen, um die Europäische Zentralbank zu entlasten. Die EFSF erwirbt dabei Papiere von Investoren oder direkt von dem betroffenen Staat. Das Vorgehen soll die Kurse der Anleihen stützen. Außerdem soll der Rettungsschirm Geld für Rückkauf-Aktionen bereitstellen. Die EFSF gibt dabei einem Land in Zahlungsschwierigkeiten einen Kredit. Mit dem geliehenen Geld nimmt die Regierung des Landes eigene Anleihen mit hoher Verzinsung und ungünstiger Laufzeit vom Markt.
Die Zinsen für diese Kredite der EFSF liegen unter den Marktzinsen und sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission noch weiter gesenkt werden. Darüber hinaus sollen diese Mittel künftig auch dafür eingesetzt werden dürfen, Banken in Schieflage zu helfen.
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