Jahrhundert entscheidend mitgeprägt haben. Papst Johannes Paul II. hat nicht nur mit Worten sondern mit seinem symbolträchtigen Handeln große Wirkung erzielt. So erinnerte Navarro-Valls an sein Durchschreiten des Brandenburger Tors als Zeichen der Freiheit, oder an seine vor aller Öffentlichkeit getragene Krankheit bis hin zu seinem Sterben. Diese Bilder brauchten keine Erklärungen mehr.
Er verwies auch auf die große intellektuelle Kapazität von Benedikt XVI. und erinnerte sich an seine letzte Reise mit ihm u.a. nach Auschwitz, wo der Papst ein eindeutiges Zeugnis gegenüber den Juden als unseren älteren Brüdern im Glauben abgelegt hat. So antwortete Navarro-Valls auf Fragen zur derzeitigen Medienschelte mit klaren Worten: „Wäre ich Deutscher, ich wäre sehr stolz auf diesen Papst!“
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Eine andere Diskussion ist die über die wachsende Einschränkung persönlicher Freiheiten durch den Staat. Sie persönlich sind im Bereich der Bildungsfreiheit sehr stark engagiert. Wie beurteilen Sie das Verhältnis von religiösem Glauben zur politischen Freiheit? Horst Hennert: Wir brauchen nur die derzeitige Diskussion um die Wahlfreiheit für das Fach Religion zu betrachten, dann stellen wir fest, daß es schwieriger für Eltern wird, ihren Kindern noch die von ihnen gewünschte Erziehung zukommen zu lassen. Der Trend zu den freien Schulen ist eine Abstimmung mit den Füßen gegen die staatliche „Gängelung“.
Bei dem Versuch, eine Jungenschule zu gründen – ich unterstütze in meiner Eigenschaft als Geschäftsführer eine Elterninitiative in Potsdam –, mußte ich erfahren, daß das grundgesetzlich verankerte Recht auf freie Schulwahl in Brandenburg den Eltern nicht zuerkannt wurde, so daß diese Initiative derzeit ihre Rechte gegen das Brandenburger Bildungsministerium einklagt.
FreieWelt.net:
Inwieweit kann Feldmark einen Beitrag zur Freiheitsdiskussion leisten?Horst Hennert: Ob wir hier einen entscheidenden Beitrag leisten können, kann ich nicht abschätzen. Jedenfalls bemühen wir uns, das Bewußtsein für die persönliche Verantwortung zu schärfen und Initiativen zu unterstützen, die der Wahrnehmung der persönlichen Freiheit – gerade im Bildungsbereich – dienen.
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Welches Publikum wollen Sie mit den Vorträgen in der Vortragsreihe des Feldmark Forum ansprechen? Welche Ziele wollen Sie erreichen?Horst Hennert: Das Feldmark Forum ist im Umfeld von „Feldmark“ von Bürgern ins Leben gerufen worden, um Personen unterschiedlichster Herkunft aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien einen Ort der Begegnung und des Gedankenaustauschs auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu bieten. Durch Vorträge zu Themen der Freiheit, Bildung, persönlichen Verantwortung und Menschenwürde von bekannten Persönlichkeiten wollen wir Anstöße geben, über unsere persönliche und gesellschaftliche Zukunft nachzudenken. Durch die Veröffentlichung der Redebeiträge versuchen wir noch einen größeren Personenkreis zu erreichen.
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Horst Hennert ist Leiter des Bildungszentrums Feldmark, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e.V. und verantwortlich für die Internetseite: www.erziehungstrends.