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11.02.2012
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Die Finanzkrise: Vortrag Dan Mitchell
Weitere Themen: Finanzkrisen, Reformen, Wirtschaftspolitik



Teil 1. Ursachen der Krise

Der amerikanische Ökonom Daniel J. Mitchell hielt auf Einladung des Instituts für unternehmerische Freiheit (IUF) in Berlin einen Vortrag "Bailouts, Stimulus and Entitlements - The Triple Threat to Freedom and Prosperity". Er setzte sich dabei kritisch mit der Enstehung und der Bekämfpung der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise auseinander.

Daniel Mitchell arbeitet als Fellow beim amerikanischen Think-Tank Cato Institute, er ist Experte für Steuerreformen und Anhänger der Flat-Tax, sowie eines internationalen Steuer-Wettbewerbs.

In seinem Berliner Vortrag ging er zunächst auf die Auslöser der derzeitigen Finanzkrise ein.

Bad Government und falsche Marktsignale

Ursächlich ist für Mitchell dabei "bad government". Die Regierung der Vereinigten Staaten habe mit ihrer Politik die Krise erst ermöglicht. Der ständige Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen niedrig zu halten, also eine "easy money policy" zu btreiben hätten "künstliche Signale" an den Markt gesendet. Dies führte ab Mitte der 1990er zu einem dramatischen Boom des US-Häuser-Marktes. In der Folge wurden die Häuser immer wertvoller, aber die Häuserbauer knapper.

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Banken fingen auf der Suche nach neuen Kunden auch an Menschen Geld zu leihen, die die Kredite nicht zurückzahlen konnten. Dafür wurden dann eigens Subprime-Mortgages entwickelt, Papier mit andern vermischt und diese, wie wir heute wissen, "Gift-Papiere" an andere Institute weiterverkauft. Bei potentiell steigenden Immobilienpreisen ein gutes Geschäft auf die Zukunft.

Gift-Papiere als Silver Standard

Dementsprechen begannen die beiden größten Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Freddie Mae( beide "governmanet sponsored entrepeneurs" also staatlich subventionierte Unternehmen) diese Subprime-mortgages im großen Stil aufzukaufen. Dan Mitchell zufolge waren diese Papier inzwischen so etwas wie der "silver-standard", Hypothekenverschreibungen waren also mehr wert als tatsächliche Immobilien. Dies und der weiterhin niedrige Zins, vermittelten dem Markt ein "weiter so". Banken machten also Geld, indem sie Kredite an eigentlich kreditunwürdige Personen vergaben und die Subprimes mit Gewinn an Freddie Mae und Freddie Mac verkauften. Viele behielten diese Papiere jedoch in ihrem Portfolio. Als die Immobilien-Blase im letzten Jahr platzte, saßen also die betroffenen Institute auf einem großen Haufen "Gift-Zertifikaten", die keinen Wert mehr hatten und somit die Bilanz belasteten.

Nicht die Unfähigen belohnen

Diese Bilanzschulden durch erneute staatliche "Hilfspaket" ausgleichen zu wollen, ist für Mitchell wie ein schwarzes Loch zu füllen. nach seiner Meinung sollte man die betroffenen insolventen Banken schliessen, damit sich der Markt bereinigt. Staatliches Geld könnte man dann zur Entschädigung der Anleger verwenden. Aber die Milliardenhilfen für die Kreditinstitute würden nur die Unfähigen belohnen. Nur durch Bankrotte kann der Markt wieder genesen, so Mitchell, denn dann würde die Lektion von den Unternehmen gelernt, sich nicht auf die falschen Signale zu stürzen und zu versuchen mit faulen, überbewerteten Papieren Geld zu verdienen. Mit den derzeitigen Programmen würde man nur dahinsiechende "Zombie-Banken" schaffen und die Staatsverschuldung in die Höhe treiben.

Teil 2 Keynes, Obama, Flat-Tax

 

Über Daniel J. Mitchell

Das Cato institute

Website Institut für Unternehmerische Freiheit

Foto: Cato Institute



Norman Gutschow, 23.06.2009 10:01 | Kommentare (2)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (2)

Wolfgang Oswald, 12.06.2009 13:03
Der Grundstein für des jetzige Desaster wurde 1971 gelegt, als man die teilweise Goldhinterlegung des US-Dollars aufhob. Ab hier begann das große Gelddrucken und immer undurchschaubarere Geldgeschäfte. Die letzten 10 Jahre nahm es aber ungeahnte Ausmaße an, unterstützt von div. Regierungen, vor allem die der USA. Unterstützt wurde es auch dadurch, dass die Bankvorstände risikolos mit Kundengeldern zocken konnten. Jeder Vorstand wußte Bescheid oder hätte sich von seiner Steuer- und Rechtsabteilung informieren lassen können. Aber wenn man dafür nie verantwortlich gemacht wird, zockt man solange es geht und kassiert beim Gewinn Millionen an Boni und beim Verlust ist man nicht verantwortlich. Hätte man von Anfang an die Banken pleite gehen lassen, hätte es zwar das eine oder andere "Erdbeben" gegeben, aber auch eine gesunde Marktbereinigung und keine Bankvorstände die für ihre Veruntreuungen mit Anmbindungen und/oder 50.000 ¤ Monatsrente noch belohnt worden wären. Die Billionen die weltweit in die schwarzen Löcher der Banken flossen, hätte man zum Ankurbeln der Weltwirtschaft nutzen können, wo es sinnvoller angelegt gewesen wäre als bei Banken. Aber auch heute haben unsere Politiker noch nicht viel gelernt und zudem mit der SoFFin unsere Demokratie beerdigt. Wenn ein Dutzend Menschen in Deutschland 480 Milliarden an Banken verteilen und den anderen Parlamentariern bei Strafe verboten wird, in die Bilanzen der unterstützten Banken zu schauen und, ganz krass, nicht einmal mit einem Parteikollegen darüber reden dürfen, dann sind das Zustände wie im Krieg und das Wort "Demokratie" sollte unsere Kanzlerin besser nie mehr in den Mund nehmen. Der Finanzminister verteilt die Steuereinnahmen fast eines ganzen Jahres und niemand darf erfahren, wer das Geld bekommt und zu welchen Voraussetzungen.
Die westlichen Regierungen haben die letzten 12 Monate ganze Arbeit geleistet, dass alles nur im Chaos enden kann. Die meisten Staaten können nicht einmal mehr die Zinsen zahlen, ohne neue Schulden machen zu müssen. Durch Zins und Zi...


Charly W., 29.05.2009 13:46
Leider dringt Dan Mitchell nicht bis des Pudels Kern vor.
Die ganze Sache ist geplant gewesen.
Qui bono? Wem nutzt es?
Wo endet das gute Geld unserer Steuerzahler? WER hat die Papiere denn verkauft?
DAS fragt kaum jemand.

Sagt ja auch niemand wem die "federal reserve" gehört. Da sollte vielleicht angesetzt werden. Hatte schon J.F.Kennedy versucht. Jeder kennt sein Ende.

Wir sollten alle einmal nachdenken ehe wir unseren gierigen Bankern die Schuld geben. Wer hat bei uns bei der Kontrolle versagt, ja sogar diese Giftpapiere erst zugelassen?

Ein sauberer Staatsbankrott wird kommen, füher oder später.



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