Das gelte vor allem für Kritiker, die selbst noch nie Regierungsverantwortung getragen hätten. "Nur meckern und selbst keine konkreten inhaltlichen Lösungsvorschläge machen, ist immer der einfachste Weg", erklärte Brüderle. Auch die Parteizentrale wehrt sich gegen die Angriffe.
Doch mit seiner Kritik ist Kubicki nicht allein. Der Sprecher der Parteiorganisation "Liberaler Aufbruch", Frank Schäffler, wollte Kubicki zwar nicht direkt beipflichten, sieht die FDP jedoch in einer vergleichbaren Phase wie in der schwarz-gelben Koalition unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) in den neunziger Jahren. Damals habe die FDP ihre Positionen wie heute nicht klar genug vertreten. "Die Menschen, die uns gewählt haben, wollten einen Richtungswechsel. Den haben wir bisher nicht eingeleitet", sagte Schäffler.
Das Interview mit Wolfgang Kubicki finden Sie auf Spiegel.de. Weiter Informationen unter Handelsblatt.com