Aus ähnlichen Gründen waren in der Vergangenheit noch weitere Eltern aus Salzkotten in Erzwingungshaft genommen worden.
Gegen die Inhaftierungen protestierte der Vorsitzende des Vereins „Schulunterricht zu Hause“, Armin Eckermann. Geltendes Verfassungsrecht werde nicht mehr respektiert, kritisierte Eckermann die Vorgehensweise. Es sei „Sache der Eltern, ihren Kindern diejenigen Überzeugungen in Glaubens- und Weltanschauungsfragen zu vermitteln, die sie für richtig halten. Dem entspricht das Recht, sie von Glaubensüberzeugungen fernzuhalten, die den Eltern falsch und schädlich erscheinen.“ Eckermann vermutet, daß der Grund für die seit 2005 nicht mehr erteilten Befreiungen von bestimmten Schulveranstaltungen aus Gewissensgründen der Einfluß des sogenannten Gender-Mainstreaming sei.